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iPhone-Absätze rückläufig

Apple veröffentlicht die Quartalszahlen mit verhaltenem Ergebnis

Wirtschaft | HT4U.net
Dieser Tage veröffentlichen die börsennotierten Unternehmen ihre Quartalszahlen und insbesondere die Smartphone-Hersteller mussten in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 kräftig Federn lassen. Dies gilt auch für die Geldmaschine namens Apple, welche beim iPhone einen Absatzrückgang um 15 Prozent verkraften musste und nun schmollend auf die Veröffentlichung vieler Details verzichtet.

iPhone und China ziehen Apple herunter

Bisher hatte Apple alle drei Monate die Absatzzahlen von iPhone, iPad und Mac bekanntgegeben, den Umsatz mit Diensten beziffert und seine Geschäftszahlen geografisch für Amerika, Europa, China, Japan und den Rest der Welt aufgeschlüsselt. Doch nun, da der wichtigste Umsatzbringer schwächelt und der Absatz in China schrumpft, sind solche Details offenbar überflüssig und verwirrend geworden, weshalb Apple sie gestrichen hat. Man ist geneigt, an eine gealterte Diva zu denken, die ihre Falten verstecken will.

Obwohl Apple für seine Produkte keine konkreten Absatz- und Umsatzzahlen mehr nennt, erfahren wir zumindest, dass der iPhone-Absatz im Jahresvergleich um 15 Prozent geschrumpft ist. Beim iPad gab es hingegen ein überraschendes Umsatzplus von 17 Prozent, die Macs konnten um neun Prozent zulegen und die übrigen Geräte (iPod touch, Apple TV, Watch, HomePod, AirPods) sogar um 33 Prozent. Für seine Dienste kann Apple ein Plus von 19 Prozent vermelden und hier beziffert das Unternehmen auch den Umsatz, denn 10,9 Milliarden US-Dollar bedeuten einen neuen Rekord.

Zahlen auf den Tisch

Mit einem solchen hatte Apple auch beim Quartalsumsatz gerechnet, doch dann gab es Anfang Januar eine Umsatzwarnung. Statt mit 89 Milliarden bis 93 Milliarden US-Dollar rechnete Apple nur noch mit 84 Milliarden US-Dollar, nun sind es 84,310 Milliarden US-Dollar geworden. Auch damit bleibt man um 4,51 Prozent unter der Vorgabe des Vorjahreszeitraums. Der operative Gewinn ist sogar um 11,14 Prozent auf 23,346 Milliarden US-Dollar eingebrochen, während der Nettogewinn lediglich um 0,5 Prozent auf 19,965 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist. Dies verdankt der Konzern aber nur der von 6,965 Milliarden auf 3,941 Milliarden US-Dollar geschrumpften Steuerlast. Beim Gewinn je Anteil konnte Apple um 7,46 Prozent auf 4,18 US-Dollar zulegen, denn die Zahl der Aktien wurde im Laufe eines Jahres durch Rückkäufe um knapp 385 Millionen reduziert. Alleine im nun abgeschlossenen Quartal hatte Apple 13 Milliarden US-Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden an seine Anteilseigner ausgeschüttet.

Ausblick und Reaktion der Börse
Für das zweite Quartal des fiskalischen Jahres (Januar bis März 2019) erwartet Apple einen Umsatz zwischen 55 Milliarden und 59 Milliarden US-Dollar. Zumindest die obere Grenze läge damit in Reichweite des Vorjahresergebnisses, welches sich auf 61,1 Milliarden US-Dollar belaufen hatte. Die Investoren hatten offenbar Schlimmeres erwartet und ließen Apples Aktie nach einer längeren Durststrecke wieder steigen: Am Tag nach Bekanntgabe der Quartalszahlen kletterte der Kurs um 6,83 Prozent und inzwischen beläuft sich das Plus auf 7,60 Prozent.

Autor: mid
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