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Probleme mit Virenscannern

Windows 7: Letzter Rollup-Patch wird teils temporär blockiert (Update)

Software | HT4U.net
Microsoft verteilt seit dem 9. April 2019 einen monatlichen Sammel-Patch für Windows 7. Zeitnah wurde klar, dass der sich mit diversen Antiviruslösungen in die Haare bekommen kann. Fehlschlagene Boot-Prozesse, plötzliche System-Freezes und Leistungseinschränkungen gehören zu den möglichen Symptomen. Nun hat der Konzern mit ersten Lösungen reagiert.

Der Patch KB4493472 soll seinerseits eigentlich diverse Probleme beheben und Sicherheitslücken schließen, führt in Verbindung mit bestimmten eingesetzten Virenscannern jedoch selbst zu Fehlern. Ob hier mangelhafte Qualitätskontrollen bei Microsoft oder die gern tief ins System eingreifenden und daher nicht selten problematischen Antiviruslösungen ursächlich sind, ist strittig.

Microsoft hat nun jedenfalls mit ersten Lösungsansätzen reagiert und die Auflieferung des Patches für Systeme mit installierter ArcaBit-, Avira- oder Sophos-Software gestoppt bzw. selbigen temporär blockiert. Der Hersteller Avast hat derweil einen Notfall-Patch für seine Sicherheitslösung veröffentlicht.

Beim Einsatz von McAfee Endpoint Security (ENS) Threat Prevention 10.x, McAfee Host Intrusion Prevention (Host IPS) 8.0 oder McAfee VirusScan Enterprise (VSE) 8.8 kann es zu langen Boot-Ladezeiten oder fehlschlagenden Windows-Neustarts kommen. Microsoft und McAfee evaluieren in diesen Fällen noch mögliche Maßnahmen. Betroffene Kunden sollen sich bis dahin an den McAfee-Kundendienst wenden.

Nachtrag (30.04.2019): Das Unternehmen Avira teilte uns mit, dass es inzwischen ebenfalls einen Patch für seine Sicherheitslösungen veröffentlicht hat, das die Probleme beseitigen sollte.

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Stichworte zur Meldung: Av Update Ms Solution Bug