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Auch Kreditkartennummern geleakt

Datenleck bei Mastercard größer als erwartet

Internet | HT4U.net
Das Datenleck bei Mastercards Loyalitätsprogramm "Priceless Specials" umfasst neben Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen, Mobiltelefonnummern und postalischen Anschriften offenbar auch die vollständigen Kreditkartennummern. Ablaufdaten und Prüfnummern (CVCs) sowie Anmeldedaten und Passwörter wurden laut Mastercard aber nicht gestohlen.

Am 2. Januar 2018 hatte Mastercard mit "Priceless Specials" ein eigenes Loyalitätsprogramm gestartet, das für deutsche Kunden zum Wochenanfang aufgrund eines Datenlecks gestoppt wurde. Zuvor hatte heise Security über eine Excel-Tabelle mit den Daten von fast 90.000 Personen aus Deutschland berichtet. Die darin enthaltenen Datensätze stammen von "Priceless Specials" und umfassen Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse. Laut heise Security sind auch die Mobiltelefonnummern und postalischen Anschriften zahlreicher Kunden enthalten, was für Betrüger besonders interessant ist.

Gestern ist dann eine zweite Tabelle mit rund 84.000 ungekürzten Kreditkartennummern aufgetaucht. Die Zuordnung dieser Nummern dürfte den Datendieben leicht fallen, stellt für Dritte aber ein Problem dar. Da laut Mastercard weder Ablaufdaten noch Prüfnummern (CVCs) entwendet wurden, lassen sich mit den Daten keine Einkäufe über fremde Konten tätigen. Für überzeugend gemachte Phishing-Angriffe sind die Details allerdings mehr als ausreichend.

Inzwischen spricht Mastercard von einem Problem, "das mit dem Betreiber der Specials-Plattform in Deutschland zusammenhängt". Teilnehmer des Programms können ihre Fragen an die E-Mail-Adresse support@specials.mastercard.de richten, sie sollten mittlerweile aber auch eine offizielle Benachrichtigung des Betreibers erhalten haben. Es bleibt noch festzuhalten, dass das Datenleck nach bisherigen Erkenntnissen auf die Teilnehmer des Bonusprogramms beschränkt ist und das Zahlungsnetzwerk von Mastercard nicht beeinträchtigt wurde.

Autor: mid
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