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Aus für PC und Konsolen?

Digitale Welten: Was kommt als Nächstes für Mobile?

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Wie entstanden Handyspiele? Wie entwickelten sie sich von den Anfängen bis hinein in die Gegenwart? Und was ist beliebter: Spielen am Handy oder Zocken an der Konsole? Neue Welten, die durch Virtual Reality zum Leben erweckt werden, drängen immer mehr auf den Markt und revolutionieren die Branche. Nicht nur spannend für das Smartphone: Auch auf vielen Spielekonsolen weitet sich dieser Trend immer mehr aus.

Am 3. April 1973 erfolgte der erste Anruf über ein mobiles Telefon. Seitdem wurde das Netz immer weiter ausgebaut und verbessert, immer mehr Mobilfunkbetreiber nahmen ihre Arbeit auf und die Verkäufe der kleinen Handgeräte schossen in die Höhe. Schon früh erkannten die Hersteller das Potenzial dieser tragbaren Geräte und statteten sie mit verschiedenen Schnittstellen aus: Zu den gängigsten Verbindungsarten gehörte Infrarot, welches inzwischen aber keine Rolle mehr bei den aktuellen Geräten spielt. Es wurde von Schnittstellen verdrängt, die eine deutlich schnellere Datenübertragung ermöglichen: Bluetooth und WLAN.

Neben schnellerer Datenleistung und Übertragungsgeschwindigkeit war der Wechsel von Infrarot auf WLAN durch das wachsende Spielinteresse bedingt. Immer mehr Hersteller entwickelten kleine Games für Mobiltelefone, die anfangs noch gänzlich ohne Internetverbindung auskamen und heute zum guten Ton gehören. Multiplayer-Optionen oder Updates mit neuen Welten und spannenderen Levels setzen voraus, dass ein Spiel in der heutigen Zeit ständig mit dem Netz in Verbindung steht. Das Tor zum World Wide Web ist immer offen!

Mobile Games: Rückblick und Gegenwart

Mit Blick auf die Vergangenheit kommen die Spiele in grobkörnigem Schwarz, Weiß und dezenten Graustufen daher. Im Gegensatz dazu explodieren die Displays förmlich vor Detailfreude und Farbintensität. Statische Animationen sucht man vergebens, denn bewegte Grafiken sind ein Muss in den Apps. Die bekanntesten Vertreter meist vorinstallierter Handyspiele sind „Memory“ und „Snake“. Das Spielprinzip von „Memory“ dürfte jedem bekannt sein: Unter den zugedeckten Kärtchen muss das zueinander gehörige Bilderpaar gefunden werden. Bei „Snake“ geht es darum, eine sich bewegende Schlange mittels der Handytasten zu steuern. Dabei muss verhindert werden, dass sie sich selbst in den Schwanz beißt oder mit dem Displayrand kollidiert. Ziel ist, möglichst viele Gegenstände aufzufressen, wodurch die Schlange immer größer wird.

Zwei einfache Spielprinzipe, die als innovativ galten. Heute sind die Möglichkeiten praktisch unbegrenzt. Viele Browserspiele, die auf dem Computer gespielt werden, verfügen über eine optimierte Version für Smartphones. Die Vorteile sind, dass durch die touchsensitiven Displays schnellere Reaktionen vom Spieler auf das Game übertragen werden. So nutzen Rennspiele oder filmbasierte Games wie „Minion Rush“ die Möglichkeit, dass auch durch Kippen der Handys der Charakter im Spiel reagiert und von der linken Seite nach rechts rutscht. Auch Online Casino Games, wie sie von William Hill Casino Deutschland angeboten werden, können auf dem Handy mehr Spielspaß bieten. Das Stoppen der Slotmaschinen durch den Touch auf das Display lassen echtes Casinogefühl aufkommen. Hochauflösende Grafiken und auch der kristallklare Sound sind meist makellos. Die Auswahl an Spieleapps ist heute fast unbegrenzt. Außerdem können inzwischen auch Apps über den Computer auf dem Smartphone installiert werden, ohne den Umweg über die Stores der verschiedenen Anbieter zu gehen.

Sind Konsolen noch zeitgemäß?

Neben Smartphones entwickeln sich die stationären Spielekonsolen immer weiter. Dennoch zeigen Statistiken: Smartphones liegen weit vorne. Rund 1,3 Milliarden Smartphones sind derzeit im Umlauf. Bei Spielekonsolen sind es dagegen nur circa 200 Millionen. Trotz höherer Leistung bei Grafikkarten und Prozessor liegt der Vorteil eindeutig in der Flexibilität der mobilen Geräte.

Mobiltelefone passen bequem in die Hosentasche, sind für spontanes Spielen unterwegs geeignet und aktualisieren sich in der Regel von allein. Zudem sind viele Spielapps in der Anschaffung meist deutlich günstiger und liegen zwischen einem Preis von 0,99 € und 5,49 €. Ein Konsolengame schlägt derweil mit einem stolzen Preis von bis zu 100 € zu, die PC-Spiele liegen meist im Bereich um die 50 Euro – selbstverständlich ohne Erweiterungen. Ein großer Vorteil ist auch, dass die User bei Handyapps in den Entwicklungsprozess eingebunden werden können. Stores bieten die Möglichkeit, ein direktes Feedback in Form von Sternen und einer textbasierten Bewertung zu hinterlassen. Der Hauptansturm auf die mobile Games dürfte aber vor allem darin zu finden sein, dass viele einfach nur ein schnelles Spielchen zwischendurch machen möchten und nicht die Zeit für ein aufwändiges Computer- oder Konsolen-Spiel aufbringen möchten.

Ein neuer Trend, der auf dem Smartphone als auch auf diversen Konsolen Einzug hält, stellt die virtuell dargestellte Realität (kurz: VR) dar. Mittels spezieller Headsets taucht der User noch tiefer in die virtuelle Welt ein und kann mit seinen Bewegungen in einer virtuellen Umgebung interagieren. Immer mehr Spielehersteller machen sich die 3D-Funktionen des Gerätes zunutze, um ihre Apps optisch realistisch zu gestalten.

Größtes Problem: Virtual Reality verbraucht viel Rechenleistung und Speicherplatz, die ein normales Smartphone kaum bieten. Alternativen entwickeln die großen Player der Technikbranche jedoch schon. Google arbeitet derzeit an seinem Stadia-Projekt, dass dem User mehr Spielvergnügen bei weniger Rechenleistung bieten soll. Anstatt das Spiel herunterzuladen, findet die Rechenleistung auf cloudbasierten Servern statt. Der User bekommt durch ein Videosignal die Abfolge von Bildern und Sound in einer Art Stream zurückgespielt und kann dennoch wie in einem normalen Game interagieren. Noch befindet sich das Projekt in einer Testphase. Für 2020 ist jedoch eine kostenfreie Version geplant für die Kunden. Aktuell befinden sich Spiele wie „Assassin’s Creed Odyssey“, „Destiny 2“ oder „Dragon Ball Xenoverse 2“ im Store zum testweisen Spielen. Ähnliche Streaming-Versuche versucht man auch für PCs zu realisieren.

Je kleiner, umso erfolgreicher

Dass Handyspiele immer beliebter werden ist selbstverständlich der Masse an Smartphones im Markt geschuldet. Selbst ältere Semester tragen inzwischen ein solches Gerät permanent in der Hosentasche. Das Angebot an kostenlosen Apps steigt täglich und die 3D-Funktionen moderner Smartphones lassen entsprechende Spiele noch realistischer erscheinen. Das Smartphone kann überall mitgenommen werden, es nimmt kaum Platz weg. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der bisher stets unterschätzt wurde: Nach einer EU-Richtlinie müssen alle Geräte ab dem Jahr 2017 ihre Ladegeräte vereinheitlichen. Somit kann praktisch jedes Gerät mit jedem Kabel aufgeladen werden. Wann diese Richtlinie sich jedoch auf den Markt auswirkt, bleibt abzuwarten. Apple hat sich hiergegen schon ausgesprochen und teils gute Gegenargumente geliefert.

Die Zeiten, in denen einzelne Pixel über das Display huschten und nervige Musik aus den blechernen Handyboxen drangen, sind eindeutig vorbei. Je üppiger das Game, umso größer der Spielspaß. Bei den Endgeräten wie Konsolen oder PCs verzeichnet sich natürlich kein solcher Boom, doch die Absatzzahlen passen, denn nicht umsonst entwickelt Sony an einer neuen Playstation und Microsoft an einer neuen Xbox. Und im PC-Bereich ist die Gamingszene der Hauptantriebsfaktor schlechthin, ohne welchen leistungsfähige Desktop-PCs überhaupt keine Nachfrage mehr hätten.

Autor: Tobias
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