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CPU übertakten

u.a. mit ABIT und anderen Mainboards

Intro

Also nicht erschrecken, wenn ihr kein Abit-Board habt. Im Prinzip lässt sich das Gros auch auf alle anderen Mainboards übertragen, sofern eine Änderungsmöglichkeit des Frontsidebus (FSB) geboten wird. Abit bietet hier als Vorreiter der bequemen Übertaktung per Bios, durch seine Softmenus, einfach den bequemsten Weg.

Bitte erzählt mir jetzt nicht, daß das Thema ausgelutscht sei. Ich stosse immer wieder auf Fragen, wie das Softmenu zu handeln ist, oder ganz Allgemeine Dinge, wie man richtig übertaktet. Nun das Grundprinzip werden wir nun mal darlegen und natürlich auch einige Feinheiten.

Das Grundwissen:

Prinzipiell lassen sich Intel CPUs nur über den FSB übertakten, da Intel den Multiplikator der CPU fest eingestellt hat und es bis heute noch niemandem gelungen ist, diesen Übertaktungsschutz zu umgehen.

Intel vertreibt derzeit 3 Sorten von CPUs:

  • Jene die mit 66 Mhz Bustakt betrieben werden (Pentium I, Pentium II 233 bis 333 und die Celeron Modelle)
  • CPUs, die mit 100 Mhz Bustakt laufen (PII 350 bis 450 und PIII ,zwischenzeitlich auch einige Coppermines)
  • CPUs mit 133 Mhz FSB -derzeit nur verschieden PIII mit Coppermine-Kern

Die Cpu Geschwindigkeit, mit welcher sie getaktet ist, ergibt sich aus dem Multiplikator im Verhältnis zu dem FrontSideBus. Nehmen wir also als Beispiel den PIII 500. Er läuft mit 100 Mhz und hat somit einen Multiplikator von 5:

  • CPU Geschwindigkeit = Multiplikator x FSB
  • oder an unserem Beispiel : 500 Mhz = 5 x 100 Mhz

Willst du also nun deine CPU höher takten, mußt du den FSB erhöhen. Das geht bei einem Abit-Board unproblematisch im Softmenu des Bios. Wie schon gesagt, den Multi braucht man gar nicht erst zu ändern versuchen. (Von einem Hardwaretechniker eines Mainboardherstellers erfuhr ich, daß Ihnen von Intel zu Versuchszwecken, ein Testmodel eines PIII 700E zur Verfügung gestellt wurde -dieser habe keinen Multiplikatorschutz gehabt - Intel weiß schon wie mans macht :-)

Vertieftes Grundwissen (wichtig!):

Durch das Heraufsetzten des FSB ergeben sich aber nicht nur Übertaktungen der CPU! Sämtliche Hardwarekomponenten richten sich in ihren Betriebsspezifikationen an dem FSB aus.

Gerade die dadurch bedingte Übertaktung des PCI Bus (dazu zählen sämtliche PCI Karten deines Systemes, wie auch die Festplatten) sowie des AGP Bus und nicht zu vergessen des ISA Bus (hier trifft man in einigen Systemen vielleicht noch ältere Sound-, ISDN- oder auch Netzwerkkarten an) können zu Instabilitäten des ganzen Systems, bis hin zu Datenverlust oder Hardwareschäden führen (letzteres in der Regel nur, wenn man es übertreibt).

PCI-Bus:

Die PCI Spezifikation ist mit 33 Mhz im Betrieb angegeben und richtet sich durch einen Teiler nach dem FSB. Hast du einen FSB von 100, ist der Teiler 1/3, hast du einen FSB von 66 Mhz (z.B. Celeron) ist der Teiler 1/2, so daß sich immer die 33 Mhz ergeben.

Also nochmals an unserem Beispiel:

  • PIII 500 = 100 Mhz FSB / 1/3 = 33,33Mhz

Versuchst man nun, den FSB auf 112 Mhz zu erhöhen, ergibt sich also schon ein PCI Bus-Takt von 37,5 Mhz. Hier gibt es einige Festplatten (z.B. Maxtor, aber auch Seagate reagiert empfindlich), die darauf extrem ungehalten reagieren. Evtl. wird das booten des Systems ganz versagt, vielleicht endet es aber nur mit Datenfehlern. Insofern ist eine Sicherung der Daten dringend zu empfehlen. Andere Platten wie z.B. IBM oder auch Fujitsu., genießen hier den Ruf stabil die Übertaktung mitzumachen. Dennoch kanns schief gehen. Auch könnten deine anderen PCI Karten wie z.B. Sound oder ISDN, den Dienst versagen oder zu Schutzverletzungen führen. Sicherheit hat man nur, wenn mans versucht (oder bleiben lässt).

Bei den extremen FSB-Taktungen von z..B. 120 bis 124 Mhz, ist der Datensalat in der Regel vorprogrammiert. Dies mag teils sehr stabil aussehen, kann aber dennoch zu immer wieder, sporadisch auftauchenden Fehlern führen. Deshalb bietet Abit hier die Möglichkeit, den PCI Teiler, ab diesen Geschwindigkeiten, auf 1/4 zu setzen. Dadurch würde z.B. bei 124 Mhz FSB, der PCI Bus nur 31 Mhz betragen. Das wäre zwar eine leichte Untertaktung, das sollte die Stabilität aber wert sein.

AGP-Bus:

Der AGP Bus stellt ebenfalls so ein Problem dar. Nach dessen Spezifikation beträgt seine Taktung 66 Mhz und errechnet sich wiederum durch einen Teiler in Verbindung mit dem FSB. Bei einem FSB von 100 Mhz ist der Teiler 2/3, bei 66 Mhz 1/1, so daß sich immer die 66 Mhz ergeben. (Achtung, diese Option kann man im Bios Softmenu ebenfalls ändern. Stellt die nur nicht bei 100 Mhz FSB auf 1/1).

Unser Beispiel sieht hier dann also so aus:

  • PIII 500 = 100Mhz FSB / 2/3 = 66,66 Mhz

Jetzt kommt das eigentlich Problem. Der BX Chipsatz von Intel unterstützt leider keine anderen Teiler als 1/1 und 2/3, so daß jede Erhöhung des FSB somit zu einer Erhöhung des Taktes des AGP Ports und damit zu einer Übertaktung der AGP-Grafikkarte führt. Das ist bei einem FSB von 112 Mhz noch unproblematisch, bei 124 Mhz oder mehr, kann das ganz erhebliche Probleme bereiten.

Gerade die schon sehr warm/heiß werdenden Grafikchips von Nvidia (TNT bis Geforce) aber auch die Voodoo 3 Chips (letztere genießen den Ruf mehr Stabilität bei solch hohem FSB zu haben), sollten hier nur bei ausreichender Kühlung betrieben werden. Solltet ihr eine dieser Karten besitzen und dort nur ein passiver Kühlkörper aufgebracht sein, rate ich dringend, einen passenden Lüfter zu besorgen und draufzusetzten. Einen entsprechenden Stromanschluß hat Abit auf dem Board, in der Nähe des AGP Ports untergebracht.

Ein FSB von 124 Mhz würde einen Betrieb des AGP Bus von 83 Mhz mit sich bringen. Das ist sehr heftig und liegt weit über der Spezifikation. Der Grafikchip wird dadurch im Betrieb weit wärmer und benötigt somit mehr Kühlung.

Kein Grafikkartenhersteller lies sich bislang dazu hinreissen und eine eindeutige Auskunft zu geben, welche Übertaktung des AGP-Bus ihre Karten vertragen. Es kann hier durchaus zu Hardwareschäden kommen, wobei mir noch niemand bekannt ist, der auf diese Methode seine Karte geröstet hat.

Sollte es im Windowsbetrieb zu Grafikfehlern kommen, mußt der FSB heruntergesetzt werden. Es kann zu Abstürzen wie Einfrieren oder Blue Screens kommen, oder einfach nur zu Pixelfehlern.

Am Rande noch zu Isa Karten. Sie sind prinzipiell schlecht geeignet in Übertakteten Systemen. Ich persönlich habe aus einem Versehen heraus eine Option des Softmenus falsch eingestellt und bei 124 Mhz FSB nach etwa 10 Tagen, meine ISA ISDN FritzCard zu Tode gegrillt. -----> Dumm gelaufen!

RAM:

Nun zum RAM. Der RAM wird mit vollem FSB angefahren. Heißt also, daß der Ramtakt bei 100 Mhz ebenfalls 100 ist. Es werden PC 100 Module benötigt. Sollten diese noch nicht vorhanden sein, so rate ich gleich zur Anschaffung von PC 133 Modulen, welche zur Zeit kaum noch teurer sind als, ihre PC 100 Kollegen.

Im Bios findet man Einstellungen zur Ramgeschindigkeit, welche in Taktzyklen (2 oder 3) angegeben ist. Je höher der FSB gesetzt wird und je schneller deine Rameinstellungen im Bios sind, um so eher kann es zu Fehlern (Abstürzen, Fehler beim Zugriff auf die Registrierungsdatei, ungewollte Reboots, Blue Screens usw.) führen. Auf deinem Ramriegel, sind Chips verbaut, auf welchen die Zugriffszeiten stehen (eine 8-meist zum Schluß der Zahlenfolge, bedeuted 8 ns, was das Minimum für einen PC100 Riegel sein sollte, welche auf schnellen Einstellungen laufen sollen). Je geringer dieser Wert, desto schneller ist der RAM und desto schneller kannst du in der Regel die Rameinstellungen belassen. Hast du z.B. 7 ns Chips,.könnte der Rambaustein evtl. sogar noch bei 124 Mhz FSB und 2erTaktzyklen fehlerfrei arbeiten -vielleicht! Sind es nur 8 ns Chips, ist vermutlich bei 124 Mhz und 3er Zyklen schluß.

Sollte es gelingen, die CPU bei 120 Mhz FSB stabil mit 2er Zyklen zu betreiben, bei 124 Mhz allerdings nur noch mit 3, dann empfiehlt sich im Hinblick auf die Gesamtperformance des Systems, immer die 120Mhz mit 2er Zyklen.

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