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Chipsatz Fiasko?

(by Peter 10.06.2000)

Verdammt, was ist da nur los? Einerseits wird gegen den Chipgiganten Intel Wetter gemacht und jeder noch so kleine Fehler von den Medien breitgetreten, andererseits, liest man dann Testberichte über die Konkurrenzprodukte, entsteht doch der Eindruck, daß es ohne Intel nicht geht.

Ich bin gerade in den vergangenen Tagen immer häufiger auf Berichte von namhaften Hardwareseiten gestoßen, in welchen vor allem, Produkte aus dem Hause VIA schlechteste Kritiken bekamen. Intels ehemaliger Überflieger BX steckt noch allen im Kopf und wird immer wieder als Refenz herangezogen. Nun, letztlich dies, aber auch Kopfschütteln meinerseits aus vorhergehenden Berichten, ist Anlass für diese Kolumne.

Die Vergangenheit

Von 1993 bis 1997 war Intel der wohl unumstrittene König in der Chipsatz- und CPU Herstellung. Gerade Intels Pentium Prozessoren sorgten für Fuore und es hatte alles den Anschein, daß egal was Intel anpackte, es sich in deren Händen gleich zu Geld verwandelt. Kleinere oder größere Bug's fanden zwar Erwähnung in der Presse, jedoch erfolgte dies alles eher beiläufig. Rechenfehler bei CPUs oder Schwierigkeiten der Cacheable Area im Rambereich wären heute eher ein Skandal, als zu dieser Zeit. Intel entwickelte, stellte vor und gleich wurde verkauft. Und die Anderen? Oh ja, VIA, ALi und SiS gabs wohl auch schon zu der Zeit. Diese begnügten sich aber mit dem Imitieren von Intel CPUs und Chipsätzen, was vom Ergebnis her, jedoch immer mehr schlecht, als recht ausfiel.

Die großen PC- und Hardwarehersteller, orientierten sich hauptsächlich an Intels Produkten. Die Konkurrenz teilte sich das, was übrig blieb und das war nicht viel. Offensichtlich war es Intel aber dann doch zu viel. Nach den erfolgreichen Pentium I Chipsätzen, deren Ära mit dem HX endete, lies Intel die Produktion der Pentium I CPUs im 3.Quartal 1997 auslaufen. Geboren war zum Jahresanfang, der Pentium II. Mit einer völlig neuen Bauform, der Slot 1 Variante, trennte sich Intel vom Sockel 7. Die offizielle Begründung lautete, daß die Bauform der Sockel CPUs ausgereizt sei, und nur der Wechsel zur Slot 1 CPU, mehr Geschwindigkeit bringt und neue Techniken einsetzbar seien.

Soviel zum offiziellen Statement. Der Nebeneffekt, daß es der unliebsamen Konkurrenz nicht gestattet war, Slot 1 CPUs zu clonen, wie auch evtl. die anmaßende Vermutung, daß es ohne Intels Ideen nicht ginge, drängte doch sehr stark den Verdacht auf, daß die Konkurrenz damit zerschlagen werden sollte.

Intel präsentierte im 1. Quartal 1997 den zum Pentium II entwickelten LX-Chipsatz. Wie zu erwarten war, verkaufte sich der Pentium II, wie auch der LX-Chipsatz hervorragend. Eigentümlicherweiße entwickelte AMD und VIA nun aber im Laufe der Zeit immer mehr Eigeninitiative. Während die Clone CPUs von AMD und Cyrix (K6 300 wurde letztmals im April 98 hergestellt, Cyrix MII 333 letztmals im Juni 98) erst mal noch eine Zeit gebaut wurden, folgten dann aber eigene Weiterentwicklungen auf Basis der Sockel 7 CPUs, mit Befehlserweiterungen, welche dann auch nach und nach im PC Bereich als kostengünstigere Alternative zu intels Produkten ihren Absatz fanden. Die AMD und Cyrix CPUs wurden wegen ihrer schlechten FPU Einheit vielfach belächelt. Gerade Cyrix Prozessoren fanden ihre Daseinsberechtigung gerade noch im Office-Anwendungsbereich. AMD lieferte danach seinen K6-2 und die spätere beliebte K6 III CPU nach. VIA und ALi produzierten die dazu passenden Chipsätze. Eigentlich sehr eindrucksvoll hatte AMD damit die Intel Aussage wiederlegt, daß eine Weiterentwicklung der Sockel 7 CPUs nicht möglich sei. Der K6 III wird zum Ende des Jahres auslaufen, somit fast 4 Jahre später, als Intel das Ende der Sockel 7 Prozessoren prophezeite.

Und dann kam er. Im April 1998 startete Intel den Verkauf seiner PII CPUs mit 100 Mhz Front Side Bus. Den dazu entwickelten Chipsatz nannte Intel BX -und der hatte es in sich. Von Anfang an bot dieser Chipsatz eine erstklassige Stabilität und Performance und entpuppte sich als Kassenschlager. Noch immer werden heute BX-Boards recht hervorragend verkauft. Aber auch hier ist das Ende noch in diesem Jahr zu erwarten. Während die Chiphersteller der Konkurrenz sich fast ausschließlich um die Produktion und Weiterentwicklung von Sockel 7 Chipsätzen kümmerte, wagte VIA es, einen PII Chipsatz, als direkten Konkurrent zu Intels BX Ende 1998 vorzustellen. Das Ergebnis dieses VIA Apollo Pro war zu erwarten. Mäßige Performance, weit hinter Intels BX und immense Instabilitäten und Inkompatibilitäten zeichneten diesen Chipsatz aus.

Gleichzeitig entstand ein ganz anderes Problem. NVIDIA hatten ihre TNT 1 Karten auf den Markt gebracht. Während diese, betrieben in Intels BX (auch LX)-Boards, zur Höchstform aufliefen und alle anderen Grafikchips in den Schatten stellten, zeigten sich plötzlich in vielen Sockel 7 Mainboards, wie auch auf den Slot 1 Boards mit VIA Apollo Pro, ungeahnte Probleme. Von Abstürzen über Einfrieren des Desktops, bis hin zu Bootverweigerungen, war alles vertreten. Die meisten Probleme liesen sich nach und nach durch Biosupdates seitens der Chiphersteller und überarbeitete Treiber beheben. Hauptschwierigkeit lag ganz offensichtlich an den Teils zu schlecht mit Spannung versorgten AGP-Slots dieser Mainboards.

Aber wieder wurde durch diesen Umstand, Intel ins Licht gerückt, einzig wahrer Hersteller von qualitativ hochwertigen und unproblematischen Chipsätzen zu sein. Und wiederum ein Argument dafür Intel Produkte zu kaufen. Der BX blieb der Renner.

Der Höhepunkt von AMDs Eigeninitiative wurde dann im August 1999 erreicht. AMD stellte ihre erste Eigenentwicklung von Grund auf vor -den Athlon- und der glänzte, unter Verwendung des von AMD eigens entwickelten Chipsatzes Irongate- mit hervorragenden Werten. Auch die lange belächelte FPU Schwäche war verschwunden. Intel hatte, mit seiner 1997 getroffenen Entscheidung, ohne es zu ahnen, einen ernstzunehmenden Gegner geboren.

Die Gegenwart

Die Athlonfangemeinde wuchs stetig an. Erst sehr langsam und mit Bedacht und Vorsicht, heute aber wird AMDs K7 als Garant für Geschwindigkeit gesehen und nach wie vor, halten sich die unterschiedlichen Fangemeinden, gegenseitig Benchmarkergebnisse unter die Nase, um zu belegen, wer denn nun wohl der schnellere Prozessor ist.

Intel geriet unter Zeitdruck. Die Entwicklungen für den Low-Cost Bereich, mit dem i810 Whitney Chipsatz, mit integrierter Sound- und Grafikeinheit, konnte einfach gegen die auch kostenmäßig vergleichbaren K6 III Chipsätze, keinen erheblichen Boden gutmachen. Intel hatte, wage ich vorsichtig zu behaupten, einen Flopp. Manche Hardwarehersteller behaupten, daß dies bereits bedingt durch den fehlenden ISA-Slot begründet sei und sich Boards mit dem Chipsatz damit, vermutlich, viel besser verkaufen würde.

Der nun schon in die Jahre gekommene BX-Chipsatz brauchte einen Nachfolger. Auch standen die Pentium III Prozessoren mit Coppermine Kern und 133 Mhz FSB Unterstützung vor der Tür. Intel wollte oder konnte den BX dafür nicht tauglich machen. Dem BX fehlt leider bis heute ein AGP Divider von 1/2, um die AGP-Spezifikation von 66 MHZ einzuhalten. Ferner fehlten ihm auch die Features der Konkurrenz Chipsätze wie AGP 4x und UDMA 66 und auch bei diesem Chipsatz trennte sich Intel gänzlich vom ISA-Bus.

Dann präsentierte Intel den i820 Chipsatz aka Camino und ein Drama fand seinen Anfang. Mit einer Überzeugung, alle Ideen, ob gut oder nicht, durchsetzen zu können, warf Intel die SDRAM-Kompatibilität über Board und verkündete, daß Geschwindigkeit nur noch mit Rambus Inc. RDRAMs möglich sei. Der neue Chipsatz sollte nur noch mit diesen Modulen betrieben werden. In der Tat belegten erste Tests, daß die Boards in dieser Ausführung, Geschwindigkeitsvorteile gegenüber dem BX hatten. Jedoch wollte sich erstmals der Endverbraucher nicht dazu bewegen lassen, horrente Summen für die RDRAMs von Rambus zu bezahlen.

Um einen weiteren markanten Flopp zu vermeiden, mußte eine Übersetzungschnittstelle, von RDRAMs zu SDRAMs her. Der MTH (Memory Translation Hub) wurde geboren. Das Unheil nahm seinen Lauf. Die Boards mit Camino Chipsatz und SDRAM Unterstützung zeigten eine "miserabele" Geschwindigkeit. Die zum Vergleich herangezogenen Boards von VIA vorgestellten Chipsätze VIA Apollo Pro 133 konnten damit schon fast Schritt halten und die BX-Boards schlugen diese mit MTH versehenen Motherboards, zumindest was die 100 Mhz FSB-CPUs anging, um Längen.

VIA schob kurze Zeit später eine neue Revision des Apollo Pro 133, mit der Kennzeichnung 133A hinterher und diese waren bereits von Begin an schneller, als die Camino Boards mit SDRAM und konnten sich zumindest annähernd mit den BX-Boards messen. Die Konkurrenz holte immer weiter auf. Erst vor kurzem tauchten dann letztlich noch RAM Tuning Programme auf, welche den VIA Boards mit dem jüngsten Apollo Pro 133A Chipsatz, dann eine BX ebenbürtige Performance boten. Jüngst warten die entsprechenden Hersteller der Mainboards mit Performance-Biosupdates auf, was die Boards den BX-Konkurrenten im 100 Mhz Bereich gleich stellt, ja teils sogar überbietet.

Bei den CPUs mit 133 Mhz FSB, darf der BX sollte fairerweise nicht als Vergleich dienen, da hier bereits seitens VIA der entsprechende AGP-Divider 1/2 geboten wird und bei 133 Mhz FSB auch der SDRAM entsprechend schneller getaktet wird. Dennoch, die BX-Liebhaber tun es trotzdem und müssen überwiegend, wegen des ausserhalb der Spezifikation betriebenen Chips, sämtliche Timings hinsichtlich CPU, Grafikkarte und RAM äußerst moderat (eher langsam) einstellen, wodurch die Performance erheblich einbricht.

Aber zurück zum Camino-MTH Debakel. Nicht nur die vielen Beschwerden von Nutzern der Camino Boards mit MTH, daß diese äußerst langsam seien, nein auch Beschwerden über Instabilitäten und damit verbundene Abstürze, häuften sich. Anfangs, durch die Boardhersteller, auf andere Komponenten als Ursache der Probleme abgestellte Erklärungen, bestätigten sich nicht. Es stellte sich dann heraus, daß das Problem im MTH lag. Ein Fehler, der dann zu den Abstürzen führte und der Intel, nach zögerlichem Eingestehen, wie auch die Hersteller entsprechender Mainboards, bisher eine Menge Geld gekostet hat und noch kosten wird.

Erst vor wenigen Tagen, hat Intel den Nachfolger i820e vorgestellt. Der überarbeitete Chipsatz, welcher mit dem fehlerbereinigten MTH aufwartet ünterstützt nun auch noch das neue ATA 100 Interface, welches bedingt durch den ICH2 eigentlich nur für den Solano II Chipsatz seitens Intel vorgesehen war. Vielleicht wurde dieses Feature auch nur deshalb noch hinterher geschoben, weil sich sonst vielleicht die Frage gestellt hätte, wer diesen Chipsatz noch haben möchte. Ein weiterer Intel Flopp und die Aussage, daß nur seitens Intel qualitativ hochwertige und stabile Chipsätze hergestellt würden, ist nicht mehr haltbar.

Intel schiebt nun den Solano hinterher. Dieser sollte bereits schon früher erscheinen, doch es gab wieder Komplikationen weshalb der Start immer wieder verschoben wurde. Anfänglich wurde sogar mit dem Gedanken gespielt, den Solano komplett zu canceln und lediglich den überarbeiteten Solano II zu bringen. Nunmehr wird er dann aber gleich in beiden Ausführungen erscheinen, also Solano (i815) und Solano II (i815e). Eigentlich bieten diese Chipsätze nicht viel neues gegenüber dem direkten Konkurrenten VIA Apollo Pro 133 A, mit Ausnahme der Tatsache, daß der Solano II bereits den ATA 100 Festplattenmode unterstützen wird. Dies aber nur oberflächlich betrachtet und die neue Architektur ausser acht gelassen. Und was denn die neue Architektur wirklich bringt, das müssen uns die fertigen Serienboards erst anhand ihrer Performance zeigen.

Aber Vorsicht Intel, auch die anderen Hersteller waren die letzten Monate nicht untätig und auch hier wird die Konkurrenz hartbleiben.

Der Irrsinn

Oben hatte ich die Aussage "instabil" getroffen. Was ist eigentlich Instabil? Nein, daß sind keine schlecht verlöteten Teile auf einer Grafikkarte oder einem Mainboard, wie der Name eigentlich vermuten lässt. Es ist nichts anderes als ein Fehler der im laufenden PC Betrieb auftritt und zu Aussetzern oder Abstürzen führt. Verursacht werden diese entweder durch Software oder durch eine schlechte/fehlerhafte Kommunikation der Hardware untereinander, wobei diese Kommunikation jedoch auch wieder über eine Software erfolgt.

Ist zweiteres der Fall, kann man in der Regel mittels Biosupdates weiterkommen, ist ersteres der Fall, müssen entsprechende Patches seitens der Hersteller für das Problem eingespielt werden.

Nun gut, bevor ihr mich zerreisst, gestehe ich ein, daß es nicht ausschließlich Softwareprobleme sind, die Verantwortung tragen. Es gibt auch echte Hardwareinkompatibilitäten, z.B. bedingt durch neue Spezifikationen im Bereich der Spannungsversorgung. Aber seit den bekannten Eklats, wird darauf auch penibeler geachtet und im Vorfeld versucht klarzustellen, unter welchen Bedingungen die neuen/angebotenen Komponenten betrieben werden können.

Aber wieso tauchen gerade bei VIA und AMD so häufig diese Probleme, genannt Instabilität, auf? Mag es daran liegen, daß sich die Softwarehersteller, sei es Betriebssystem Hersteller Microsoft oder die Produzenten irgendeiner Anwendungssoftware doch zu häufig an Intels Produkte anlehnen, ja teils sogar auf diese optimieren? Ich denke diese Frage kann man, zumindest teilweise, bejahen. Aber auch die Hersteller dieser Produkte, werfen teils ihre Neuerscheinungen einfach zu früh, aus Zeitgründen, in den Markt und lassen den Endverbraucher Betatester spielen. Nachbesserungen gibt’s danach am laufenden Band.

Aber würden die Hiobsbotschaften oder die teils absichtlich schlechten Kritiken mal ein wenig objektiver dargestellt werden, und die Problemhintergründe am Einzelfall aufgezeigt und verdeutlicht werden, dann würden die Anwender unter Umständen am meisten davon profitieren. Bislang haben alle (außer Intel) doch am meisten davon profitiert, daß AMD mit seinem Athlon, einen würdigen Konkurrenten geschaffen hat (trotz einiger Instabilitäten).

Wieso? Schauen wir uns doch einfach mal die Preisgestaltungen von Chipzilla der letzten Monate an. Intel schiebt eine Preissenkung der anderen hinterher um so Unentschlossene zum Kauf der eigenen Produkte zu bewegen. VIA's profitieren wurde uns erst vor ein paar Tagen anhand der Umsatzzahlen der letzten 12 Monate bewiesen. VIA verzeichnete einen Verkaufszuwachs von 308 % in 12 Monaten. Das rührt mit Sicherheit nicht daher, daß dort minderwertige Ware hergestellt wird!

Aber alles das scheint egal zu sein. Es sieht so aus, als wenn immer ein Haar in der Suppe gefunden werden muß.

Nehmen wir uns einmal Aldi, welche mit ihrer umstrittenen Verfahrensweise, zwischen Lebensmitteln auch PC-Hardware anzubieten, für starke Preissenkungen im PC-Bereich beitrugen. Deren letztes Sonderangebot, war ein moderner PII 667 mit 133 Mhz FSB und einem Board mit VIA Apollo Pro 133A ausgestattet. Inzwischen wurde es praktisch zum Sport für die PC-Magazine (und auch ein auflagensteigerndes Argument), diese PCs zu testen. Als ich hier den Test des PC-Praxis Redakteurs jedoch lass, mußte ich vor Ärger fast Galle spucken.

Da wird auf 2 DIN A4 Seiten der PC in allen Einzelheiten beschrieben, von der Wahl, der Zusammensetzung und dem Betrieb her gelobt. Und dennoch, es hat zumindest den Eindruck, daß ein Testbericht ohne Kritik am zu testenden Objekt, einfach nicht sein darf. Gibt es nichts zu kritisieren, dann muß das oben erwähnte Haar in der Suppe einfach ge(er)funden werden. Der Redakteur nannte dieses Haar schlicht und Einfach VIA Apollo Pro 133A. Er bemängelte, daß man zu einem Board mit diesem Chipsatz gegriffen hat. Als Begründung für die Kritik, führte er Performanceprobleme an und diese auf den VIA Chip zurück. Warum erklärte er allerdings nicht.


Ich stellte ihm deshalb die bis heute unbeantwortete Gegenfrage per Mail: welche Alternative würden sie anbieten?

  • ein BX-Board mit einer 100 Mhz FSB CPU, damit man darüber nörgeln kann, daß dies ja schließlich nicht mehr das aktuellste sei?
  • ein Camino Board mit MTH und PIII 667 Mhz um dann zu bemängeln, daß es nicht das schnellste sei?
  • ein Camino Board mit RDRAM, welcher denn zu einem nicht realisierbaren Preis angeboten worden wäre, um dann zu schreiben, Aldi wird teuerer?

Nein, nein, liebe Kollegen, dann sollte man doch einfach nichts suchen, wenn nichts zu finden ist!

Nur damit an dieser Stelle kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin keinesfalls ein Verfechter von Aldi-PCs und auch keinesfalls Liebhaber von VIA Chipsätzen. Ich selbst bin ein "VIA gebranntes Kind", welches das oben beschriebene TNT-AGP Problem des VIA Apollo Pro seinerzeit am eigenen Leib erfahren durfte. Danach hatte ich mir geschworen, nie wieder einen alternativ Chipssatz zu Intel zu nehmen. Jedoch bin ich auch objektiv und die Aussage, "man sollte nie nie sagen", hat sich mal wieder bewahrheitet.

Nach dem ich bereits 4 Boards mit Intels BX Chipsatz lange testen konnte und auch sehr zufrieden damit war, kann ich heute objektiv sagen, daß der mir nun zur Verfügung stehende VIA Apollo Pro 133A, nicht weniger zufriedenstellend ist. Ja, die beiden Boards mit diesem Chipsatz, welche bei mir werkelten, machten mir Anfangs schon Mühe, aber muß man sich bei einem neuen Auto nicht auch erst mal an das Kupplungsspiel und die Gangschaltung gewöhnen? Ich kann nach hinreichenden Tests mit ruhigem Gewissen die Aussage aufstellen, daß die Performance mit den BX-Boards gleich auf, sogar teils überlegen ist, auch wenn andere "namhafte" Seiten, nach wie vor das Gegenteil behaupten.

Ich muß mich doch dort nur immer wundern, wieso Tests gleicher Hardware, bei mir vollkommen andere Ergebnisse belegen, als bei den Kollegen der Konkurrenz. Ja, die Auswahl des richtigen Benchmarkprogrammes, macht es möglich. Nehmen wir ein auf BX optimiertes Benchprogramm, ja was wollen wir dann für Ergebnisse erwarten? Per Mail nachgefragt und nie eine Antwort gekriegt -oder eine, aus der man keine Schlußfolgerungen ziehen kann,.... was soll man da kommentieren.

Schließlich sind da noch Schlagzeilen, wie "ABIT's Fehlgriff", die durch die Online Presse in Windeseile ziehen. Nun exakt dazu kann ich selbst keine Verlgeiche anstellen, wundere mich doch aber sehr darüber, daß ehemalige BX-Anwender, exakt mit diesem Board, ohne Probleme und höchst zufrieden arbeiten. Sollte es vielleicht daher rühren, daß ein Test, um möglichst aktuell und schnellst möglich berichten zu können, nicht zu lange Zeit in Anspruch nehmen darf und deshalb in windeseile vorgenommen wird? Wird den Problemen überhaupt noch auf den Grund gegangen? Ich denke meine Antwort darf ich mir hier sparen!

Mein Gott, wir sind schon eine BX geschädigte Gemeinde....

 


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