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Temperaturüberwachung nach dem Übertakten

Temperaturüberwachung nach dem Übertakten

Nach erfolgreichem Overclocking stellt sich immer wieder die Frage, hält meine CPU das durch und wie sieht es mit der Temperatur aus? - Ist noch alles im grünen Breich?

Gerade jetzt, wo uns wieder die heißen Sommermonate vor der Tür stehen, werden unsere Lieblinge mehr ins schwitzen kommen als zuvor. Temperaturüberwachung ist durchaus wichtig, aber woher weiß man, welche Temperatur in Ordnung ist und welche ist zu hoch?

Damit befassen wir uns in diesem Artikel.

Arten der Temperaturüberwachung

Fast alle modernen Mainboards werden mit einer Temperaturüberwachung ausgeliefert (zumindest ist mir kein Hersteller bekannt, der das nicht tut). Hier unterscheiden sich allerdings die Methoden und diese wiederum unterscheiden sich in ihrer Zuverlässigkeit.

Ich kenne 3 diesbezügliche Methoden:

  1. Das Auslesen der DIE-Thermal-Diode - hier liefern alle neueren Intel CPUs über einen Pin, den exakten Kernwert, welcher dann durch einen Sensor im Slot 1 oder Sockel des entsprechenden Boards ausgelesen wird.

  2. Mittels eines Thermal-Kabels, welches am entsprechenden Anschluß des Boards aufgesteckt wird und mit dem Temperatursensor des anderen Kabelende im Bereich des Kühlkörpers, oder des Prozessors befestigt wird.

  3. In der Nähe der CPU, befindet sich auf dem Mainboard ein Temperatursensor, welcher Werte über die Wärmeentwicklung im Bereich der CPU liefert.

Methode 1 setzt aber prinzipiell voraus, daß die CPU den entsprechenden Wert auch über den Pin liefern kann. Ist dies nicht der Fall, hilft letztlich nur die 2. Methode.

Wie man sich nun schon denken kann, ist die erste Methode die sicherste, immer vorausgesetzt, daß das Board exakte Werte liefert. Intel nennt diesen Wert T-Junction oder Thermal Plate Temperature. Bei Methode 2, wird lediglich die Oberflächentemperatur und nicht die Kerntemperatur gemessen; diese Methode ist ebenfalls brauchbar, wenn auch nicht so genau. Intel spricht dabei von der "Cover-Temperatur". Letztere Methode, welche auch eher seltener anzutreffen ist, ist m. E. die unsicherste und unexakteste Methode. Hier hat man immer nur Schätzwerte.

  • Bekannteste Vertreter der ersten Methode ist z.B. ASUS, die dies schon seit einiger Zeit in ihren Mainboards integrieren. Andere, wie auch SOYO, ziehen zwischenzeitlich nach. Die Kabelmethode wurde z.B. von ABIT praktiziert (zwischenzeitlich bieten aber auch dort alle aktuellen Boards die DIE-Auslesung), während ich letztere Methode lediglich auf einem MSI-Board und einem älteren FIC-Board antraf.

    Hier sei zu erwähnen, daß gerade ASUS sehr häufig von Usern vorgeworfen wird, daß die Temperaturauslesung, vollkommen falsche Werte liefern würde. Ich persönlich habe ähnliches erfahren. Während die ASUS P3V4X mir immer Werte um die 40-48°C (je nach Auslastung) lieferte, bot mir bei gleicher Belastung die SOYO Platine Werte zwischen 52 und 60°C, was ich anhand Intelspezifikationen und auf Grund der massiven Übertaktung, für durchaus realistischer hielt.

Also auch hier darf man sich nicht blind auf die Angaben verlassen!

Anzeige der Temperatur

Zu dem entsprechenden Bios Punkt, welcher sich in der Regel "PC-Health-Monotoring" oder ähnlich bezeichnet und dort die entsprechend ausgelesenen Werte abgibt, legen die Mainboardhersteller meist noch ein Windowsutility bei. Hier gibt es die verschiedensten Vertreter, wie z.B. den Mainboardmonitor, welcher sehr beliebt ist, oder den Hardwaredoctor (ABIT/SOYO). Asus liefert sein Utility PC-Probe mit, welches mir sehr gut gefiel, da es zusätzlich noch ein Cool-Down-Utility, ähnlich dem bekannten CPU-Idle, integriert hatte.

Diese Utlities geben dann neben der CPU-Temperatur auch noch andere Werte aus, wie z.B. die Systemtemperatur. Dabei handelt es sich um die Werte des Chipsatzes, welcher auch nicht zu heiß werden sollte. Ich bin mir allerdings bis heute noch nicht ganz im klaren darüber, ob diese Wertangaben exakt sind, da ich dort so gut wie nie größere Schwankungen antraf.

Ansonsten liest man dort dann noch die nützlich Angaben über Spannungen der V-Core oder aber auch der I/O ab.

 

Nicht jedes der Utilities funktioniert mit jedem Board. So war es mir z.B. nicht möglich, den Motherboardmonitor mit der SOYO zu verwenden. Auch beim Hardwaredoctor gibt es verschiedenste Versionen. Dies rührt daher, daß auf den Boards verschiedene Chips zum Auslesen der Werte verwendet werden und die Utilities meist auf einen dieser spezialisiert sind. Treffen sie diesen nicht an, ist ein Auslesen nicht möglich.

Werte vergleichen

Nun haben wir die Werte, aber noch immer nicht Aufschluß darüber, ob diese im Toleranzbereich liegen oder nicht. Hier gebe ich nachstehend 3 Links zur Intelhomepage auf:

Dort sind alle produzieren Intel CPUs dieser Serien aufgelistet und zwar nach ihrer Spec-Nummer. Die Spec-Nummer findet sich auf der jeweiliegen CPU. Bei Secc 1 und Secc2 Bauweise (Slot 1), steht sie in aller Regel auf der Gehäuseoberseite des Prozessors, bei PGGA oder FCPGA-CPUs findet sie sich auf oder unter der CPU.

Die Spec-Nummer ist in der Regel problemlos zu identifizieren, da es eine relativ kurze Buchstaben und Zahlenfolge ist wie z.B SL2W8 oder SL3RD usw.


Ruft man nun unter den entsprechenden Adressen seine CPU-Baureihe auf, so listet Intel dort die entsprechenden Spezifikationen und insbesondere die Temperaturwerte für T-Junction und Covertemperatur auf. Liest man die Kerntemperatur aus, vergleicht man den Wert mit der T-Junction oder Thermal-Plate-Temperatur, liest man lediglich mittels Fühler aus, vergleicht man seine Temperatur mit der Covertemperatur. Voila -jetzt wissen wir es genau.
 
Hier links am Beispiel eines PII -dem legendären SL2W8 -Bennenung lautet hier jedoch Thermal Plate Temperature, statt T-Junction, wie nachstehend am Bild des Pentium III(rechts) :
Die Athlon-User unter den Lesern, bitte ich natürlich vielfach um Entschuldigung, daß diese hier nicht behandelt wurden. Leider ist mir nicht bekannt, daß AMD etwas ähnliches bietet, allerdings sind die Erfahrungswerte unsererseits auch nicht so groß. Sollten ich auf etwas vergleichbares stossen, liefere ich selbstverständlich promt nach.
Peter   April 2000 
(c ) 2000 Hard Tecs 4 U

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