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Windows2000 und UDMA

Ihr betreibt UDMA-Geräte unter Win2000 an einem aktuellen Mainboard mit UDMA66- oder UDMA100-Controller und wundert Euch über ruckelnde DVD's bei 100% Prozessorlast und Buffer-Underruns beim Brennen, die Ihr unter Win9x nie hattet? Euer neuer schneller IBM-Festplattenrenner ist lahm geworden und läuft trotz UDMA-Einstellung in BIOS und Win2000 nur im PIO-Mode 4? Dann habt Ihr, möglicherweise ohne es bereits zu wissen bemerkt, dass Win2000 nicht ohne weiteres UDMA kann und schon gar nicht UDMA100. Die nachfolgend beschriebene Problematik scheint übrigens nicht ältere Boards mit "nur" UDMA33-Controllern zu betreffen (z.B. BX-Boards).

Ein Blick in den Gerätemanager (zu erreichen über "Arbeitsplatz", "Systemsteuerung" und "System", im "Gerätemanager" dann auf die IDE-Kanäle klicken) zeigt, dass beide IDE-Kanäle im Register "Erweiterte Einstellungen", Menüs "Übertragungsmodus" und "Aktueller Übertragungsmodus", trotz der Einstellung "DMA, wenn verfügbar" nur im PIO-Modus betrieben werden, obwohl UDMA-fähige Laufwerke dranhängen:

Das Problem ist schlicht und ergreifend, dass der UDMA-Modus unter Win2000 per Registry-Eintrag manuell aktiviert werden muss, sonst läuft er nicht! Dazu gibt man im "Startmenü" unter "Ausführen..." den Befehl "regedit" ein, wonach sich der Registrierungseditor öffnet. Dort sucht man den Schlüssel

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Class\ {4D36E96A-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}\0000

auf, weil dort ein neuer Eintrag vorgenommen werden muss. Nach einem Klick mit der rechten Maustaste auf das rechte Fenster des Registrierungseditors wählt Ihr unter "Neu" die Option "DWORD-Wert" und gebt dem neuen Eintrag den Namen "EnableUDMA66" (ohne Anführungszeichen und ohne Freizeichen!). Danach müsst Ihr einmal auf den Eintrag doppelklicken und ihm unter "Bearbeiten" den Wert "1" zuweisen (ob "hexadezimal" oder "dezimal", ist völlig egal). Das Ergebnis sollte dann so aussehen (der Eintrag steht links vom Mauszeiger):


zum Vergrössern klicken

Danach schließt Ihr den Registrierungseditor wieder und startet den Rechner neu. Jetzt sollten zumindest alle UDMA33- und UDMA66-Laufwerke auch in diesen Modi laufen, was Ihr mit einem erneuten Blick in den Gerätemanager nachprüfen könnt:

Anstelle von "EnableUDMA66" kann man übrigens auch "EnableUDMA100" in die Registry eintragen, das funktioniert genauso. Und jetzt kommt der Hammer: Trotz dieses Tricks laufen UDMA100-Festplatten weiterhin nur im PIO-Mode - egal, welcher dieser beiden Einträge in der Registry steht. Um auch die modernen UDMA100-Festplatten unter Win2000 im UDMA-Modus ans Laufen zu kriegen, muss deren Interface auf UDMA66 runtergestellt werden. Dazu bieten die Festplattenhersteller entsprechende Tools zum Download an. Diese werden auf eine bootfähige Diskette kopiert und ermöglichen unter reinem DOS (nicht im DOS-Modus von Windows!) den erforderlichen Downgrade des Festplatteninterfaces auf UDMA66. Dieser Eingriff ist natürlich voll reversibel, sodass nach einem späteren Win2000-Bugfix das Interface wieder auf UDMA100 zurückgestellt werden kann. Auf der Festplatte befindliche Daten werden bei diesen Operationen übrigens nicht gelöscht, die Hersteller empfehlen natürlich aus Sicherheitsgründen trotzdem vorher ein Backup.

Glücklicherweise bedeutet auch bei den schnellsten derzeit erhältlichen IDE-Festplatten der UDMA66-Modus keine Leistungsbremse - es sei denn, dass zwei dieser Platten an einem IDE-Kanal hängen und sich dessen Bandbreite teilen müssen. Die Umstellung vom prozessorlastigen PIO-Mode auf UDMA merkt man hingegen bei allen Laufwerken sehr deutlich.

Das Problem konnte von uns mit einem DVD-ROM, einem Brenner und einer IBM DTLA - Festplatte sowohl bei einem Athlon-Mainboard mit VIA KT133 als auch einem i815E-Mainboard für den PIII nachvollzogen und wie oben beschrieben gelöst werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch UDMA100-Festplatten anderer Hersteller dieses Problem unter Win2000 haben. Daher findet Ihr hier die Links zu den angesprochenen Tools, mit denen das Festplatteninterface im Bedarfsfall auf UDMA66 runtergedreht werden kann:

IBM
Seagate
Quantum
Samsung
Western Digital

In dieser Liste fehlen Maxtor und Fujitsu. Das liegt daran, dass Maxtor lediglich ein Tool zum Upgrade von UDMA66 auf UDMA100 bei bestimmten Festplatten anbietet und sich bei Fujitsu gar nichts in dieser Richtung finden ließ.

Eine Bitte zum Schluss: Die Änderungen an der Registry von Win2000 und am Festplatteninterface sollte nur derjenige vornehmen, der genau weiß, was er da tut. Sonst droht eventuell die Windows-Neuinstallation oder Datenverlust. Ein Hardwaredefekt dürfte jedoch unwahrscheinlich sein. Im Zweifel lasst Euch einfach von einem Kumpel helfen. Gerüchteweise will Microsoft die gesamte Problematik mit dem Service Release 2 für Win2000 aus der Welt schaffen. Mal sehen, wann das für die deutsche Version verfügbar sein wird... Übrigens trat die UDMA-Problematik nach Auskunft eines unserer Kollegen unter der von ihm verwendeten US-Version von Win2000 nicht auf - no comment.

Viel Erfolg!

Update 29.01.01
Um euch ein wenig Arbeit und Suchen im Windows Registrierungseditor zu ersparen, hat unser Roman einen passenden Registry-Patch erstellt. Ihr müsst diesen nur runterladen und auf die Datei doppelklicken. Die Windowsanfrage zur Verarbeitung der Informationen in der Registrierungsdatei ist dann lediglich noch zu bestätigen.

Volkmar, 25.Januar 2001
© Hard Tecs 4U

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