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AMD und Intel im Praxisvergleich

Die korrekte Testumgebung

Die vollständig korrekte Testumgebung gibt es natürluch nicht und wird es nie geben - und daraus sind die heutigen, klinischen Testaufbauten eigentlich erst erwachsen. In vielen Fällen führt dies auch zu keinen Problemen oder Fehlentscheidungen. Nimmt man sich z.B. einen Grafikkartenvergleich, so steht natürlich von vornherein fest, dass der Leistungsvergleich zwischen Grafik-Chips ausschließlich über Benchmarks erfolgen kann. Ob diese nun auf einer klinischen Testumgebung, oder einer Arbeitsumgebung aufgesetzt werden, spielt im Prinzip keine Rolle, solange die Konstellation die gleiche bleibt. Der Grafikprozessor hat seine ganz bestimmte Aufgabe, die er zu erledigen hat.

Anders sieht dies allerdings aus, wenn wir uns Prozessorenvergleiche nehmen, denn die Aufgabenvielfalt der Prozessoren ist immens. Will man ausschließlich beurteilen, welche Leistung in den Recheneinheiten der unterschiedlichen CPUs stecken, so kann man sich einer klinischen Testumgebung samt LowLevel-Benchmarks bedienen. Doch diese Resultate werden dann eben niemals auf den Anwender und seinen persönlichen Einsatz umzulegen sein. Was nutzt es also, einen Grafikkarten-Benchmark in LowQuality und 640er Auflösung zur Bewertung von Prozessoren zu verwenden?

Nun, man eliminiert die Grafiklast und nimmt überwiegend die Leistung der Grafikkarte aus der Gleichung und kann anhand des Resultates herausfiltern, welche CPU in der Theorie schneller ist. Aber das hilft dann wiederum dem Anwender nicht. Dieser wird ein aktuelles 3D-Spiel selbstverständlich in höchstmöglicher Auflösung und mit bestmöglichen Filtermodi verwenden. Und was kann der Anwender denn dann aus diesem Vergleich für sich mitnehmen, um eine Entscheidung zu treffen, welches Produkt er nun kaufen soll? Nichts!

Aus diesem Blickpunkt werden dann auch unsere "praxisnahen" Grafikkartenbenchmarks unter 1024x768 ad absurdum geführt, denn hier gelten die gleichen Unwägbarkeiten:

  • Die Auflösung kommt seltener (oder nicht) zum Einsatz.
  • Filtermodi sind nicht aktiv.
  • Die Testumgebung ist mit keiner Arbeitsumgebung vergleichbar, da keine Hintergrundapplikationen oder sonstige Anwendungen aktiv sind.

Damit stellt sich die Frage, wie sich die Erfahrungen aus klinischen Testumgebungen auf die Praxis umlegen lassen, denn Bilder wie das nachstehende, sind keine Seltenheit:


AMD und Intel im Praxisvergleich


Wir haben Leser befragt, was bei diesen beim Spielen noch so alles auf dem Rechner aktiv ist. Die wenigsten gaben an, reine Offline-Player zu sein und grundsätzlich alles vor dem Spielen zu deaktivieren. Bei den meisten findet sich als Minimum ein Virenscanner und eine Software-Firewall aktiv im Hintergrund. Viele Anwender haben zu dem noch Monitoring-Software am Laufen. Chatprogramme à la ICQ oder IRC sind fast immer aktiv, Browserfenster in aller Regel offen.

Das wiederum brachte uns auf Intels Hyper-Threading Technologie. Erstmals Ende 2002 für den Desktop-Bereich vorgestellt, versprach Intel seinerzeit, dass nicht nur Multi-Threaded geschriebene Anwendungen von HT profitieren, nein auch Multi-Tasking sollte schneller und komfortabler werden. Und in der Tat, 2002 erlebten wir beim Start eine Fülle von Artikeln, die sich dann auch mit dem Thema in praxisnahen Tests auseinandersetzten und Intels Prognosen bestätigten. Zwei Jahre ist es her und wir können uns nicht erinnern, wann der letzte Hyper-Threading Test in einem Prozessorvergleich angestellt wurde.


AMD und Intel im Praxisvergleich


Klar, wir Magazine verwenden ja Video-Encoding Testprogramme, welche auf Multi-Threaded Applikationen reagieren und auch die meisten der professionellen Rendering Programme sind dazu in der Lage. Aber es finden sich keinerlei Multi-Tasking Tests für den Bereich Hyper-Threading mehr. Warum? Das ist einfach zu erklären: Es ist zu aufwändig und man hat ja grundsätzlich zu wenig Zeit. Doch ist genau das eben praxisnah, wie wir meinen. Also haben wir auch diesen Punkt mit auf unsere heutige "To-Do-Liste" gesetzt.

Nach diesen Zeilen sollte langsam jedem unser Verdacht klar geworden sein:

  • Spiele werden in hoher Auflösung und/oder Filtermodi gespielt, teils mit vielen Hintergrundapplikationen und sollten in den meisten Fällen dann die Grafikkarten und nicht nur den Prozessor fordern.
  • Arbeiten mit dem Computersystem erfolgt in den seltensten Fällen mit einer Single-Applikation. Zumeist sind mehrere Anwendungen gleichzeitig in Betrieb, wenn auch eher selten zwei Vollast-Anwendungen gleichzeitig.

Ergo würde sich in einem praxisnahen Test vermutlich ein völlig anderes Bild einstellen, als in unseren (und anderen) klinischen Testumgebungen.



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