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Der Spamfilter von Mozilla 1.3


Im Gegensatz dazu, daß die Filter-Funktion selbst keinerlei Einstellungen vom Benutzer verlangt, muß der nun aktive Spamfilter aber erst einmal trainiert werden. Dazu muß der erst einmal "nackte" Filter nun mit vorhandenen Mails gefüttert werden, welche aber vorher vom Benutzer in "Junk" und "nicht Junk" unterteilt wurden. Dazu durchforstet man am besten den Papierkorb des Mailprogramms nach Spam-Mails und deklariert diese mittels des Junk-Buttons als "Junk".

Danach ist es sinnvoll, die zuvor als Junk deklarierten Mails zusammenzufassen und in den Junk-Ordner zu verschieben. Danach ist der Papierkorb frei von Spam-Mails und es wird einfacher: Dann werden als letzter Schritt der Vorbereitungen einfach alle im Papierkorb befindliche Mails als "Junk-frei" deklariert, um dem Spamfilter seine Positiv-Beispiele zu geben:


Der Spamfilter von Mozilla 1.3


Das Training des Filter ist auf beiden Seiten wichtig! Denn erst mit der Information, welche Worte "gute" Mails und welche "schlechte" Mails benutzen, kann der Filter diese Mails zukünftig automatisch voneinander trennen. Wir haben unseren Filter mit 300 Spam-Mails und 2700 normalen Mails gefüttert - dies sollte eigentlich schon eine gute Ausgangsbasis sein (wir bekommen natürlich deutlich mehr Spam-Mails, die 300 Spam-Mails waren nur die aus den letzten Tagen, die 2700 normalen Mails sind alle seit Februar). Für die Übernahme der 2700 normalen Mails auf einmal in die Junkfrei-Datenbank benötigte das Programm im übrigen ca. eine Minute, was aber bei der Masse der Mails vertretbar ist.

Mit diesem Filter bewaffnet ließen wir Mozilla nun auf ein paar neu eingetroffene Mails los: Und siehe da, der Filter machte genau das, was man sich von einem Mailfilter erwartet: Die Spam-Mails wurden automatisch in den Junk-Ordner verschoben, die normalen Mails befanden sich allesamt wie regulär im Posteingang. In diesem ersten Test mit nur 10 neuen Mails gab es zudem keine einzige Falscherkennung - unser Ersteindruck zum Spamfilter in Mozilla 1.3 war somit sehr positiv.

Nun sind 10 Mails kein Maßstab, so daß wir einfach einmal drei Tage mit dem Abrufen neuer Mails gewartet haben, um diesen Versuch in größerem Maßstab zu wiederholen und somit präzisere Ergebnisse liefern zu können. Heute morgen warteten dann schon exakt 280 Mails darauf, gelesen bzw. vorher erst einmal auf Spam-Inhalte untersucht zu werden. Von den neuen Mails klassifizierte das Programm erst einmal 173 als "normal" und 107 als "Junk", die Spamprüfung der 280 neuen Mails dauerte im übrigen nur 2-3 Sekunden:


Der Spamfilter von Mozilla 1.3


Danach war die Stunde der Wahrheit angebrochen: Wieviele der 280 neuen Mails ordnete der Spamfilter falsch ein? Wichtig ist dabei vor allem, daß keine normalen Mails unter den Spam-Mails sind, eine fälschlicherweise nicht als Spam deklarierte Spam-Mail im normalen Posteingang ist dagegen kein Beinbruch. Doch die Überraschung: Von den als Spam deklarierten 107 Mails war keine einzige falsch eingeordnet. Jene 107 Mails waren alle einwandfreie Spam-Mails, womit der Filter erst einmal die allerdringlichste Aufgabe erledigt, keine normalen Mails fälschlicherweise als Spam zu deklarieren.

Von den im normalen Posteingang noch befindlichen 173 neuen Mails waren allerdings immerhin 30 Spam, also eine Fehlerquote von runden 17 Prozent von den normalen Mails bzw. runden 11 Prozent von allen eingegangenen Mails. Im Vergleich zu anderen Spam-Lösungen ist diese Quote exzellent (Mailshield kam auf locker 50 Prozent Fehlerquote im default-Modus), wobei uns natürlich nur eine 100%ige Quote wirklich zufriedenstellen kann :-). Nichts desto trotz wurde das Spam-Aufkommen wirksam bekämpft, ohne das deswegen große Umstände gemacht werden mußten und ohne daß normale Mails fälschlicherweise als Spam deklariert wurden.

Und natürlich steht der Filter immer noch ein wenig am Anfang, kann also mit der Zeit mit immer neuen Mails noch weiter dazulernen. Dazu muß man natürlich die Spam-Mails, welche doch noch im normalen Posteingang gelandet sind, auch als "Junk" markieren. An dieser Stelle ist es etwas schade, daß der Junk-Button dies zwar mit einem Klick (pro Mail) erledigt, diese Mail aber nicht auch gleich in den Junk-Ordner verschiebt, denn im Posteingang hat eine als "Junk" markierte Mail dann doch nichts mehr zu suchen.

Allerdings geht diese Funktion doch schneller von der Hand, als gedacht. Da nur noch jede 6. Mail im Posteingang eine Spam-Mail ist, fühlt man sich auch nicht so von Spammings bedrängt wie bisher, wo die Spamquote bei um die 50 Prozent lag. Nachdem man alle neuen Mails gelesen und die Spam-Mails, welche doch im Posteingang gelandet sind, als "Junk" markiert hat, kann man letztere zusammengefasst in den Junk-Ordner verschieben. Der Filter selber hat durch die Klassifizierung als "Junk" inzwischen wieder etwas dazugelernt an "guten" und "schlechten" Worten, sowie automatisch die Gewichtung der Worte angepasst. Mit den nächsten Maileingängen dürfte sich die Erkennungsquote also sehr langsam, aber stetig verbessern.


Damit können wir den Spamfilter von Mozilla 1.3 nur ausdrücklich empfehlen. Das Programm macht genau das, was man sich von einem Spamfilter erwartet: Es reduziert die Anzahl der Spam-Mails im Posteingang deutlich, ohne aber Mails fälschlich als Spam zu bezeichnen. Insbesondere bei Anwendern, welche dienstliche Post bekommen, darf letzteres niemals passieren, denn eine nicht erhaltene dienstliche Mails könnte fatale Folgen haben. Demzufolge ist es auch so hoch zu bewerten, daß Mozilla 1.3 keine einzige Mail fälschlicherweise als Spam deklarierte - daß dann auch ein paar Spam-Mails nichts als Spam erkannt wurden, ist so gesehen verschmerzbar.

Mozilla 1.3 ist wie schon erwähnt ein Komplett-Paket aus Browser und Mailprogramm und ist in deutscher Sprache hier für Linux und Windows downloadbar. Zudem bieten wir hier auch unsere Spam-Datenbank an, welche wie gesagt mit nunmehr runden 3300 Mails ziemlich gut trainiert wurde und damit auch für Einsteiger eine gute Ausgangsbasis darstellen sollte. Wie man diese einbindet, erklärt die beiliegende ReadMe-Datei zum Download.

Ob man den Mozilla-Browser nutzen will, spielt für das Mailprogramm erst einmal keine Rolle, allerdings ist der alternative Browser deutlich sicherer als der Internet Explorer - und benötigt auch nicht aller drei Tage neue Sicherheitspatches :-). Die Sicherheit des Browsers färbt auch auf das Mozilla-Mailprogramm ab, welches deutlich weniger viren-gefährdet ist als die Microsoft-Programme. Schaltet man zudem auch noch Javascript für das Mail-Programm ab (diese Einstellung betrifft dann nicht den eigentlichen Browser), so ist das Mozilla-Mailprogramm geradezu narrensicher.

Die heutzutage üblichen selbststartenden Viren funktionieren dann in dieser Einstellung allesamt komplett nicht. Insofern macht es wohl mehr Sinn, Mozilla oder ein anderes alternatives Mail-Programm zu verwenden, als zu hoffen, Microsoft würde die Viren-Problematik irgendwann einmal mit dem tausendstem Patch in den Griff bekommen. Somit können wir nur wiederholen, daß Mozilla 1.3 ob als Browser oder als Mailprogramm auf jeden Fall einen Versuch wert ist, ganz besonders mit dem ab Version 1.3 aktiven und sehr sauber funktionierendem Spamfilter.


[rg] 26. März 2003
Dieser Artikel erscheint gleichzeitig auch auf 3DCenter.



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