MSI K8N Neo4-54g Platinum [nForce4 Ultra Chipsatz]

Intro

Zwar bewirbt NVIDIA derzeit mit Vorliebe ihren nForce4-SLI Chipsatz, doch betrachtet man die Marktlage objektiv, so benötigen die wenigsten Anwender eine Hauptplatine, welche zwei PCI-Express x16 Steckplätze bietet. Um diese Käuferschaft ebenfalls zu befriedigen, hat NVIDIA auch noch die Chipsätze nForce4 Ultra und nForce4 im Programm, welche in leicht abgespeckten Versionen zur SLI-Variante, dennoch einiges zu bieten haben.

Bereits als NVIDIA am 19. Oktober den nForce4-Chipsatz offiziell vorstellte, konnten wir euch ein erste Preview auf das MSI K8N Neo4 Platinum mit nForce4 Ultra Chipsatz geben, jedoch in einer frühen Pre-Beta Phase. Erst kürzlich schickte MSI nun den finalen Vertreter dieses Boards in unser Testlabor und natürlich waren wir gespannt, wie sich dieser Kandidat nun im ausgereiften Zustand schlagen wird.


MSI K8N Neo4-54g Platinum [nForce4 Ultra Chipsatz]


Der Markt um PCI-Express basierte Chipsätze für den Athlon 64 hat sich inzwischen entspannt. Kürzlich konnten wir uns erst ein recht objektives und positives Bild zum so lange verspäteten VIA K8T890 Chipsatz machen – aber man hört aus dem taiwanesischen Raum ebenfalls, dass ULi mit ihrem entsprechenden PCI-Express-Chipsatz in den Startlöchern steht und guter Dinge bezüglich der Nachfrage ist.

Und so hat der Anwender inzwischen zumindest etwas Auswahl und jene, welche sich bislang gedulden konnten und den Switch zu einer PCI-Express-Plattform noch aufschoben, vielleicht durchaus den Vorteil, dass man als Käufer nun auf ausgereifte Produkte trifft, welche sich weniger mit Kinderkrankheiten abmühen. Ob dies aber alles auf den heutigen Testkandidaten mit dem Namen MSI K8N Neo4-54g Platinum zutrifft, das soll unser Artikel zeigen.


Technische Daten und Lieferumfang

Technische Daten & Lieferumfang MSI K8N Neo 4-54g Platinum
Unterstützte CPUs
(Herstellerangabe)

AMD Athlon 64 & FX Prozessoren
939 Pins

Chipsatz NVIDIA nForce4 Ultra
Speicherausbau max. 4 GB
Speicherart DDR-SDRAM
kompatible Speichersorten DDR200 / 266 / 333 / 400
(ECC & non ECC; unbuffered)
Speicherslots 4
Erweiterungen 1 PCI-Express x16 Steckplatz
1 PCI-Express x1 Slot
1 PCI-Express x4 Slot
4 PCI Slots
10 USB Ports 2.0 (6 intern)
2 IDE ATA133
4 SATA / RAID Ports
AGP-Besonderheiten - (PCI-Express Steckplatz)

Onboard LAN

Dual Gigabit Ethernet:
Marvell 88E1111 (nativ)
Marvell 88E053 (PCI-Express)
Onboard Audio
(AC'97 Codec)
8 Channel
ALC850
USB 2.0 nForce4 integriert (10 Ports)
Raid Controller
SATA nForce4 integriert (nativ)
SATA Silicon Image SiL3114 (PCI)
Firewire VIA VT6307
Besonderheiten Wireless LAN (802.11g Standard)
ClearCMOS Button
Form Factor 24,40 x 30,40 cm
Lieferumfang

Handbuch
Quick Installation Guide
Handbuch
Test Report

1 ATA133 Kabel (rounded)
1 Floppy Kabel (rounded)
4 SATA Kabel

1 USB-Bracket (2 Ports) inkl. Diagnose LEDs

ATX Blende

Lieferumfang Software Treiber/Tools CD
RAID Treiber Disks
Strassenpreis ca. 129€


Was MSI auf dem Papier hier gezaubert hat, das darf sich ohne weiteres sehen lassen. Die Boardausstattung ist durchaus als vorbildlich zu bezeichnen und die Dual-Gigabit-Ethernet Umsetzung geht diesesmal auch nicht zu Lasten des PCI-Transfers. Neben dem nativen GbE Chip von Marvell, welcher durch den nForce4 Ultra Chipsatz umgesetzt wird, steht dem System noch ein PCI-Express basierender GbE Chip von Marvell zur Seite.

In der 54g-Variante findet sich dann noch eine PCI-Steckkarte mit einem Ralink Chip, welcher bereits bei verschiedenen vergangenen Testkandidaten durchaus gute Wirless-LAN Daten präsentieren konnte.


MSI K8N Neo4-54g Platinum [nForce4 Ultra Chipsatz]


Der weitere Lieferumfang zeigt sich einigermaßen karg. Vier USB-Ports sind über das I/O-Shield nach Außen geführt, sechs sind mittels drei Steckpfosten intern vorhanden. Es findet sich allerdings lediglich noch ein Bracket mit zwei weiteren Anschlussmöglichkeiten im Lieferumfang.

Die Dokumentation, welche MSI beilegt, konnte insgesamt überzeugen, insbesondere gefällt uns abermals der Testreport, welcher dem Anwender Aufschluss über getestete und für kompatibel erklärte Hardware bietet. Ein Fehler, auf welchen uns unsere Kollegen von Au-Ja hingewiesen haben, findet sich hingegen in der Beschreibung zur Speicherslotbestückung. Während die abgedruckte Tabelle die korrekten Möglichkeiten aufzeigt, ist der dazugehörige Text allerdings fehlerhaft. Man sollte sich also an der Tabelle orientieren.



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