DDR3-Speicher in Theorie und Praxis

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Kingston HyperX PC3-11000 (Kingston KHX11000D3LLK2/2G)



Kingston hat neben seiner Auswahl an handelsüblichen Speichermodulen seine HyperX-Serie, mit welcher man eher die Enthusiasten ansprechen möchte. Daraus ist unter Umständen abzuleiten, dass der erste Kingston DDR3-Speicher, welcher unser Haus betrat, kein „regulärer“ DDR3-1333 Speicher ist, sondern als PC3-11000 – damit DDR3-1375 – daherkommt. Natürlich stellt die Bezeichnung keine JEDEC-Norm dar. Kingston programmiert dabei aber das SPD der Speicher auf JEDEC-Norm. Alles Weitere muss der Anwender dann ggf. per Übertaktung erreichen.

Bild: DDR3-Speicher in Theorie und Praxis

Die Kingston HyperX PC3.11000 gehören zu den schnelleren Modulen im Bereich der DDR3-1333 Speicher. Der Hersteller hat hier Latenzen von 7-7-7 garantiert, was der schnellsten JEDEC-Spezifikation für DDR3-1333 entspricht.

Bild: DDR3-Speicher in Theorie und Praxis

Diese Latenzen sind dann auch noch bis 1375 MHz (DDR) garantiert, allerdings lediglich bei 1,7V Spannung. Wir haben die Module im Test bei DDR3-1333 mit den kurzen Timings aber auch problemlos mit 1,5V Spannung betreiben können – die Spezifikation sieht 1,5 Volt +/- 0,075V vor.

Gehen wir davon aus, dass uns die Module schon unmittelbar zur Vorstellung der Intel P35-DDR3-Chipsätze erreichten, spricht dies durchaus für eine gute, durchdachte Fertigung und keinen Schnellschuss.

Diese Kingston HyperX-Speicher sind mit 16 512 MBit-Chips (64Mx8) bestückt – somit handelt es sich um ein zweiseitig bestücktes Modul. Die SPD-Programmierung wurde als DDR3-1066-Speicher mit 7-7-7 Latenzen vorgenommen.

In der Praxis bereitete uns der Kingston-Speicher auf dem ASUS P5K3-Deluxe und dem Gigabyte P35T DQ6 keinerlei Probleme. In beiden Fällen wurde der Speicher anstandslos vom System akzeptiert und im Verlauf der Testreihen gab es keine Schwierigkeiten. Hinsichtlich seiner Leistungsreserven ist der Kingston-Speicher dann allerdings begrenzt. Die von Kingston garantierten DDR3-1375, was einer eigentlich geringen Übertaktung um 20,5 MHz auf 687,5 MHz I/O-Takt entspricht, hielt Kingston auch. Danach wurde es eng. 700 MHz erreichten wir noch mit eingestellten 1,7V, doch weiter konnten wir den Speicher nicht übertakten. Ein Versuch mit DDR3-1440 und auf 9-9-9 entschärfte Latenzen zu arbeiten scheiterte nach 46 Minuten Memtestdurchlauf.