AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich

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Fazit



Man darf nach den heutigen Resultaten durchaus sagen, dass Phenom in der Leistungsaufnahme besser ist, als sein Ruf. Natürlich haben wir aktuell hier keinen Quervergleich zum Mitbewerber gezogen und das war auch nicht Sinn und Zweck der heutigen Übung. Dies sparen wir uns für einen separaten Artikel auf.

Prinzipiell entstand der Eindruck, dass AMD die Fertigung bei den Phenom X4 langsam aber sicher etwas verbessern / optimieren konnte. Der 9950 schnitt gar einen Tacken besser ab als der 9850. Nichts desto trotz präsentiert man ca. die doppelte Leistungsaufnahme zu einem in gleicher Fertigung erstellten Athlon X2 bei gleichem Takt. Also durchaus noch im vertretbaren Bereich.

Bild: AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich

Durchaus besteht, wie schon angedeutet, die Möglichkeit, dass es gar nicht einmal so einfach ist, dieses komplexe Konstrukt mit Namen Phenom mit all seinen Details und Besonderheiten vernünftig mit den Hauptplatinen zum Einklang zu bringen. Zum Launch des Phenom von AMD empfohlene Platinen zeigten gerade auf diesem Testfeld deutlich schlechtere Werte im Bereich der Leistungsaufnahme als beispielsweise unsere MSI-Platine (wir sprechen von Messungen inkl. der Wandler). Möglich ist, dass die korrekte Wandlerprogrammierung, in Verbindung mit den Absenkungen der Spannungen auf den unterschiedlichen Phasen, nicht ganz einfach zu meistern ist. Zu dem Thema erhielten wir aber von keinem der befragten Hersteller brauchbare Informationen, allenfalls ein Schulterzucken.

Der Phenom X3 8750 im heutigen Test zeigt sich als durchaus interessanter Kandidat. Der dritte Kern frisst offenbar – verglichen zu Zwei- und Vier-Kern-Modellen – verhältnismäßig weniger Energie. Allerdings, das dürfen wir nicht verschweigen, lag auf allen Phasen der Stromversorung weniger Spannung an. 100 mV waren hier – je nach Vergleichskandidat – schon auszumachen. Das wirkt sich natürlich durchaus mit auf die Leistungsaufnahme auf.

Man darf also gespannt sein, wie sich kommende Modelle, wie z.B. ein in absehbarer Zeit erwarteter K10 mit 2 Kernen schlagen wird. Nicht minder gespannt sein darf man natürlich auf den nächsten Die-Shrink auf 45 Nanometer.

[pg], 25. September 2008

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