AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich

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Besonderheiten: Phenom-Temperaturen



Eigentlich wollten wir zu unseren Resultaten ebenfalls die vorherrschenden Temperaturen liefern. Aktuell verfügen moderne Prozessoren ja über digitale Sensoren – wo diese in den CPU-Gehäusen angeordnet sind, ist nicht bekannt. Darüber sollte sich über entsprechende Software ein Rückschluss zur Die-Temperatur ergeben.

Im Bereich der Messungen zur Leistungsaufnahme ist dies ein nicht unwichtiger Faktor, denn je wärmer – oder sagen wir heißer – Halbleiter werden, desto mehr Strom kann fließen. AMD machte uns bei unserem Vorhaben aber einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Bei manchen Prozessoren, wie beispielsweise dem Phenom 9850 erhielten wir durchaus plausible Temperaturwerte geliefert. Im Idle-Mode lieferte uns CoreTemp, wie auch AMDs Overdrive, eine Temperatur von 30°C, im Last-Betrieb eine Temperatur von 60°C bzw. 60,5°C.

Der Phenom X3 8750 schoss dann aber den ersten Vogel ab und meinte sich im Idle-Mode bei 7,5°C zu bewegen.

Bild: AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich


Der Phenom 9950 hingegen wollte uns ebenfalls anflunkern, allerdings im „fast“ noch glaubhaften Bereich. Idle angeblich 19°C und Last 44°C. Beide Temperaturen sind allerdings ebenso falsch, wie jene auf dem 8750 X3.

Bild: AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich


Mittels unserer Wärmebildkamera konnten wir sehr schnell erkennen und natürlich auch nachweisen, dass die Temperaturen nicht stimmen können. Die Oberflächentemperatur an den Heatpipes lag während einer Lastmessung von 15 Minuten bereits bei knapp 55°C. Ein feiner Unterschied zu den angeblichen DT-Sensoren, welche von 44°C sprachen.

Bild: AMD Phenom-Prozessoren im Leistungsaufnahme-Vergleich

Dabei wollen wir natürlich dringend darauf hinweisen, dass wir von Oberflächentemperaturen sprechen – für exakte Innentemperaturen sind Thermografie-Kameras nicht gedacht.