AMD Radeon HD 4670 im Test

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Technik der Radeon HD 4600-Serie


Eckdaten Radeon HD 4670 Radeon HD 4650 Radeon HD 4850 Radeon HD3870
Codename RV730 RV730 RV770 RV670
Fertigung 55 nm 55 nm 55 nm 55 nm
Transistoren 514 Mio. 514 Mio. 965 Mio. 666 Mio.
Taktrate Chip 750 MHz 600 MHz 625 MHz 775 MHz
Taktrate Shader 750 MHz 600 MHz 625 MHz 775 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 1000 MHz (GDDR3)900 MHz (DDR3) 500 MHz 1000 MHz 1125 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 2000 Mbps (GDDR3)1800 Mbps (DDR3) 1000 Mbps 2000 Mbps 2250 Mbps
Speicherart DDR3 / GDDR3 DDR2 GDDR3 GDDR4
typische Speichergröße 512 MB (GDDR3)1024 MB (DDR3) 512 MB 512 MB 512 MB
Speicheranbindung 128 bit 128 bit 256 bit 256 bit
Shader Recheneinheiten 320 (64xVec5) unified Shader 320 (64xVec5) unified Shader 800 (160xVec5) unified Shader 320 (64x Vec5) unified Shader
Typ Shadereinheiten Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1)
Fähigkeiten pro Shadereinheit MADD MADD MADD MADD
Textur-Einheiten (TMUs) 32 32 40 16
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 8 8 16 16
Shader-Model-Version 4.1 4.1 4.1 4.1
DirectX-Version DirectX 10.1 DirectX 10.1 DirectX 10.1 DirectX 10.1
TDP 59 W 59 W 48 W


Steigen wird direkt mit einem neuen Feature des RV730 ein, nämlich der Unterstützung von normalen DDR3-Speicher. AMD verspricht sich hiervon eine kostengünstigere Speicher-Alternative, ein Punkt der sich besonders bei einer großen Speichermenge als ausschlaggebend herausstellen soll. Dementsprechend gibt es von der Radeon HD 4670 sowohl eine Version mit 1024 MB DDR3-Speicher und eine Variante mit altbewährtem GDDR3-Speicher mit 512 MB. Bezüglich der Taktfrequenz gibt es eine Differenz von 100 MHz zwischen den beiden Modellen zugunsten der GDDR3-Version.

Bezüglich der Architektur hat sich AMD diesmal für 8 SIMD-Kerne entschieden, die über jeweils 8 Vec5-Rechenwerke verfügen. Insgesamt kommt AMD somit auf 64 (8 x 8 = 64) Vec5-Recheneinheiten, die AMD als 320 (64 x 5 = 320) Stream-Prozessoren vermarktet, da jedes Vec5-Rechenwerk 5 Komponenten gleichzeitig berechnen kann, insofern keine Abhängigkeiten untereinander bestehen. Im Vergleich zu den letzten Architekturen (RV670, RV770) – die mit jeweils 16 Vec5-Rechenwerke pro Shader-Cluster aufwarten – weicht das Design des RV730 mit 16 Vec5-Einheiten pro SIMD also etwas vom Bisherigen ab. Dies sollte für eine etwas bessere Effizienz bezüglich der Auslastung der Einheiten sorgen.

Bild: AMD Radeon HD 4670 im Test


Auf jeden Shader-Cluster kommt wie bisher eine Quad-TMU (4 TMUs). Durch die Organisation in 8 Shader-Cluster verfügt der RV730 somit über 32 (8x4) Texture Mapping Units. Im Vergleich zum RV670 ist dies also die doppelte Anzahl, da der RV670 seine Rechenwerke – wie bereits erwähnt – über 4 Shader-Cluster á 16 Vec5-Einheiten aufbaut. Somit kommt der RV730 bei gleicher Anzahl an Shader-Einheiten auf die doppelte Anzahl an TMUs.

Abstriche muss der RV730 allerdings im Bereich der Speicheranbindung und ROPs machen. Sind beim RV770 und RV670 noch 4 ROP-Partitionen aktiv, so muss sich der RV730 mit lediglich zwei ROP-Partitionen begnügen. Da über jede ROP-Partition nach wie vor eine 64-bit breite Speicherschnittstelle realisiert wird, erfährt der RV730 auch erhebliche Einschränkungen in diesem Bereich und kann nur noch mit einem 128 bit Speicherinterface im Gesamten aufwarten.

Modell Radeon HD 4670 GDDR3 Radeon HD 3870
Arithmetische Rechenleistung (MADD) 480 GFLOPs 496 GFLOPs
Texelfüllrate – bilinear 24 GT/s 12,4 GT/s
Speicherbandbreite 32 GB/s 72 GB/s
Pixelfüllrate 6000 MPx/s 12400 MPx/s


Die obige Tabelle zeigt die Kenngrößen der Radeon HD 4670 im direkten Vergleich zur Radeon HD 3870. Während bei der Rechenleistung in etwa ein Gleichstand herrscht, kann die Radeon HD 4670 in Puncto Texturierungsleistung davonziehen, muss sich aber im Gegenzug ebenso deutlich im Bereich Speicherbandbreite geschlagen geben. Wie sich dies konkret auf die 3D-Leistung auswirkt, werden wir in unserem Benchmark-Parcours aufzeigen.

Abschließend sei an diesem Punkt noch erwähnt, dass der RV730 über eine neue Version des Unified Video Decoders nämlich den UVD2 verfügt. Neuerung sind 7.1 Sound, sowie die Möglichkeit zwei Video-Streams gleichzeitig zu dekodieren. Letzteres findet vor allem bei Blu-ray Bonus-Material in Form von PiP (Picture in Picture) Verwendung. Dabei hat AMD allerdings nach eigenem Bekunden keinen HDMI 1.3-Connector vorgesehen, so dass eine Ausgabe der HD-Formate noch unklar bleibt.