BIOS: Das Geheimnis des Erfolges

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Fazit



Aus praktischer Erfahrung müssen wir eines klar festhalten. Automatismen in heutigen Mainboard-BIOS-Versionen sind ein Greul. Ob es sich dabei um Auto-Spannungen oder Auto-Übertakten handelt spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die Jagd der Hersteller nach dem Unbedarften Käufer, der sich von Automatismen erhofft, dass auch er dadurch höchste Übertaktungsergebnisse erzielen kann, stellt eine absolute Verschleierung der Tatsachen dar. Keine der Auto-Übertaktungsfunktionen kann auch nur im Ansatz einer versierten Einstellung am Lack kratzen. Noch mehr: die Auto-Funktionen funktionieren häufig mehr schlecht als recht, legen zu hohe Spannungen an und führen unter Umständen zu massiven Instabilitäten oder können gar zu frühzeitigen Defekten führen.

Und selbst für den versierten Anwender ist das heute in BIOS-Versionen gebotene schlicht zuviel. Dieser Anwender wird vermutlich eher die Hände von der einen oder anderen undokumentierten Funktion – und sind das nicht die meisten – lassen und sich auf dokumentierte Dinge konzentrieren. Auch hier kitzelt es doch abermals dem Laien in den Fingern an Optionen zu spielen, die er nicht versteht.

Bild: BIOS: Das Geheimnis des Erfolges

Unser heutiger Artikel soll prinzipiell beiden Lagern helfen und ein wenig das nachzuholen, was die Hersteller unterlassen haben: zu erklären was der Mist eigentlich bedeutet. Das Thema an sich ist dabei so vielfältig, dass wir – würden wir praktische Betrachtungen und Performance-Gewinn noch mit einfließen lassen – Bücher darüber schreiben müssten. Und auch wir bräuchten dann dazu gar noch ein paar taiwanische BIOS-Programmierer, welche wir permanent zu Rate ziehen könnten, was denn diese neue Option nun wieder soll. Dabei scheitert das Verständnis möglicherweise nicht an der Funktionsweise, sondern eben schlicht an unterschiedlichen Namensgebungen oder kryptischen Bezeichnungen.

Und so gehen wir davon aus, dass unser Artikel den versierten Anwendern eine gewisse Stütze bei ihren Problemen ist, die weniger versierten Anwender etwas sensibilisiert wurden und der Artikel hier zum Fragen anregt. Lieber sollte man in der heutigen Zeit zweimal mehr fragen, als einmal zu wenig.

[fo] & [pg], 10.12.2008

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