Gigabyte GV-N26-896H-B (GeForce GTX 260) im Test

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 39

Fazit



Auszeichnungen werden leider immer knapper bei Grafikkarten, zumindest in unserer Denkweise. Vielleicht sollten wir noch ein paar erfinden um konkurrenzfähig zu sein ;). Scherz beiseite. Die GTX 260 ist von der derzeitigen Preisgestaltung, insbesondere, wenn man sich das aktuelle Gigabyte Produkt betrachtet, ein wirklich interessantes Ding.

In fast allen Bereichen unseres Tests kann man sich vor der unmittelbaren Konkurrenz aus Hause AMD platzieren. Gerade im Bereich Leistungsfähigkeit und Leistungsaufnahme muss sich die arg gescholtene GTX 260 bei der gebotenen Leistung nicht verstecken. Sie schlägt auf diesen Ebenen klar die Radeon HD 4870, liegt im Einsteigerpreis dafür aber auch ein Stück weit höher. Knapp 200 Euro kostet aktuell eine HD 4870 und knapp 220 Euro muss man für eine NVIDIA GTX 260 auf die Ladentheke legen. Verdient? Das mag dann anhand der aktuellen Ergebnisse jeder für sich selbst entscheiden.

10% im Bereich Leistung sollten dann doch zumindest herausspringen und unsere Test zeigen, dass unter hohen Auflösungen und entsprechenden Filtern dies durchaus auch machbar ist – aber eben nicht in allen Applikationen. Der Preiskampf dürfte sich mittlerweile in den Bereichen eingependelt haben und von großen Preissprüngen darf man aktuell nicht mehr ausgehen.

Bild: Gigabyte GV-N26-896H-B (GeForce GTX 260) im Test

Dass Gigabyte die Spitze im Bereich "günstigster Preis" bei den aktuellen Angeboten für eine GTX 260 anführt, ist dann noch einmal ein anderes Thema. Üblich ist das nicht und normalerweise wird man permanent von Anbietern wie ASUS oder MSI unterboten und im AMD-Segment sind es dann gar die Namen Sapphire und Co, welche dort mit besten Preisen wildern.

Die GV-N26-896H-B ist ein mager geschnürtes Produkt im Bereich Lieferumfang und zielt voll auf den Preiskampf ab. Keine Spielebeilagen, nur das Nötigste im Bereich der Kabelbeilagen und es sollte im Prinzip ja genügen. Aber für eine absolute Empfehlung reicht es bei uns dennoch nicht.

Das liegt weniger an Gigabyte als vielmehr an NVIDIA und seinem Referenzdesign, auf welchem das Produkt aufsetzt. Die Leistung ist gut, die Leistungsaufnahme noch vertretbar, die neuen Kühlkonstrukte können uns nicht überzeugen. Eine ganze Weile konnten wir mit den G80-Kühlern Top-Leistungen im Bereich Lautstärke vermessen und gerne hätten wir ein solches Verhalten weiter gesehen. Aber dem ist nicht so. Die neuen Kühler sind nicht wirklich laut – im Idle-Betrieb gar auch ok. Doch wenn man auf einem offenen Teststand in 70 cm Entfernung weder das Netzteil, noch den CPU-Lüfter oder die Festplatte vernehmen kann, sondern nur die Grafikkarte, dann spricht das Bände.

Man kann über ein paar dB(A) bei der Lautstärke hinwegsehen, aber die gesamte Kombination macht es eben und wenn man damit kein Problem hat, dann ist auch die neue NVIDIA-Generation eine Empfehlung wert, doch sind wir an diesem Punkt nicht so „änderungsfreudig“.

Wir für unseren Teil erwarten weiterhin bei den Grafikkartenherstellern, dass sie sich im Bereich Leistungsaufnahme und Lautstärke optimieren. Denn aktuellen Generationen von AMD und NVIDIA kann man beides zur Zeit nicht nachsagen und im Punkt Lautstärke wäre dann noch die Optimierungsmöglichkeit seitens der Boardpartner. Doch ob die hier einen entsprechenden Willen zeigen, bleibt abzuwarten. Aktuell spricht man allgemein ja nur über die Leistung und die Leistungsaufnahme und so mögen durchaus einige Hersteller hier keinen Optimierungsgrund erkennen.

[pg], 01.08.2008


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