Intel Core i7 "Nehalem" im Test - des Kaisers neue Kleider

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Testumgebung und Besonderheiten (Hardware)



Auf Grund der notwendigen umfangreichen Tests, die sich aus all den Besonderheiten und Details der heute vorgestellten Plattformen ergeben, stellen wir das Kapitel Testumgebung absichtlich an den Anfang, um einen Überblick zu verschaffen, welche Hardware zum Einsatz kommt und ein paar Informationen zu besonderen Umständen vorweg zu schicken.

Die drei neuen Core-i7-Prozessoren werden in den Tests vollständig gezeigt. Da uns allerdings nur der Intel Core i7-965 Extreme und Intel Core i7-920 vorliegen, mussten wir die Taktstufe des Core i7-940 aus dem 965 Extreme durch Heruntertakten emulieren.

Bild: Intel Core i7

Hardware
Intel Core i7-965 Extreme 3,2 GHz
Intel Core i7-940 2,93 GHz (emuliert)
Intel Core i7-920 2,66 GHz
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Referenzen:
Intel Core 2 Quad Extreme QX9770 3,2 GHz
Intel Core 2 Quad Q9650 3,0 GHz
Intel Core 2 Quad Q9450 (emuliert) 2,66 GHz
Intel Core 2 Quad Q9400 2,66 GHz
Intel Core 2 Quad Q9300 2,5 GHz
Intel Core 2 Quad Q6700 2,6 GHz
Intel Core 2 Quad Q8200 2,33 GHz
Intel Core 2 Duo E8600 3,33 GHz
Intel Core 2 Duo E8200 2,66 GHz (emuliert)
AMD Phenom X4 9950 (2,6 GHz)
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Mainboards:
Intel X58SO (Intel X58-Chipsatz) – BIOS: 2260
Gigabyte GA-P45-UD3 (Intel P45-Chipsatz) – BIOS: F3
Gigabyte MA-790FX-DQ6 (AMD 790FX) – BIOS Versionen: F5
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Grafikkarte:
MSI GTX280 Super-OC (NVIDIA GeForce GTX 280)
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Speicher:
3 x 1 GB Qimonda DDR3-1066 (7-7-7-20)
2 x 2 GB Corsair DDR3-1333 C9 (@ 7-7-7-20)
2 x 2 GB G.Skill DDR2-1066 5-5-5-18
[DDR3 vs. DDR2 im Überblick]
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Kühler:
Intel Boxed Cooler (i7-920) auf Sockel LGA1366
Thermalright Ultra 120 Extreme auf Sockel LGA 1366
OCZ Vendetta auf Sockel 775 und AM2+
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Weitere Hardware:
Seagate Barracuda 7200.10 SATA 400GB
LG GSA 4163B (IDE-DVD-Brenner)
LG GSW H20L (Blu-ray / DVD-Brenner)
Corsair TX750 Netzteil
Teac Floppy Drive / USB-Floppy Drive
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Messsysteme:
Tenma 72-6185 Zangenamperemeter
Tenma 72-2065A
Voltcraft MS-9160 Messstation
Voltcraft DT2L/K
Voltcraft IR-380
DAAS32 Audio Analyzer


In späteren Vergleichen findet sich dann ebenfalls ein Core i7 mit 2,66 GHz Takt, welcher nur mit zwei Kernen arbeitet. Ein solcher Prozessor ist natürlich seitens Intel aktuell nicht vorgesehen und zumindest eine ganze Weile noch nicht in Sicht. Dennoch sahen wir in diesem Test insbesondere die Leistungsfähigkeit der neuen Modelle im Vergleich zu bislang in großen Mengen am Markt erhältlichen Core-2-Duo-CPUs für interessant an. Um den Core i7 als Zwei-Kern betreiben zu können, mussten im BIOS lediglich zwei Kerne komplett deaktiviert werden.

Im Bereich der Speicher der unterschiedlichen Plattformen haben wir durch den X58-Chipsatz und den Nehalem natürlich eine neue Konstellation. Hier kommt ein Triple-Channel-Speicherinterface zum Einsatz und damit zeigt sich die Gegenüberstellung zu anderen Plattformen nicht ganz leicht. Wir haben uns dazu entschieden auf den DDR2-Plattformen mit insgesamt 4 GByte DDR2-Speicher zu arbeiten, wovon uns das 32-bit-Betriebssystem 3,3 GByte zur Verfügung stellte. Der Core i7 arbeitet mit seinen 3 GByte damit in etwa vergleichbar.

Um den Single-Channel-Mode mit Dual- oder Triple-Channel vergleichen zu können, haben wir zusätzlich mit einem 2x2-GByte-Kit von Corsair gearbeitet. Wir wollen damit grundsätzlich vermeiden, die vierte "fake"-Bank auf dem Intel-Motherboard bestücken zu müssen, da hier zwar eine Art Single-Channel anliegen soll, die Benchmarkergebnisse dadurch aber nach unten gezogen werden. Bei den gewählten Speicherkonstellationen schließen wir einen Nachteil für die DDR2-1066-Plattformen aus, wie wir an dieser Stelle schon demonstriert haben.

Bei den Referenzprozessoren haben wir lediglich zwei Core 2 Duo aufgenommen, ansonsten allerdings fast alle aktuell erhältlichen Core-2-Quad-Modelle. Hinsichtlich dem einzigen AMD Vertreter, dem derzeit schnellsten Phenom X4 9950, gibt es noch eine weitere Besonderheit. Obwohl beide Hersteller, AMD wie Intel, in ihren Testguides vorsehen, dass die CPUs mit deaktivierten Energiesparoptionen getestet werden, haben wir uns darüber hinweggesetzt, denn im Ergebnis werden wohl nur die allerwenigsten Anwender sich einen aktuellen Prozessor solcher Gattung zulegen und dann Intels EIST oder AMDs Cool'n'Quiet zu deaktivieren. Dummerweise, nachdem wir alle Intel-CPUs komplett mit EIST vermessen hatten, zeigten die Messungen mit AMDs Phenom unter Windows Vista und aktiviertem CnQ unter Windows Vista mehr oder minder unterirdische Ergebnisse. Wie wir feststellen mussten, taktete Vista unter vorliegender Last die Kerne des Phenom nur in den wenigsten Applikationen wirklich ganz hoch. Sicherlich ein Umstand, welcher auf den Vista-Treiber zurückgeführt werden muss. Wir haben AMD im Vorfeld ausführlich über unsere hier angetroffenen Ergebnisse unterrichtet, doch bislang blieb man uns eine Antwort schuldig.

Es wird sich in den späteren Benchmarks daher der Phenom 9950 mit aktiviertem CnQ aber auch mit deaktiviertem CnQ einfinden.

 

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