Intel Core i7 "Nehalem" im Test - des Kaisers neue Kleider

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Core i7-Praxis: Geräuschverhalten und Lautstärke



Nun haben wir in den voran gegangenen Kapiteln Kühlungen, Spannungen, Temperaturen und unterschiedliche Lastzustände beschrieben und gleichzeitig in der Technik Intels Verständnis dazu erklärt, wie man kostengünstig durch eine hohe TJunction kleine Kühler entwickeln kann, welche gleichzeitig auch noch leise arbeiten.

Wir wollen im letzten Kapitel zu dieser Thematik Intels Worte auf die Probe stellen und zeigen anhand unserer Messtechnik, wie üblich korrekt und normiert, wo sich denn ein Boxed-Kühler gegenüber dem Enthusisaten-Modell von Thermalright einzureihen hat.

Erklären möchten wir vor Betrachtung der nachfolgenden Diagramme noch die Bezeichnung "Intel boxed Last Core i7-965 (kurzfristig)". Als der Intel-Boxed-Kühler den Schwellwert von 80 °C erreichte, bzw. kurzfristig überschritt, drehte der Ventilator auf eine höhere Regelstufe. Als das System anhand der DTS dann aber erkannt, dass die 80 °C so ohne weitere Drehzahlen gehalten werden konnte, wurde innerhalb von 10 Sekunden der Lüfter wieder in der Drehzahl herabgesetzt auf den als "Intel boxed Last Core i7-965 (Normal)" bezeichneten Wert.

Lautstärkeverhalten
dB(A)
Intel boxed Idle
9,8
Intel boxed Last Core i7-920
15,6
Intel boxed Last Core i7-965 (Normal)
18,7
Intel boxed Last Core i7-965 (kurzfristig)
22,5
Thermalright Ultra 120 extreme (Idle / Last)
26,3
Intel boxed Last Core i7-965 (Turbo-Mode)
27,0
dB(A)


Lautstärkeverhalten
sone
Intel boxed Idle
0,6
Intel boxed Last Core i7-920
1,1
Intel boxed Last Core i7-965 (Normal)
1,2
Intel boxed Last Core i7-965 (kurzfristig)
1,6
Thermalright Ultra 120 extreme (Idle / Last)
2,3
Intel boxed Last Core i7-965 (Turbo-Mode)
2,4
sone


Die Vorstellung des Thermalright Ultra 120 extreme auf diesem Bereich ist durchaus enttäuschend. Man zeigt sich in allen Bereichen gerade einmal nur dann konkurrenzfähig im Bereich Lautstärke, wenn denn eben maximales Übertakten vorherrscht und selbst dann auch wirklich nur geringfügig besser als das "Intel-Kühlerchen". Da trösten uns jetzt erst einmal die knappen 8 °C, welche man sich im Kühlverhalten erarbeitet hatte, nicht hinweg.

Intel nannte es Enthusiasten-Produkt und auf dem Nenner wollen wir es dann auch belassen. Der Thermalright dürfte seine Vorteile vermutlich erst dann ausspielen können, wenn man sich über die TDP-Grenzen der Core i7 hinwegsetzt und die Spannungen gleichzeitig massiv erhöht. Dies gehört allerdings definitiv nicht in den heutigen Artikel.

Nachfolgend wollen wir dann natürlich auch nicht die entsprechenden Spektralanalysen schuldig bleiben, welche wir in den zuvor genommenen Zuständen ermittelt haben.

 

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