Sapphire Radeon HD 4870 X2 im Test

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Technik


Eckdaten Radeon HD 4870 Radeon HD 4870 GeForce GTX 280 GeForce GTX 260
Codename R700 (2x RV770) RV770 GTX 280 GTX 260
Fertigung 55 nm 55 nm 65 nm 65 nm
Transistoren 2x 965 Mio. 965 Mio. 1,4 Mrd. 1,4 Mrd.
Taktrate Chip 750 MHz 750 MHz 602 MHz 576 MHz
Taktrate Shader 750 MHz 750 MHz 1296 MHz 1242 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 900 MHz 900 MHz 1107 MHz 999 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 3600 Mbps 3600 Mbps 2214 Mbps 1998 Mbps
Speicherart GDDR5 GDDR5 GDDR3 GDDR3
typische Speichergröße 1024 MB (physisch 2x1024 MB) 512 MB 1024 MB 896 MB
Speicheranbindung 2x 256 bit 256 bit 512 bit 448 bit
Shader Recheneinheiten 2x 800 (160xVec5) unified Shader 800 (160xVec5) unified Shader 240 unified Shader 192 unified Shader
Typ Shadereinheiten Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1) Skalarprozessoren (1 Komponente) Skalarprozessoren (1 Komponente)
Fähigkeiten pro Shadereinheit MADD MADD 1 MADD + 1 MUL 1 MADD + 1 MUL
Textur-Einheiten (TMUs) 2x 40 40 80 64
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 2x 16 16 32 28
Shader-Model-Version 4.1 4.1 4.0 4.0
DirectX-Version DirectX 10.1 DirectX 10.1 DirectX 10 DirectX 10
TDP (Thermal Design Power) 286 Watt 160 Watt 236 Watt 182 Watt


Basis für die Radeon HD 4870 X2 bilden zwei RV770-Chips, welche derzeit bereits bei der Radeon HD 4870 und HD 4850 zum Einsatz kommen. Die Architektur des RV770 haben wir bereits ausführlich bei dessen Launch beleuchtet. Der Datenaustausch zwischen den beiden GPUs erfolgt, wie beim Vorgänger Radeon HD 3870 X2, in erster Linie über einen PCI-Express-Switch-Chip aus dem Hause PLX. Im Gegensatz zu Radeon HD 3870 X2 kommt diesmal jedoch ein PCI-Express-2.0-Switch zum Einsatz, wodurch die Bandbreite verdoppelt wird. Die beiden GPUs sind hierbei jeweils mit 16 PCI-Express-Lanes an den Switch angebunden. Letzterer ist mit wiederum mit ebenfalls 16 Lanes mit dem Host verbunden.


Bild: Sapphire Radeon HD 4870 X2 im Test

Wie AMD hierbei auf eine Bandbreitenangaben von 5 GB/s kommt, ist uns derzeit jedoch noch unklar. Bedenkt man, dass eine einzelne PCI-Express-Lane eine Datenrate von 500 MB/s (PCIe 2.0, 8B10B-Kodierung) beisteuern kann, so verwundert es, dass hier nicht der theoretische Wert von 8 GB/s (16 x 500 MB/s) auftaucht. Eine Erklärung wäre an dieser Stelle ein gewisser Overhead, der sicherlich entsteht. In Anbetracht von heutigem Marketing, ist es aber irgendwo schwer zu glauben, dass AMD hier auf die Angabe von höheren theoretischen Werten freiwillig verzichtet.

Weiterhin neu bei der Radeon HD 4870 X2 ist die von AMD Sideport getaufte Direktverbindung zwischen den Chips, die weitere 5 GB/s beisteuern soll. Dieses Feature ist jedoch derzeit noch nicht aktiv und soll erst durch zukünftige Treiber aktiviert werden. Ob und wie viel der Sideport an zusätzlicher Performance bringt bleibt derzeit also offen. Insofern Crossfire funktioniert, skalierten allerdings bereits die bisherigen Dual-GPU-Lösungen von AMD mit lediglich einem PCI-Express-1.1-Switch relativ gut mit der zweiten GPU, so dass wohl eher kein außerordentlicher Performance-Zuwachs zu erwarten ist.