NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt

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Alltagsbetrieb: 9800 GX2 unter XP und Vista



Nach dem vorangegangenen Kapitel stellt man sich vielleicht doch die Frage, ob NVIDIA nicht andere Beweggründe gehabt haben könnte, keinen XP-Treiber zum Launch zur Verfügung zu stellen und wir sind uns nicht wirklich sicher. Doch unserer gemachten Erfahrungen mit dem Treiber 174.53, den NVIDIA für Windows XP nun inzwischen veröffentlicht hat, warfen durchaus so manche Probleme auf.

Anfänglich glaubten wir noch an ein Hardwareproblem, doch das konnten wir relativ schnell widerlegen und zudem bestätigte uns NVIDIA, dass auch die Firmware unserer Karte korrekt ist.



Bild: NVIDIA GeForce 9800 GX2: Wenn der Rauch sich legt



Wollen wir erst einmal von unseren Erfahrungen in Call of Duty 4, Prey und Enemy Territory: Quake Wars berichten. Wir nennen diese Spiele in einem Atemzug, weil wir intern ein Script verwenden, welches diese drei Applikationen nacheinander in allen Auflösungen und den gewünschten Filtern durch die Benchmarks schickt. Ein nun vielfach und erfolgreich getestetes Vorgehen, welches bislang noch keine Probleme aufzeigte.

Waren die in Call of Duty erzielten Ergebnisse dieses Durchlaufes lediglich nicht plausibel, erhielten wir im dritten Prey-Durchlauf bereits Bildfehler. Beim ersten Durchlauf des Benchmarks mit zugeschaltetem Antialiasing kroch der Benchmark nur noch. Zu ET: Quake Wars kam es überhaupt nicht mehr. Auch ein Versuch dann über das Script ET: Quake Wars separat durchlaufen zu lassen, scheiterte mit Framerraten im Bereich zwischen 2 und 10 FPS.

Es hatte den Eindruck, als wenn der Speicher vollläuft und nicht mehr geleert würde. Sobald wir zwischen jedem Benchmark-Durchlauf einen Windows-Neustart vornahmen, blieb das Problem aus. Im Gegentest unter Windows Vista trafen wir die geschilderten Probleme in den drei Spielen nicht an. Lediglich im Durchlauf 1920 mit 4xAA und 16xAF brach das System ein und ein Neutstart wurde nötig.

In Crysis brauchte es zum Durchlauf unter Windows Vista lediglich einen Neustart vor den Benchmarks mit Antialiasing. Der erste Benchmarkversuch ohne Neutstart endete in starken Bildfehlern. Unter Windows XP mussten wir in Crysis vor jedem Benchmark jeweils einen Neustart vornehmen und die 1920-Benchmarks mit Filtern brachen im Durchlauf bei ca. 6 FPS dann ab. In einem 1680er Durchlauf erlebten wir in Crysis einen Absturz unter XP, weshalb wir das System resetten mussten.

In World in Conflict trafen wir häufig bei Einstellungen im Systemmenü auf einen Bildschirm mit roten Längsstreifen, sobald wir eine Änderung bestätigten und wurden gezwungen das Game zu beenden und neu zu starten.

Bei einem zweiten Durchlauf unter Unreal Tournament 3 mit 8x Antialiasing stürzte das System mit Bildfehlern ab.

Der Umstand, dass der Lastwürfel des ATiTool das System binnen weniger Minuten zum einfrieren brachte, führten wir erst einmal auf ein Kompatibilitätsproblem des Tools mit der 9800 GX2 zurück. Diesem Problem sind wir dann dummerweise unter Windows Vista nicht mehr nachgegangen.

Im Ergebnis, mit Zeit und mit Mühe, konnten wir zwar fast alle Benchmarks durchführen und damit ein Bild zeichnen, wie schnell die GeForce 9800 GX2 unter Windows XP sein könnte, im Ergebnis müssen wir aber attestieren, dass der aktuelle NVIDIA-Treiber für Windows XP noch mit vielen Mängeln behaftet ist und nicht wirklich final mit der GX2 harmoniert. Nur nebenbei: wir haben mit diesem Treiber sämtliche Single-Karten, auch jene der GeForce 8000er-Serie getestet und sind dort auf keine solchen Anomalien gestoßen.

 

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