AMD 790GX-Motherboards von Gigabyte und MSI im Test

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AMD 790GX: Northbridge im Überblick



Wer auf der Suche nach einem Mainboard mit AMD-Chipsatz ist, der hat es wirklich nicht leicht. Schon die Wahl des richtigen Chipsatzes folgt dem Motto: "Wer die Wahl hat, hat die Qual". So hat AMD aktuell nicht weniger als sieben Northbridges und vier Southbridges im Angebot, die sich auch noch alle miteinander kombinieren lassen. Im Folgenden wollen wir nun kurz auf die jeweiligen Eigenheiten der Silizium-Chips aus der Serie-7 eingehen um den Suchenden auf ein paar Besonderheiten aufmerksam zu machen.

Bild: AMD 790GX-Motherboards von Gigabyte und MSI im Test

Das Angebot der Northbridges kann wahrlich als umfangreich bezeichnet werden. Allen Modellen ist dabei die HyperTransport-3.0-Verbindung zur CPU und das Interface zur Southbridge "A-Link Express II", welches aus 4 PCIe-Lanes besteht, gemein. Da sich bei AMD der Speichercontroller schon seit Jahren im Prozessor befindet, ist die einzige Aufgabe der Northbridge die Anbindung der Grafikkarte(n) und die Kommunikation mit der Southbridge.

790FX790X770
PEG-Lanes322416
PCIe-Lanes666
Fertigung65 nm65 nm65 nm
Verbindung zur CPUHT3.0 (20,8 GByte/s)HT3.0 (20,8 GByte/s)HT3.0 (20,8 GByte/s)
Verbindung zur Southbridge4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)
SouthbridgeSB600SB600SB600
iGPUneinneinnein


Die ersten drei Modelle der Serie-7 führte AMD zusammen mit dem Phenom I im Jahr 2007 ein. Die Chipsätze 790FX, 790X und 770 haben keine integrierte Grafikeinheit und werden noch in einem 65-nm-Verfahren gefertigt. Die drei Ausführungen unterscheiden sich nur durch die Anzahl der PCIe-Lanes für Grafikkarten (PEG-Lanes). So kann das Topmodell in Form des 790FX mit 32 Lanes aufwarten, womit bis zu vier Grafikkarten mit jeweils 8 Leitungen pro Karte nutzbar sind. Beim 790X gibt es nur noch 24 PEG-Lanes, was nur noch maximal drei Grafikkarten erlaubt. Die 770-Northbridge bietet dann nur noch die Unterstützung für eine diskrete Grafikkarte.

790GX780G780V760G
PEG-Lanes16161616
PCIe-Lanes6666
Fertigung55 nm55 nm55 nm55 nm
Verbindung zur CPUHT3.0 (20,8 GByte/s)HT3.0 (20,8 GByte/s)HT3.0 (20,8 GByte/s)HT3.0 (20,8 GByte/s)
Verbindung zur Southbridge4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)4 PCIe-Lanes (1 GByte/s)
SouthbridgeSB750SB700SB700SB710
iGPURadeon HD 3300Radeon HD 3200Radeon HD 3100Radeon HD 3000
Unified Shader40 (8*5)40 (8*5)40 (8*5)40 (8*5)
Textureinheiten4444
ROPs4444
Takt700 MHz500 MHz400 MHz350 MHz
Avivo HDJaJaNeinNein


Im Laufe des letzten Jahres führte AMD dann noch vier Northbridges mit einer integrierten Grafikeinheit ein. Bei dieser handelt es sich im wesentlichen um eine Radeon HD 2400. Alle Grafikeinheiten können auf die vollen 40 Stream-Prozessoren, 4 Textureinheiten und 4 ROPs des RV610 zugreifen und unterscheiden sich lediglich durch die Taktraten der GPU und die Unterstützung der Avivo-HD-Funktion. Letzteres ist eine Beschleunigungsfunktion für HD-Videos und steht den Chips 780V und 760G nicht zur Verfügung.

Bei allen Chipsätzen kann die Grafikeinheit zusammen mit einer diskreten Grafikkarte betrieben werden, was sich dann Hybrid-Graphics nennt. Dies ist nicht mit der Funktion Hybrid-Crossfire zu verwechseln, was nur mit dem 790GX möglich ist. Darunter versteht man einen Crossfire-Verbund mit der iGPU und einer Radeon HD 3450.

Bild: AMD 790GX-Motherboards von Gigabyte und MSI im Test