AMD Phenom II X4 940 und 920 im Test

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Phenom II: Die Spinne wird zum Drachen



AMDs neuer wie alter Prozessor gehört zu der Liste der Star-Cores. Phenom aka Agena und Phenom II aka Deneb – so die Codenamen – stehen für Sternbilder. AMD beabsichtigt im Laufe diesen Jahres noch einige Sterne zum Leuchten zu bringen, um die Produktpalette an 45-nm-Prozessoren nach unten abzurunden.

Allerdings ist AMD inzwischen auch weit davon entfernt lediglich noch als Prozessorhersteller angesehen zu werden. Vielmehr sieht man sich seit der Übernahme des Chipsatz- und Grafikkartenherstellers ATI als Anbieter von kompletten Lösungen, bestehend aus Prozessor, Prozessorchipsatz und Grafiklösung und all dies eben auf einander abgestimmt.

Den ersten Schritt machte die Spider-Plattform, die Basis der Vorstellung des Phenom.

Bild: AMD Phenom II X4 940 und 920 im Test

Die Kombination einer Radeon-HD3800-Grafikkarte, gemeinsam mit einem Phenom-Prozessor und einem AMD-790FX-Chipsatz stellte das Grundkonstrukt dar, welches als Spider-Plattform dann vermarktet werden konnte.

Mit dem Phenom II hat man die Dragon-Plattform ins Leben gerufen und sieht hier die Bündelung einer Radeon-HD4800-Karte mit Phenom II-CPU und AMD-790GX-Chipsatz als Basis.

Bild: AMD Phenom II X4 940 und 920 im Test

Auf Basis dieses Gesamtangebotes sieht sich AMD auch gegenüber Intel deutlich im Wettbewerbsvorteil, ist die Dragon-Plattform aus AMD-Sicht unter dem Strich doch eine ganze Ecke günstiger als eine vergleichbare Intel-Konstellation – wobei AMD sich in seinen der Presse zur Verfügung gestellten Papieren dazu verleiten ließ, diesen Vergleich gegen einen Intel Core i7 anzustreben, schlicht weil die dazugehörige Plattform natürlich entsprechend teuer zu erwerben ist.

Ob der Drache letzten Endes in der anhaltenden Preisschlacht am Markt überzeugen und punkten kann, bleibt erst einmal abzuwarten.

Bild: AMD Phenom II X4 940 und 920 im Test