AMD Radeon HD 5000 - Fertigungsschwankungen?

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Temperaturverhalten



Anmerkung der Redaktion: Neuer Absatz!
Mit den ausführlichen Informationen zu Spannungen und Lüfterdrehzahlen starten wir also nun in die Betrachtung der Temperaturen. Wir wissen erst einmal, dass das MSI-Konstrukt mit anderer Firmware arbeitet und den Lüfter nicht so hoch regelt, wie die AMD-Referenz. Das XFX-Konstrukt besitzt die identische FW zur AMD-Referenz, regelt aber ein klein wenig höher.

Dazu gesellt sich der Umstand, dass die Spannung bei der AMD Referenz marginal niedriger ist als bei MSI, aber auch marginal höher als bei XFX.

Temperaturverhalten GPU
Idle (nach Last)
AMD HD 5750 Referenzkarte
33,0
XFX Radeon HD5750
35,0
AMD HD 5750 (nach Kühler- und Pastenwechsel)
35,0
MSI R5750
37,0
°C


Im Idle-Zustand lässt sich kaum ein Unterschied ausmachen, welcher deutlich kommentierungswürdig wäre. Allenfalls sollte vielleicht der Hinweis gesetzt werden, dass die MSI-Karten den Lüfter hier viel geringer regelt – warum auch immer.

Temperaturverhalten GPU
Tom Clancy\'s HAWX
AMD HD 5750 Referenzkarte
63,0
AMD HD 5750 (nach Kühler- und Pastenwechsel)
64,0
XFX Radeon HD5750
66,0
MSI R5750
83,0
°C


Unter Spielelast liegen zwei Modelle praktisch gleich auf. Die XFX – trotz knapp geringerer Spannungen und trotz leicht höherer Drehzahlen, liegt über dem Pressemuster. Die MSI R5750 rennt davon und erreicht Temperaturen, die – wir erinnern uns an das Kapitel Lüfterregelung – nicht durch Spannungen zu erklären sind.

Temperaturverhalten GPU
Furmark
AMD HD 5750 Referenzkarte
70,0
AMD HD 5750 (nach Kühler- und Pastenwechsel)
72,0
XFX Radeon HD5750
75,0
MSI R5750
94,0
°C


Und das zuvor geschilderte Bild lässt sich steigern – eben mittels Furmark. Das Temperaturverhalten – so AMD uns gegenüber – ist unkritisch. 94 °C liegt nach wie vor im "grünen Bereich". Die maximale Temperatur dieses HD 5750-Chips liegt bei 109 °C. Die Aussage war aber wenig dienlich, was wir klarstellten, denn die Leistungsaufnahme stieg in Verbindung damit deutlich!


Anmerkung der Redaktion: Alter Text – unverändert!
Sehen wir von den massiven Temperaturunterschieden einmal ab, so erkannten wir beim Test eines recht deutlich. Der Lüfter des zweiten Musters drehte nicht im Ansatz so hoch, wie der Lüfter des ersten Musters. Dies ist ein Umstand, welchen wir ebenfalls noch einmal verfolgten.

Die Temperaturen selbst – betrachten wir uns die ermittelten Temperaturen unter Tom Clancy's HAWX, welche schlicht Spitzenwerte in Spielen darstellen – waren alles in allem durchaus tragbar für die Grafikkarte. Es fanden sich keine bedenklichen Werte ein, wenngleich die Werte eben deutlich höher lagen als mit dem ersten Muster.

Die Temperaturen unter Furmark – einer extremen Lastsimulation – wurden dann gerade noch im Bereich des möglichen absolviert, wenngleich nicht mit Bravour:

Bild: AMD Radeon HD 5000 - Fertigungsschwankungen?

Die Lüfterdrehzahlen zwischen dem Muster 1 und dem Muster 2 unterschieden sich dabei deutlich. Das erste Muster drehte seinen Lüfter unter Furmark auf fast 2200 Umdrehungen hoch, das zweite Muster verharrte knapp unter 1700 Umdrehungen pro Minute.

Aber die Lüfterdrehzahl war nicht das wirkliche Problem. Der Chip des zweiten Musters schien einfach mehr Temperatur zu entwickeln. Die Spannungen – welche wir erst in Verdacht hatten – schieden als möglicher Faktor aus, da diese fast identisch waren, mit leicht höheren Werten beim zweiten Muster.

Wir haben den Lüfter des zweiten Musters durch Eingriff von Außen hoch geregelt. Doch bei den erwähnten zirka 2200 Umdrehungen erreichten wir dennoch Temperaturen im Bereich von 83 °C. Erst als der Lüfter dann mit fast 3300 Umdrehungen arbeitete, konnten wir den Chip auf etwas mehr als 70 °C herunterkühlen – wir agierten bei etwa 72 °C.