Kompakte Wasserkühlung: Corsair Hydro H50

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Fazit



Corsair ist mit diesem Kühlsystem eine im Betrieb meist leise und ziemlich leistungsfähige Konstruktion gelungen. Lediglich unter extremer Last wird das System lauter, aber noch nicht unangenehm. Im normalen Betrieb gibt die Pumpe aber permanent ein surrendes Geräusch von sich.

Mit einem Preis von ca. 60 Euro ist das Set nicht teurer als ein äquivalentes Luftkühlungsystem, aber auch nicht besser. Die von uns als Vergleich genommene Kombination von Thermalright Ultra 120 sowie Noctua-Lüfter liegt in ähnlichem Preisrahmen und bietet die gleiche Leistung und Lautstärke. Das Corsair-Kit verlangt allerdings noch einen weiteren Lüfter der sich um die Abluft des Radiators kümmert. In unserem Fall musste somit zusätzlich noch eine weitere Investition getätigt werden.

Bild: Kompakte Wasserkühlung: Corsair Hydro H50

Bei der Montage gibt es Punktabzug in der B-Note: Wenn hier nicht exakt gearbeitet wird, kann das eine frustrierende Mission werden. Corsair hat dies aber schon erkannt und eine neuere Revision des System ist seit Oktober auf dem Markt, die eine einfachere Montage für den Kühler mit sich bringt.

Die Frage die sich hier allerdings anschließend stellt: Wen möchte Corsair mit dem System erreichen? Das System ist nicht leiser oder leistungsfähiger als eine gute Luftkühlung und auch nicht günstiger. Der Kühlkörper selbst ist dafür natürlich um einiges kleiner und könnte in schmalen Gehäuse Einsatz finden, das macht dann aber wieder der Radiator zunichte, der eine 120 mm große Lüfteröffnung benötigt und warme Luft hineinbläst.

Es gibt somit weder pro noch contra für den Corsair Hydro H50. Lediglich der "Ich habe eine Wasserkühlung"-Punkt spricht für den Hydro H50 und ob das genügt oder ein Grund zum Umstieg ist bleibt letzendlich dem Geschmack des Anwenders überlassen.

[dg], 11. November 2009

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