Corsair P128 - Solid State Drive mit 128 GB

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Die Testumgebung



Um die SSDs in einer aussagekräftigen Umgebung darzustellen haben wir den Testparcours etwas überarbeitet. Aus diesem Grund wurde der Parcours auf die Erfordernisse abgestimmt, die notwendig waren, um die Performance-Entwicklung im Verlauf des Betriebs zu überwachen. Wurden vorher die Benchmarks jeweils einzeln sequenziell hintereinander Durchlaufen, liegt nun der Fokus auf dem Gesamt-Parcours, um die Änderung der Leistung nachstellen zu können.

Bild: Corsair P128 - Solid State Drive mit 128 GB

Dazu wurde als einfaches Tool ATTO deutlich stärker eingebunden. Zusätzlich erfährt der PC Mark Vantage als synthetischer Benchmark für die Auswirkung auf verschiedene Anwendung unterschiedliche Durchläufe jeweils im Neuzustand ("Clean") sowie zum Ende des Parcours ("Used").

Ziel ist es, einen realistischen Verlauf der Performance wiederzugeben und auf diesem Weg abschätzen zu können, ob die SSDs auch nach mehreren Betriebsstunden noch die Performance bieten, welche die Hersteller auf den Verpackungen versprechen.

Da für den Test die Solid State Drives Low-Level-Formatiert werden mussten, vielen aus früheren Tests die meisten Modelle heraus, da sie das Feature nicht unterstützen. Dieses ist jedoch notwendig, um die Zellen zurückzusetzen und die Performance wiederherzustellen, die im Auslieferungszustand gegeben war.

Bild: Corsair P128 - Solid State Drive mit 128 GB

Als potenter Gegner für die Corsair P128 bleibt daher die Intel X25-M. Die übrigen Resultate anderer Solid State Drives verbleiben in den Gegenüberstellungen zunächst weiterhin, solang es der Übersicht nicht schadet, um den Fortschritt der Entwicklung über die Zeit besser einschätzen zu können.

Testkandidaten:

  • Corsair P128 SSD 2,5 Zoll SATA II 128 GB (Preisvergleich)

  • OCZ Vertex SSD 2,5 Zoll SATA II 120 GB (Firmware 1370) (Amazon)
  • G.SKILL Falcon SSD FM-25S2S-128GBF1 2,5 Zoll SATA II 128 GB (Amazon)
  • G.SKILL SSD FM-25S2S-256GBT1 2,5 Zoll SATA II 256 GB
  • G.SKILL SSD FM-25S2S-64GB 2,5 Zoll SATA II 64 GB
  • Westen Digital Raptor 3,5 Zoll WD740ADFD SATA mit 74 GB
  • Super Talent Master Drive MX SSD SATA II 2,5 Zoll 120 GB
  • Intel SSD X25-M 2,5 Zoll SATA II 80 GB
  • Hitachi DeskStar HDT721010SLA (1,0 TB, 16 MB Cache)
  • Samsung SpinPoint F1 HD103UJ (1,0 TB, 32 MB Cache)
  • Seagate Barracuda ST31500341AS (1,5 TB, 32 MB Cache)
  • Western Digital WD10EADS (1,0 TB, 32 MB Cache)
  • Western Digital WD20EADS (2,0 TB, 32 MB Cache)


Testsystem:

  • Intel Core 2 Duo E6600
  • 2 GB Corsair XMS2 DDR2-800 (PC6400) CL5-5-5-18 1024 MB
  • ASUS P5Q Pro
  • MSI N9600GT


Software:

  • Windows Vista Ultimate 64 Bit SP1
  • PCMark Vantage
  • H2BenchW 3.12
  • ATTO Disk Benchmark 3.12
  • INF_allOS_9.0.0.1011_PV
  • Intel Matrix Storage IATA85
  • Marvell Treiber 2.1.0.10_PV_marvell
  • NVIDIA GeForce Vista 64 Bit 177.83



Erläuterungen zu den Benchmarks



Fast alle Benchmarks listen diesmal die getesten Produkte mehrfach mit unterschiedlichen Konfigurationen. Dabei unterscheiden sie sich hauptsächlich im Zustand "clean" und "used". Ersteres entspricht dabei der SSD im Neuzustand, während die "used"-Ergebnise jeweils zum Schluss des Parcours ermittelt wurden, wenn schon zahlreiche Schreibvorgänge und Dateitransaktionen durchgeführt wurden. Zum Vergleich findet sich dieses Bild auch bei der Intel X25-M. Beide SSDs wurden zu Beginn mit HDDErase in den Neuzustand versetzt. Zur Information finden sich auch die Ergebnisse der Intel X25-M ohne Zusatz. Sie entsprechen den Resultaten unserer ersten Tests mit alter Firmware.


c't H2BenchW

Der H2BenchW ist ein speziell entwickeltes Programm der Fachzeitschrift c't zur Messung der Festplatten-Performance. Auf unterster Hardware-Ebene werden verschiedene Zugriffe auf das Speichermedium gemessen. Dadurch vermeidet die Software den Einfluss von Dateisystemen, wie er etwa beim einfachen Kopieren von Dateien hervortreten kann und beschränkt die limitierenden Faktoren zumindest in der Theorie lediglich auf den Chipsatz-Controller des Mainboards und die Steuer-Logik der Festplatte selbst.

Gemessen werden sowohl die Zugriffszeiten beim Lesen und Schreiben als auch verschiedene Transferraten an einer Vielzahl unterschiedlicher Messpunkte. Diese Unterschiede ergeben sich aufgrund des Umstandes, dass Festplatten nicht an allen Positionen die gleiche Geschwindigkeit erreichen. Um folglich ein brauchbares Maß über die Performance zu erhalten, ist dieses Vorgehen überaus nützlich.

Schließlich lassen sich auch Dauertransferraten ermitteln, die etwa mit einem sequentiellen Lesen oder Schreiben sehr großer Dateien vergleichbar sind.

PCMark Vantage HDD Benchmark

Der 3DMark Vantage ist ein synthetischer Anwendungs-Benchmark, der in seinem Setup spezielle Test-Szenarien anbietet, die als besonders kritisch für die Festplatte bekannt sind. Darunter Fallen Vorgänge wie der Start des Betriebssystems oder der Einsatz typischer Windows-Anwendungen in Standard-Szenarien. Die Fälle unterscheiden sich grob durch die Häufigkeit der Lese- und Schreibvorgänge sowie die Größe der jeweiligen Datenblöcke, die verwendet werden.

IOMeter

Neu hinzugekommen in diesem Test ist die Software IOMeter, die Aufgrund ihrer umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten vor allem zur Simulation von Langzeit-Tests interessant ist. Im Rahmen unseren Test-Parcours liegt dabei der Fokus weniger auf den absoluten Ergebnissen des Benchmarks sondern vielmehr auf den relativen unterschieden, die sich zwischen den SSDs und nach unterschiedlicher Laufzeit ergeben. Wer diese Resultate in aller Ausführlichkeit nachvollziehen will, dem sei ein Blick in den Anhang empfohlen.