Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]

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Das wohl markanteste Merkmal des EP45-UD3 ist die für Gigabyte typische Farbgebung der Platine. So ist das PCB in einem auffälligen Blau-Ton gestaltet, was zusammen mit den DIMM-Bänken und SATA-Anschlüssen in Rot-, Gelb- und Violett-Tönen ein wahrlich buntes Erscheinungsbild erzeugt. Dezent ist definitiv etwas anderes. Doch da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, wollen wir uns nun handfesteren Dingen zuwenden.

Bild: Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]

Wie auch bei der Konkurrenz finden lediglich Feststoffkondensatoren, besonders leistungsfähige Transistoren und Spulen mit Eisenkern Verwendung. Anders als die beiden ASUS-Platinen oder das P45 Platinum von MSI besitzt das EP45-UD3 jedoch keine Heatpipe zur Kühlung von Chipsatz und Spannungswandlern. Letztere kommen bei unserem heutigen Testkandidaten sogar vollkommen ohne Kühlung aus.

Die North- und die Southbridge werden von relativ kleinen Kühlkörpern in Form eines Motorblockes passiv gekühlt. Trotz der im Verhältnis zu den anderen Kandidaten kleineren Kühlkörpern behielt die Gigabyte-Platine stets einen kühlen Kopf und stieß während der Tests nie in kritische Temperaturbereiche vor.

Bild: Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]
Ganz gegen die Werbung des Herstellers, man verwende ausschließlich besonders hochwertige Komponenten, werden die Kühlkörper allerdings durch unansehnliche Pushpins festgehalten. Hier hätte man wenigstens Plastikpfropfen in Kühlerfarbe nehmen können.

Ganz anders zeigt sich hier das Bild rund um den Sockel. Die direkte Umgebung zeigt sich sehr aufgeräumt, so dass sich auch große Kühler ohne Probleme montieren lassen sollten. Auch die verwendeten Komponenten machen einen hochwertigen Eindruck. Den achtpoligen Anschluss für die Energiezufuhr platziert Gigabyte dabei ebenso wie den 24-poligen ATX-Stecker sehr gut erreichbar am Rand der Platine, so dass nur in sehr seltenen Fällen Verrenkungen nötig sein sollten, um an die Stecker zu gelangen.

Bild: Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]
Die sechs Phasen der Stromversorgung unterliegen Intels neusten Richtlinien zur Energiezufuhr, namentlich den VRM11.1. Damit ist es möglich je nach Last unterschiedlich viele Phasen zu nützen und im Idle sogar alle bis auf eine einzige abzuschalten. Grundvoraussetzung ist allerdings der Einsatz der DES-Software, auf die wir später noch eingehen wollen.

Die Regelung der Phasen übernimmt auf dem EP45-UD3 wie auf fast allen anderen aktuellen Gigabyte-Platinen ein Chip der Firma Intersil. Auf unserem heutigen Probanden findet man den ISL6336, welcher in unmittelbarer Nähe zum Sockel platziert wurde.

Bild: Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]
Wie MSI auch, macht Gigabyte die Nutzung der Phasen in der Spannungsversorgung über LEDs auf der Platine sichtbar, so dass man stets weiß wie viele Wandler aktiv sind. Allerdings läuft man je nach Gehäuse auch Gefahr, dass der Rechner mit einem Weihnachtsbaum verwechselt wird.

Bild: Gigabyte EP45-UD3 [Intel P45]
Neben den LEDs befindet sich die Spannungsversorgung des Arbeitsspeichers, welche wie die des Speichercontrollers – also der Northbridge – zwei Phasen besitzt. Diese können allerdings, anders als bei MSI, nicht geregelt werden.