Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

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Temperaturen: offener Teststand vs geschlossenes Gehäuse



Wir steigen nun in das schwierigste, wenngleich wichtigste Kapitel des Tests ein. Wir hatten in der Testumgebung bereits ausgeführt, dass wir speziell für passive Karten ein geschlossenes Gehäuse verwenden – hier nun auch in aktueller Fassung. Auf einem offenen Teststand, was wir grundsätzlich erst einmal einem nicht belüfteten ATX-Tower gleichstellen, versagt dieses Gigabyte-Produkt vollends. Wir wollen anhand dieser Karte einmal demonstrieren, wie sich dieser Luftfluss – getragen von einem Front- und einem Rear-Fan – praktisch auswirken kann.

Dazu haben wir bei dem Gehäuse schlicht die Außenwand offen gelassen, wodurch die gezielte Luftzirkulation erst einmal versagt. Im Verlauf der gleichen Messung (wir sprechen vom Idle-Betrieb!) haben wir die Gehäusewand dann geschlossen. Es zeichnet sich folgendes Bild:

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

Nach ca. 30 Minuten Idle-Betrieb (zuvor legten wir 5 Minuten Last an), liegt die GPU-Temperatur bei offener Gehäusewand bei 70 °C. Diese Temperatur veränderte sich nicht mehr. Auf dem offenen Teststand erreichten wir hier Temperaturen von ca. 67 °C.

Danach schlossen wir die Gehäusewand und ca. 15 bis 20 Minuten später hatte sich die Temperatur auf 58°C abgesenkt. Öffneten wir die Wand, stieg die Temperatur sofort wieder an.

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

Zusätzlich haben wir die Grafikkarte an einer der Heatpipes mit unserem Tenma 72-2065A Messgerät verkabelt. Damit hatten wir im Bereich der Lasttests grundsätzlich einen Anhaltspunkt, in welchem Temperaturbereich die Karte sich aktuell bewegt und gleichzeitig einen Referenzpunkt für unsere späteren Messungen mit der Wärmebildkamera.