Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

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Temperaturen: Praxis



Es gab für uns schon nach kurzer Zeit auf dem offenen Teststand keine Alternative mehr. Schon nach wenigen Minuten Furmark glühte nicht nur GPU, sondern auch das Grafikboard:

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

Im Bereich der Wandler auf der Rückseite des Boards erreichten wir schon nach solch kurzer Zeit knapp 100 °C. Hätten wir Furmark hier durchlaufen lassen, wäre die GV-R485MC-1GH mit Sicherheit in die Notabschaltung gegangen.

Nach dem Wechsel ins geschlossene Gehäuse schien sich erst einmal Entwarnung einzustellen. Nach 45 Minuten 3D-Mark06-Loops zeigte unser Tenma-Messgerät eine Temperatur an der Heatpipe von 72 °C – die GPU-Temperatur wurde vom RivaTuner zu diesem Zeitpunkt mit ca. 95 °C ermittelt.

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

In diesem Zustand bemerkten wir allerdings auch schon, dass das Gigabyte Mainboard den Front-Lüfter höher ansteuerte und dieser war dann als einzige Komponente klar aus dem Gehäuse wahrzunehmen.

Nun könnte alles so einfach sein – isses aber nicht! Denn 3DMark06 hat nichts mit Praxis zu tun. Werfen wir erst einmal einen Blick auf Furmark (ja, das ist auch keine Praxis):

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

Die vorstehend gezeigte Messung – ca. 10 Minuten nach den 3DMark06-Durchläufen – zeigt einen Zeitraum von 3 Minuten. Danch brachten wir den Test ab, denn die Temperaturen stiegen immer weiter an. Das Tenma-Messgerät zeigte bei 105 °C GPU-Temperatur innerhalb von 3 Minuten schon knapp 80 °C an der Heatpipe an.

Und da Furmark von vielen Lesern eben auch nicht als praxistauglich angeshen wird, haben wir doch schlicht einmal Bioshock verwendet. Dort bewegten wir uns nach Ablauf des Intros lediglich für ca. 3 bis 5 Minuten im Spielanfang:

Bild: Gigabyte GV-R485MC-1GH - passive HD4850

Als unser Tenma-Messgerät hier bereits 94 °C Temperatur an der Heatpipe signalisierte, brachen wir den Test ab. In diesem Zeitraum stellte der RivaTuner eine GPU-Temperatur von 108 °C fest – Tendenz weiter steigend, ohne Stopp.

Mit Sicherheit ist auch dieses Verhalten als durchaus extrem anzusehen. Die Karte durchlief am Stück (ohne dass wir Messungen zur Temperatur angestellt hätten) den gesamten, neuen Grafikkarten-Testparcours ohne Absturz. Allerdings zeigen sich in diesen sieben Stunden Dauer des Parcours auch Verschnaufpausen, was durchaus einem Spielchen am Abend über ein paar Stunden nahekommen könnte. Allerdings sprechen wir hier von einem Stresseinsatz der Karte über einen Tag, einem Testzeitraum von wenigen Tagen. Im Dauereinsatz könnte der Schuss auch nach hinten losgehen, denn auf einer Grafikkarte befinden sich auch Temperaturempfindliche Bauteile, welche bei zu hohen Temperaturen schneller altern und damit ausfallen.