Point of View GeForce GTX 285 und MSI GeForce GTX 295 im Test

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Technik



Eckdaten GeForce GTX 295 GeForce GTX 285 GeForce GTX 280 GeForce GTX 260 Radeon HD 4870 X2
Codename 2x GT200b GT200b GT200 (GTX 280) GT200 (GTX 260) R700 (2x RV770 )
Fertigung 55 nm 55 nm 65 nm 65 nm 55 nm
Transistoren 2x 1,4 Mrd. 1,4 Mrd. 1,4 Mrd. 1,4 Mrd. 2x 965 Mio.
Taktrate Chip 576 MHz 648 MHz 602 MHz 576 MHz 750 MHz
Taktrate Shader 1242 MHz 1476 MHz 1296 MHz 1242 MHz 750 MHz
Taktrate Speicher (MHz) 999 MHz 1242 MHz 1107 MHz 999 MHz 900 MHz
Taktrate Speicher (Mbps) 1998 Mbps 2484 Mbps 2214 Mbps 1998 Mbps 3600 Mbps
Speicherart GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR3 GDDR5
typische Speichergröße 896 MB (pro GPU) 1024 MB 1024 MB 896 MB 1024 MB (pro GPU)
Speicheranbindung 448 bit 512 bit 512 bit 448 bit 2x 256 bit
Shader Recheneinheiten 2 x 240 unified Shader 240 unified Shader 240 unified Shader 192 unified Shader 2x 800 (160xVec5) unified Shader
Typ Shadereinheiten Skalar-Prozessoren (1 Komponente) Skalar-Prozessoren (1 Komponente) Skalar-Prozessoren (1 Komponente) Skalar-Prozessoren (1 Komponente) Vec5 (Co Issue 1:1:1:1:1)
Fähigkeiten pro Shadereinheit 1 MADD + 1 MUL 1 MADD + 1 MUL 1 MADD + 1 MUL 1 MADD + 1 MUL MADD
Textur-Einheiten (TMUs) 2x 80 80 80 64 2x 40
Raster-Operation-Einheiten (ROP) 2x 28 32 32 28 2x 16
Shader-Model-Version 4.0 4.0 4.0 4.0 4.1
DirectX-Version DirectX 10 DirectX 10 DirectX 10 DirectX 10 DirectX 10.1
TDP (Thermal Design Power) 289 Watt 183 Watt 236 Watt 182 Watt 286 Watt


Beide Kandidaten aus unserem heutigen Test setzen auf den GT200b-Chip. Dieser Chip stellt einen Die-Shrink der GT200-GPU dar, welche seinerseits bei der GeForce GTX 280 und GTX 260 zum Einsatz kommt. Die kleinere Stukturbreite von 55 nm ermöglicht hierbei neben einer günstigeren Fertigung auch höhere Taktraten bei einer gleichzeitig niedrigeren Leistungsaufnahme.

Bezüglich der GTX 285 setzt NVIDIA hierbei auf den GT200b-Chip im Vollausbau. Wie bereits vorweggenommen, entsprechen die technischen Daten mit 240 Unified Shadern, 32 Texturierungs-Einheiten (TMUs), 32 Raster-Prozessoren (ROPs) und einem 512 bit breiten Speicherinterface jenen der GTX 280 auf GT200-Basis. Unterschiede, die sich letztendlich in Puncto 3D-Leistung niederschlagen, ergeben sich also lediglich durch die höheren Taktraten der GeForce GTX 285.

Das neuen NVIDIA-Flaggschiff – die GeForce GTX 295 – setzt gleich auf zwei GT200b-GPUs, welche auf zwei separaten PCBs organisiert sind. Die Kommunikation zwischen den beiden GPUs wird über eine PCI-Express-Bridge in Form des nForce 200 ermöglicht. Entgegen der GTX 285 versieht NVIDIA allerdings die beiden GPUs des neuen Top-Modells nicht mit dem vollen Funktionsumfang.

Bild: Point of View GeForce GTX 285 und MSI GeForce GTX 295 im Test

Die beiden GPUs der GTX 295 können anstelle von acht ROP-Partitionen nämlich nur auf deren sieben Stück zurückgreifen. Dies geht einher mit einer Verkleinerung des Speicherinterface auf eine Breite von 448 bit, da jede ROP-Partition über eine 64-bit-Schnittstelle (oder genauer 2x 32 bit) an den Speicher (zwei Speicherchips) angebunden ist. Durch diesen Umstand – sieben ROP-Partition mit je zwei 64-MB-Speicherchips – verringert sich auch die Speichermenge auf 896 MB (2x7x64 MB=896 MB) pro GPU, was der bisherigen GTX 260 entspricht.

Aber warum deaktiviert NVIDIA gerade die ROP-Einheiten? Der Grund hierfür dürfte wohl in der dadurch vereinfachten und somit günstigeren Realisierung des PCBs zu sehen sein. Gerade die große Anzahl an Datenverbindungen zum Speicher stellt hohe Anforderungen bei der Realisierung des PCBs. Durch die Deaktivierung einer ROP-Partition und dem damit einhergehenden kleineren Speicherinterface könnte es NVIDIA möglich gewesen sein PCB-Layer zu sparen. Ein Umstand der sich aufgrund der zwei PCBs der Karte natürlich auch doppelt in den Kosten niederschlägt und somit mehr Einsparungspotential bietet als bei einer Single-Karte.

Doch ebenso plausibel erscheint die Erklärung, dass die Ableitung der entstehenden Wärme ein limitierender Faktor war. Dafür sprächen auch die verhältnismäßig niedrigen Taktfrequenzen im Vergleich zu den Verwandten. Aber ohne klare Erklärungen seitens NVIDIA bleibt das alles Spekulation.