AMD Phenom II X3 705e und Phenom II X4 905e im Test

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Das Geheimnis des Erfolgs?



Nun haben wir alle Details zu Technik der Prozessoren gesammelt. Dabei konnten wir feststellen, dass die e-Modelle im Wesentlichen gleiche technische Details wie den Cache oder den Speichercontroller aufweisen. Ferner durften wir aber auch feststellen, dass der Takt etwas unter den gewöhnlichen Prozessoren liegt.

Der wesentliche Unterschied ist jedoch die Spannung, welche bei unseren heutigen Testkandidaten deutlich niedriger war. Der X3 705e arbeitet mit rund 1,185 V und der X4 905e gar nur mit 1,161 V. Ist dies das Geheimnis der doch deutlich gesenkten Leistungsaufnahme?

Bild: AMD Phenom II X3 705e und Phenom II X4 905e im Test

Um dies zu kontrollieren bedienten wir uns der beiden Top-Modelle AMD Phenom X4 955 BE und dem AMD Phenom II X3 720 BE und stellten mit ihnen erneute Messungen an.

Zunächst stellten wir den Takt über den Multiplikator auf 2,5 GHz ein und überprüften die Leistungsaufnahme der CPU unter Last. Die Idle-Werte haben wir für diesen Versuch nicht herangezogen, denn durch die Veränderung des Multiplikators wurde auch Cool'n'Quiet deaktiviert.

Anschließend reduzierten wir zusätzlich die Spannung der beiden Prozessoren. Hierbei erreichten wir mit dem X2 720 BE eine Spannung von 1,181 V und beim X4 955 BE von 1,165 V. So lagen die jeweiligen CPUs in etwas gleich auf und wir kontrollierten erneut die Leistungsaufnahme unter Last.

Leistungsaufnahme (Last)X3 705eX3 720 (2,5 GHz)X3 720 (2,5 GHz / 1,181 V)
Gesamtsystem156,6 Watt172,8 Watt150,6 Watt
CPU inkl. Wandler55,63 Watt70,98 Watt50,56 Watt
Leistungsaufnahme (Last)X4 905eX4 955 (2,5 GHz)X4 955 (2,5 GHz / 1,165 V)
Gesamtsystem160,3 Watt217,6 Watt172,1 Watt
CPU inkl. Wandler60,76 Watt109,92 Watt70,52 Watt


Dieser kleine Versuch zeigt es dann deutlich: Der wesentliche Trick der e-Modelle ist wirklich die gesenkte Spannung. Auch wenn die Werte nicht vollständig übereinstimmen so sieht man dennoch das sie im Rahmen liegen, vor allem wenn man die doch leicht unterschiedlichen Spannungen, das abgeschaltete C'n'Q und Messtoleranzen mit einbezieht.