AMD Phenom II X3 705e und Phenom II X4 905e im Test

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DDR2 vs DDR3



Schon im Vorfeld hatten wir immer mal wieder einen Blick auf die Möglichkeit geworfen, dass die neuen AM3-Prozessoren sowohl mit DDR2- als auch mit DDR3-Speicher arbeiten können. Dabei konnten wir immer wieder beobachten, dass ein wirklicher Leistungsgewinn nur schwer auszumachen ist. Vielmehr zeigten unsere teilweise recht ausführlichen Benchmarks, dass es häufig von Anwendung zur Anwendung sehr unterschiedlich ist, mit welcher Art von Arbeitsspeicher man einen Vorteil hat.

Bild: AMD Phenom II X3 705e und Phenom II X4 905e im Test

Dieses Ergebnis ist jedoch nicht ungewöhnlich, denn der Speichertakt zeigt nur ein Bild des Arbeitsspeichers und ist vor allem Marketing geprägt. Was man jedoch schnell aus den Augen verliert sind die absoluten Latenzen, die eben auch eine Rolle spielen. Die nachfolgende Tabelle, welche die absoluten Latenzen am Beispiel der Cash Latency (CL) zeigt, macht deutlich, warum die absoluten Latenzen häufig für DDR2-Speicher sprechen. Um innerhalb der Spezifikationen der Testkandidaten zu bleiben müsste der DDR3-Speicher bei 1333 MHz mit einer CL zwischen fünf und sechs arbeiten um an die absolute Latenz unseres DDR2-Speichers heran zu kommen.

SpeicherartLatenzI/O-TaktZykluszeit [ns]absolute Latenz [ns]
DDR2-800CL 5400 MHz2,512,5
DDR2-800CL 4400 MHz2,510.0
DDR2-1066CL 6533 MHz1,911,4
DDR2-1066CL 5533 MHz1,99,5
DDR2-1066CL 4533 MHz1,97,6
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DDR3-1066CL 8533 MHz1,915,0
DDR3-1066CL 7533 MHz1,913,1
DDR3-1066CL 6533 MHz1,911,3
DDR3-1333CL 9667 MHz1,513,5
DDR3-1333CL 8667 MHz1,512,0
DDR3-1333CL 7667 MHz1,510,5
DDR3-1600CL 9800 MHz1,311,3
DDR3-1600CL 8800 MHz1,310,0


Auf Grund dieser Erkenntnisse haben wir uns beim heutigen Test lediglich auf den verkürzten Benchmark-Parcours beschränkt, denn wirklich neue Erkenntnisse haben wir nicht erwartet und wurden auch nicht gewonnen. Es hängt von der Anwendung ab, welcher Speicher-Typ letztlich im Vorteil ist. Dies zeigt aber auch, das diejenigen, welche nur einen schnelleren Prozessor wollen um die Leistung ihres alten Phenom- oder gar Athlon-I-Systems zu verbessern, mit dem ausschließlichen Kauf eines neuen Prozessors nicht falsch machen und so kostengünstig einen Leistungszuwachs erfahren.