Operation Cayman: AMD Radeon HD 6950 und HD 6970 stellen sich vor

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Radeon HD 6000: Aufgebohrte Eyefinty Technologie



Grundlegend gibt es in unseren beiden letzten Technikkapiteln keine Neuerungen mehr, welche nicht schon im Zuge der Radeon-HD-6800-Vorstellung bekannt wurden. Der Vollständigkeit halber, hängen wir die Informationen für all jene an, welchen die Neuerungen noch nicht bekannt waren. Die folgenden Informationen sind allerdings nur gültig hinsichtlich der neuen HD-6800- und HD-6900-Modelle. Dieser Hinweis erfolgt darum, da sich aktuell im Markt auch Modelle mit einer 6000-Bezeichnung einfinden könnten, bei welchen es sich um schlicht umbenannte, ältere Grafikgenerationen handeln könnte.

Weiterhin liegt bei AMD ein besonderes Augenmerk auf der Eyefinity-Technologie – der Multi-Monitoring-Technik des Herstellers. Während jene Anwendergruppe, welche schon lange mit mehreren Monitoren arbeitet, sich vorrangig in Applikationen jenseits von Spielen befand, hatte AMD mit der Vorstellung der Eyefinity Technologie in erster Linie die Spieler ansprechen wollen. Dabei war es durch den Einsatz eines zusätzlichen DisplayPort-Anschluss auf den Radeon HD-5000-Karten bereits möglich gleichzeitig drei Monitore anzusprechen, indem diese über DVI, HDMI und DisplayPort angeschlossen wurden.

Wirklich neu sind bei den AMD HD-6000-Modellen die Standards von HDMI und DisplayPort. Die Umsetzung des HDMI-Ausganges wurde nun dem aktuellen Standard 1.4a angepasst, jene des DisplayPorts entspricht der Version 1.2. Das besondere Augenmerk liegt bei AMD dabei wieder auf dem DisplayPort, dessen Rohdaten-Bandbreite sich mit rund 21,6 Gbit/s gegenüber dem bisherigen Standard 1.1 praktisch verdoppelte. Allerdings mussten hierfür Abstriche bei den DVI-Ausgängen gemacht werden. Anders als von bisherigen Modellen bekannt, ist nur noch einer der beiden DVI-Ausgänge als Dual-Link und somit für Auflösungen größer 1920x1200 ausgelegt.

Bild: AMD Radeon HD 6800 Reloaded: Der Blick aufs Detail


Durch den Einsatz von zwei Mini-DisplayPort-Anschlüssen ist es nun mit einer Radeon HD 6800 oder HD 6900 theoretisch möglich, bis zu sechs Monitore gleichzeitig anzusprechen – allerdings nur unter Zuhilfenahme weiterer Hardware. So bedarf es zur Umsetzung des Multi-Stream-Transport (MST) eines Hubs, welcher das Signal der Grafikkarte auf den ersten Monitor entgegen nimmt und die Streams dann auf die weiteren Displays splittet.

Bild: AMD Radeon HD 6800 Reloaded: Der Blick aufs Detail


Alternativ können hier auch Monitore eingesetzt werden, welche sich durch DP-Receiver und DP-Transmitter in Reihe schalten lassen.

Bild: AMD Radeon HD 6800 Reloaded: Der Blick aufs Detail


Durch solche Kombinationen, in Verbindung mit sechs Displays, wären auf einer Radeon HD 6800 / HD 6900 Auflösungen von bis zu 12800 x 1600 Pixeln möglich.

Bild: AMD Radeon HD 6800 Reloaded: Der Blick aufs Detail


Bislang war es bei der Radeon HD-5000-Serie hier erforderlich Eyefinity-6-Karten mit sechs Mini-DisplayPort-Anschlüssen des Standards 1.1 vorzuhalten.

Im unmittelbaren Vergleich zum Mitbewerb – sprich NVIDIA – stellt AMD dann eben noch einmal vorrangig den Vorzug heraus, dass es mit einer entsprechenden AMD-Grafikkarte möglich ist, gleichzeitig drei Monitore anzusprechen, wohingegen dies bei der Konkurrenz zwei Grafikkarten erfordere. Allerdings muss man aktuell (noch) festhalten, dass diese Funktionalität eher eine Minderheit bei den Spielern ansprechen dürfte. Es zeichnen sich bei Spielern und Enthusiasten zwar vermehrt der Einsatz von zwei Bildschirmen gleichzeitig ab, drei Bildschirme sind aber eher noch als Ausnahme zu betrachten und sechs Displays zum Spielen dürfte aktuell – ungeachtet der Performancefrage – Utopie sein.

AMD Eyespeed Technologie



Unter dem neuen Oberbegriff Eyespeed Technology fasst AMD viele Punkte aus dem Bereich Multimedia und GPU Computing zusammen. Dabei fallen einige der neuen Features unmittelbar unter Änderungen, welche aus dem Chipdesign stammen, andere wiederum sind schlicht auf Software von Drittanbietern zurück zu führen.

Zum Teil haben wir uns im heutigen Artikel bereits hinsichtlich Änderungen bei der neuen Radeon HD-6900-Serie geäußert, was GPU Computing betrifft. Ansonsten fällt auch noch die AMD HD3D Technology unter den Oberbegriff Eyespeed, wie auch die Unified Video Decoder 3 (UVD3) Technik. Hier wollen wir dann aber hinsichtlich weiterer Informationen auf unser entsprechendes Kapitel im Radeon HD-6800-Artikel verweisen.

 

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