Corsairs jüngster Spross: Graphite 600T Gamer-Gehäuse im Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 3

Design und Layout



Während die bisherigen Corsair-Gehäuse der Obsidian-Serie eher in kantiger Bauform gehalten wurden, hat der Hersteller dem Graphite 600T gerundete Kanten spendiert. Dabei ist natürlich die Mixtur aus lackiertem Stahlblech und Kunststoff schon auf den ersten Blick nicht zu leugnen, doch letzten Endes wird der Endkunde in den meisten Fällen im Gehäusemarkt eben mit dieser Mixtur konfrontiert.

Ob nun Rundungen oder Ecken, es geht bei solchen Design-Entscheidungen letztlich nur in Richtung der Optik und es steht uns objektiv überhaupt nicht zu, darüber ein Urteil zu fällen, denn über Geschmack lässt sich nun eben nicht, oder aber sehr trefflich streiten. Und damit wollen wir das auch lassen.

Bild: Corsairs jüngster Spross: Graphite 600T Gamer-Gehäuse im Test
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Graphite 600T Front Graphite 600T Rückseite Graphite 600T Seitenansicht


Die Front des Gehäuses bietet auf jeden Fall durch ihre Gitter recht großzügige Öffnungen zum direkten Innenleben, was sich in Verbindung mit der Breite des 600T – einem durchaus großen Resonanzraum – auf die Lautstärke auswirken könnte.

Auf der Rückseite erkennt man sogleich, wo das Netzteil seinen Platz finden soll, nämlich am Boden des Gehäuses. Dies scheint ein aktuell beschlossener Weg der Gehäuse-Produzenten für Gamer und Enthusiasten zu sein und ist prinzipiell so eigentlich nicht in den Spezifikationen vorgesehen. Die beiden runden Durchlässe auf der Rückseite – mit geschlitzten Gummiabdichtungen versehen – sind natürlich eine Hommage an Besitzer von Wasserkühlungen, welche dort ihre Schläuche hindurchführen können.

Bild: Corsairs jüngster Spross: Graphite 600T Gamer-Gehäuse im Test
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Front-Anschlüsse und Lüftersteuerung Öffnungsmechnismuss Deckel Schlösser im Graphite 600T


Betrachten wir die äußerlichen Details, so ist natürlich das Front-Control-Panel direkt auffällig. Hier hat Corsair den Drehregler seiner Lüftersteuerung untergebracht, aber auch die Anschlüsse für USB 2.0 / 3.0, Firewire oder eben Audio. Dort finden sich ebenfalls die Taster für Reset oder Power wieder. Die Anordnung hier ist durchaus übersichtlich und vorbildlich.

Auf der Gehäuseoberseite lässt sich durch das große Gitter ein weiterer Lüfter erblicken. Dieser 200-mm-Fan bläst nach Außen und damit braucht es in diesem Lüftergitter keinen Staubschutzfilter. Der Bereich kann (und muss) jedoch gelegentlich geöffnet werden. Kurzhubtasten am Ende des Gitters, gehalten von Kunststoff-Arretierungen, ermöglichen es den Bereich abzunehmen. Die Arretierungen erwecken allerdings hinsichtlich der Langlebigkeit des Mechanismus kein wirkliches Vertrauen. Andererseits ist es für solche Mechanismen derzeit offenbar eben Stand der Technik im Midi-Tower-Segment. Letztendlich dürften hier wohl Kostengründe der maßgebliche Faktor sein.

Unter der Abdeckung verbirgt sich ebenfalls der Schlossmechanismus für die Seitentüren, welcher mittels der beiliegenden Schlüssel zu betätigen ist. Der Schließmechanismus, vorgesehen bei Midi-Towern, rückt bei dieser Position und der Abdeckung eher in den Hintergrund. Es hat den Anschein, dass die Entwickler hier zwar den Vorschriften dienen wollten, aber weder dem Schloss, noch der Erreichbarkeit sonderliche Aufmerksamkeit schenken wollten.

Bild: Corsairs jüngster Spross: Graphite 600T Gamer-Gehäuse im Test
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Öffnungsmechanisumus Seitentüren Filter des Front-Lüfters


In der Front hat Corsair einen Lüfter mit einem Durchmesser von 200 mm platziert. Damit dieser nicht Unmengen an Staub ins Gehäuse transportiert, hat der Hersteller in die davor gesetzten Gitter einen Staubschutzfilter integriert. Durch Kurzhub-Tasten an der oberen Seite der Abdeckung, lässt sich auch dieses Gitter öffnen und abnehmen.

Um ans Innenleben des Gehäuse zu gelangen, hat Corsair die Türen rechts und links mit jeweils zwei Riegeln versehen, welche sich durch geringen Druck entriegeln lassen. Die Seitenwände sind dadurch schnell abgenommen. Und so wenden wir uns dem Innenleben in den folgenden Kapiteln zu.