Gigabyte HD 5770 Silent Cell - weltweit erste passive Radeon HD 5770 im Test

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Gesamtwertung und Fazit



Unsere nachfolgende Gesamtwertung bezieht sich ausschließlich auf den aktuellen Status Quo und das aktuelle Testfeld und spiegelt in der Zusammenfassung unsere Erfahrungen im Test wieder. Man gelangt mittels Klick auf die einzelne Wertungskategorie sofort in das entsprechende Testkapitel.

Testwertung Gigabyte HD 5770 Silent Cell (GV--R577SL-1GD)
Performance o
Lieferumfang o
Kühlleistung +
Lautstärke Idle ++
Lautstärke Last ++
Leistungsaufnahme Idle +
Leistungsaufnahme Last +
Übertakten (passive / aktive Kühlung) - / ++
Preis (Produkt noch nicht lieferbar) Listungen zwischen 149 und 170 Euro
Mögliche Bewertungsmerkmale: -- / – / o / + / ++


Natürlich kann die Wertung in unserer Tabelle hier nur auf "Durchschnitt" im Bereich Lieferumfang und Performance lauten. Gigabyte spendiert dem Produkt an Beilagen eigentlich nur das notwendigste und da man mit den üblichen Radeon-HD-5770-Taktraten arbeitet, kann man auch nur so schnell agieren, wie diese entsprechenden Modelle.

Aber Gigabytes Augenmerk lag ja auch nicht darauf, eine übertaktete Version einer Radeon HD 5770 zu präsentieren, sondern vielmehr darauf, dass man eine passive Umsetzung ermöglichen kann. Dies ist aus unserer Sicht auch sehr gut gelungen. Eine Gehäusebelüftung ist – wie bei allen passiv gekühlten Produkten – allerdings Pflicht. Wie wir gezeigt haben, kann diese Belüftung auch flüsterleise sein. Dabei zeigt die Gigabyte HD 5770 Silent Cell schon bei geringem Luftstrom eine Temperaturentwicklung, wie wir sie ansonsten von aktiv gekühlten Karten her kennen.

Freunden von HTPCs, welche nun darauf hofften einen passiv gekühlten 3D-Pixelbeschleuniger zu erhalten, müssen wir zur Vorsicht raten. Das Silent-Cell-System ist in Höhe und Länge sehr ausladend und man sollte zuerst den vorhandenen Platz im Gehäuse prüfen.

Bild: Gigabyte HD 5770 Silent Cell – weltweit erste passive Radeon HD 5770 im Test

Für Overclocking-Fans könnte sich die Grafikkarte als interessant erweisen, sofern die Absicht besteht mit einer aktiven Kühlung zu arbeiten. Wie unsere Tests zeigten, genügte die zusätzliche Kühlung mit einem flüsterleisen 120-mm-Lüfter, um mit dem Radiator hervorragende Temperaturergebnisse und sehr gute Overclocking-Werte zu erhalten. Das wiederum dürfte aber eigentlich auch nicht die wirkliche Zielgruppe des Produktes sein – aber erfolgreich entfremden kann man viele Dinge ;).

Nach all den Betrachtungen bleibt nur noch eine Schlussfolgerung: Die Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell zielt klar auf die Zielgruppe der Anwender, welche sich ein sehr, sehr leises System in einem PC-Tower-Gehäuse zusammenstellen möchten und denen die 3D-Leistung einer Radeon HD 5770 ausreicht. Dort ist die GV-R577SL-1GD auch zu empfehlen.

Da die Grafikkarte noch nicht offiziell im Markt vorgestellt ist und vermutlich erst im Laufe dieser Woche bei den Händlern erscheinen wird, ist es noch etwas kniffelig den Preis abschließend zu beurteilen. Die günstigste Vorablistung sieht einen Preis um 150 Euro, die teuerste von 170 Euro vor. An den zuletzt genannten Preis als Durchschnittspreis glauben wir aber eher nicht. In Anbetracht des Eigendesigns und des hochwertigen Kühlers wären 149 Euro sicherlich gerechtfertigt – wenngleich 20 Euro höher als die günstigsten Radeon-HD-5770-Karten mit 1024 MByte Speicher und aktiver Kühlung.

[pg], 05. September 2010

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