G.Skill Falcon II Solid State Drive

Storage & Speicher | HT4U.net | Seite 15

Langzeit-Performance von SSDs



Die nachfolgenden Werte sind erklärungsbedürftig. Sie stellen gemittelte Ergebnisse von IOMeter nach 16 Durchläufen dar. Damit soll dem Leser ein schneller Überblick darüber vermittelt werden, wie sich die SSDs auch bei einem längeren Einsatz verhalten. Der Parcours bestand dabei aus einem mix aus zufälligen Lese- und Schreibvorgängen, wie sie normalerweise auch im Alltagsbetrieb anzutreffen sind.

Um die Werte besser einschätzen zu können, legen wir außerdem Ergebnisse der Western Digital VelociRaptor bei, die unter den traditionellen Magnetspeicher-Festplatten als Highend-Modell gilt.

Wie sich das Laufwerk im Detail bei allen 16 Durchläufen verhält, ist im Anhang ausführlich dargestellt. Beispielhaft wollen wir hier nur die erreichten Transaktionen je Sekunde darstellen, die über den Zeitverlauf stetig abnehmen. Dies is ein klassisches Problem von SSDs, das G.Skill mit der Falcon II fast Lehrbuchhaft darstellt – aber auch bei allen anderen Herstellern und Laufwerken mehr oder minder stark anzutreffen ist.

IOMeter Ergebnisse G.Skill Falcon II 64 GB
IOps
Run #1
3893,7
Run #2
3717,4
Run #3
3189,7
Run #4
2949,0
Run #5
2714,0
Run #6
2519,9
Run #7
2345,5
Run #8
2203,1
Run #9
2075,3
Run #10
1968,3
Run #11
1869,8
Run #12
1789,7
Run #13
1715,7
Run #14
1655,2
Run #15
1599,2
Run #16
1556,9
IOps (mehr ist besser)


Hier kann sich G.Skill sogar mit besonders guten Ergebnissen behaupten. Nach 16 Durchläufen erreicht man noch 40 Prozent der Ausgangsperformance, während die Corsair P128 zum Beispiel nur noch 30 Prozent und die Intel X25-M G2 gar nur noch 27 Prozent erreicht. Betrachtet man die absoluten Werte liegt Intel allerdings noch immer deutlich vor den Mitbewerbern.

Auf die Mittelwerte wirkt sich das Verhalten folgendermaßen aus:

IOMeter Mittelwerte
IOps
G.Skill Falcon II
2360,2
Corsair P 128
1192,9
Intel X25-M G2
3418,0
Westerm Digital VelociRaptor
165,6
IOps (mehr ist besser)


Hier wird die Kernaussage entsprechend deutlich. Die absolute Performance schlägt sich entsprechend stark auf die mittleren Ergebnisse nieder. Nimmt allerdings die Leistung über die Zeit zu stark ab, sinkt auch die mittlere Performance entsprechend, sodass sich ein realistisches Bild ergibt, wie gut sich die Laufwerke über einen längeren Zeitraum verhalten.

In der Realität dürften die Werte gar noch etwas besser abschneiden, weil IOMeter direkt auf der unformatierten Festplatte arbeitet. Das heißt, es wird kein TRIM unterstützt, das benutzte Speicherblöcke wieder freiräumt. Es zeigt sich hier also eher der Worst-Case, der aber besonders mit wachsender Kapazitätsauslastung der SSDS nah an die Realität heran kommt – denn dann stehen immer weniger freie Speicherzellen bereit, die durch TRIM "nebenbei" für neue Schreibzugriffe bereinigt werden können.