Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula - Wer macht das Rennen?

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Alltagsbetrieb: Overclocking & Undervolting



HT4U OC-CheckASUS Maximus III FormulaGigabyte P55-UD6
Prozessor MultiplikatorCPU-Multiplikator ist beschränkt. 12 bis CPU-Limit in 1-SchrittenCPU-Multiplikator ist beschränkt. 12 bis CPU-Limit in 1-Schritten
Referenztakt [MHz]80 – 500 in 1-Schritten100 – 1200 in 1-Schritten
Speicher Multiplikatorx6 / x8 / x10 und X.M.Px6 / x8 / x10 und X.M.P
PCI-Express / PCI Takt [MHz]100 – 200 in 1-Schritten /fix90 – 150 in 1-Schritten / fix
Uncore-Multiplikatorfixfix
QPI-Multiplikatorx32 und x36x16 und x18
Core-Spannung [V]0,85 – 1,70 in 0,00625-Schritten0,50 – 1,90 in 0,00125-Schritten
Uncore-Spannung [V]1,00 – 2,00 in 0,01325-Schritten0,80 – 1.94 in 0.020-Schritten
Speicher-Spannung [V]1,35 – 2,50 in 0,01325-Schritten1,30 – 2,60 in 0,020-Schritten
Chipsatz-Spannung [V]1,00 – 1,35 in 0,01325-Schritten0,85 – 2,08 in unterschiedlichen Schritten
PLL-Spannung [V]1,60 – 2,50 in 0,01325-Schritten1,50 – 2,58 in 0.020-Schritten
SonstigesLoadline CalibrationLoadline Calibration
VCore-Absenkung im Idle auch bei manueller Vorgabe der VCoreVCore-Absenkung im Idle auch bei manueller Vorgabe der VCore
CPU Spread SpectrumCPU Spread Spectrum
PCIe Spread SpectrumPCIe Spread Spectrum
DRAM Referenz-Spannung für Daten- und KontrollsignaleDRAM Referenz-Spannung für Daten- und Kontrollsignale
CPU und Chipsatz Clock SkewDRAM Termination-Spannung
CPU und Chipsatz Clock AmplitudeCPU Clock Skew
CPU und PCIe Clock Amplitude


Bereits im BIOS machen beide Platinen deutlich an wen sie sich richten. So findet man alles was man braucht um aus seinem Core i7 oder Core i5, seinem Speicher und seinem Mainboard noch mehr Leistung herauszukitzeln. Dabei sind sich die vorhandenen Einstellungen auf dem P55-UD6 und dem Maximus III Formula sehr ähnlich und unterscheiden sich im Wesentlichen nur in Details wie beispielsweise dem einstellbaren Spannungsbereich.

Auch die Freunde des Undervoltens, also des Betriebs bei Spannungen unterhalb der Referenzwerte, finden einige Tuning-Optionen. Bei ASUS fallen diese allerdings etwas geringer als bei Gigabyte aus, das dem P55-UD6 auch abseits der Versorgungsspannung für den Prozessor Möglichkeiten in Hülle und Fülle mitgibt.

Mittlerweile haben beide Hersteller außerdem den Geist der Zeit erkannt und bieten endlich die Möglichkeit an, auch bei manuell eingestellter Versorgungsspannung für den Prozessor diese im Idle abzusenken. Sehr löblich!

Neulinge dürften allerdings etwas überfordert sein, denn für die zahlreichen Optionen gibt es kaum Erklärungen im BIOS oder im Handbuch. Erschwerend kommt hinzu, dass mit den Nehalem-Prozessoren das Übertakten sicher nicht leichter geworden ist. Einige Einstellungen haben wir deshalb in einem separaten Artikel "BIOS – Das Geheimnis des Erfolges" genauer beleuchtet.

Doch was steckt in den Platinen, wenn es um das Übertakten geht? Um eine Limitierung durch eine zu geringe Versorgungsspannung auszuschließen, haben wir diese im BIOS auf 1,4 Volt eingestellt. Höhere Spannungen wollten wir angsichts von Kerntemperaturen nahe der 80°C nicht anlegen. Ansonsten wurden alle Spannungen auf die Herstellerangaben fixiert und der Speichertakt so gering wie möglich gehalten. Der QPI-Multiplikator ließen wir auf 18. Die restlichen Werte überließen wir dann den Platinen selbst.

Im ersten Durchgang haben wir außerdem den TurboMode sowie Hyperthreading aktiviert und erreichten damit einen stabilen Referenztakt von 155 MHz auf dem P55-UD6 und sogar 160 MHz auf dem Maximus III Formula. Daraus resultiert dann für ein Takt bei Auslastung von nur einem Kern von 4021 MHz auf dem P55-UD6 und 4175 MHz beim Maximus III Formula. Lastet man alle vier Kerne aus, sind es immerhin noch beachtliche 3410 MHz bzw. 3534 MHz. Dieser Punkt geht somit eindeutig an die ASUS-Platine. Beide Hersteller umgehen hier im Übrigen die Thermal-Design-Power-Schranke, die von der Power Control Unit der Lynnfield-CPUs überprüft wird, denn eigentlich gibt Intel den TurboMode nur bei einer Leistungsaufnahme unter 95 Watt frei, bei diesem Takt wird jedoch deutlich mehr Energie benötigt.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
ASUS Maximus III FormulaGigabyte P55-UD6
Übertaktung mit TurboMode (nur 1 Kern)


Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
ASUS Maximus III FormulaGigabyte P55-UD6
Übertaktung mit TurboMode (alle Kerne)


Im nächsten Durchlauf haben wir dann den TurboMode deaktiviert, die restlichen Bedingungen jedoch gleich gelassen. Damit erreichten wir stabile 160 MHz auf dem P55-UD6 und 165 MHz auf dem Maximus III Formula und somit einem CPU-Takt von 3360 MHz bzw. 3471 MHz.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
ASUS Maximus III FormulaGigabyte P55-UD6
Übertaktung ohne TurboMode


Zu guter Letzt haben wir dann noch den CPU-Multiplikator auf neun abgesenkt und zusätzlich die Versorgungsspannung für den Speichercontroller auf 1,3 Volt erhöht. Damit konnten wir den Referenztakt auf beiden Platinen nochmals deutlich steigern, wobei beide Platinen maximal 200 MHz möglich machten. Auch ein absenkter QPI-Multiplikator auf 16 brachte hier keine weitere Steigerung. Mit mehr Spannung wäre allerdings bestimmt noch ein bisschen mehr möglich.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
ASUS Maximus III FormulaGigabyte P55-UD6
Übertaktung mit CPU-Multiplikator auf 9