Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula - Wer macht das Rennen?

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Layout: Gigabyte P55-UD6



Im Gegensatz zum ASUS Maximus III Formula ist Gigabytes P55-UD6 wesentlich auffallender und weniger dezent. Der für Gigabyte typische Blau-Ton der Platine ergibt zusammen mit den Blau-, Weiß- und Silber-Tönen der verschiedenen Schnittstellen und Kühlkörper einen recht kühlen Eindruck. Besonders auffällig für ein P55-Mainboard sind die sechs Speicherbänke, denn die LGA1156-Prozessoren untersützen nur maximal zwei Speicherkanäle. Gigabyte hat vier der Slots daher an einen Kanal angebunden und die restlichen zwei an den zweiten Kanal. Mehr Speicher kann damit jedoch nicht verwendet werden, die maximale Kapazität bleibt bei 16 Gigabyte.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?


Wie ASUS setzt auch Gigabyte komplett auf Feststoffkondensatoren. Dazu gesellen sich besonders leistungsfähige Transistoren und Spulen mit Eisenkern. Qualitativ gibt es hier definitiv nichts einzuwenden. Im klaren Gegensatz dazu stehen jedoch die hässlich weißen Pushpins mit welchen die Heatpipe-Konstruktion teilweise gehalten wird. Für das Topmodell der P55-Serie hätte man durchaus überall Schrauben verwenden können.

Die Heatpipe-Lösung kühlt neben dem P55-Chipsatz und den zwei JMicron-SATA-Controllern auch die mit 26 Phasen ausgestattete Stromversorgung des Prozessors. Davon entfallen 24 auf den Core-Bereich und zwei auf den Uncore. Ersteres darf man dabei durchaus als Overkill ansehen, doch immerhin arbeiten die Wandler recht effizient wie wir noch sehen werden.

Während der Chipsatz mit gewöhnlicher Wärmeleitpaste bedeckt wird, verwendet der Hersteller für die Spannungswandler und die zwei JMicron-Controller Wärmeleitpads. Diese erwecken jedoch wie bei ASUS nicht den besten Eindruck. Dennoch behielten alle Bauteile während der Tests durchweg einen kühlen Kopf. Um eine Überhitzung braucht man sich also nicht sorgen.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
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Leider gestaltet Gigabyte den Chipsatz-Kühler sehr ausladend, weshalb in den obersten PCI-Express-x1-Steckplatz nur sehr kurze Steckkarten passen. Da der zweite x1-Steckplatz zudem von Dual-Slot-Grafikkarten blockiert wird, dürfte in den meisten Systemen nur noch der unterste PCI-Express-Anschluss mit vier Leitungen zur Verfügung stehen. Hier ist also beim Hardware-Kauf Vorsicht geboten.

Die direkte Umgebung des Sockels zeigt sich recht aufgeräumt, so dass sich auch große Kühler ohne Probleme montieren lassen sollten. Da allerdings die verwendeten Kühlblöcke wesentlich höher ausfallen, als jene auf dem ASUS Maximus III Formula, könnte es bei extrem großen Modellen zu Schwierigkeiten bei der Befestigung der Halterung(en) kommen.

Den achtpoligen Anschluss für die Energiezufuhr platziert Gigabyte dabei ebenso wie den 24-poligen ATX-Stecker sehr gut erreichbar am Rand der Platine, so dass nur in sehr seltenen Fällen Verrenkungen nötig sein sollten, um an die Stecker zu gelangen.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?
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Mit Hilfe der DES-Software von Gigabyte ist es möglich in Abhängigkeit der CPU-Auslastung bis zu zwanzig Phasen abzuschalten um die Effizienz der Spannungswandlung zu erhöhen. Die Regelung der Phasen übernimmt auf der Platine – wie auf fast allen anderen aktuellen Gigabyte-Motherboards – ein Chip der Firma Intersil im Zusammenspiel mit einem ITE-Controller. Auf unserem heutigen Probanden findet man den Intersil ISL6336, welcher in unmittelbarer Nähe zum Sockel platziert wurde.

Damit der Nutzer von der Phasenabschaltung auch optisch etwas mitbekommen, gibt es zahlreiche LEDs, welche anzeigen wie viele Phasen gerade aktiv sind. Direkt daneben befindet sich die Spannungsversorgung des Arbeitsspeichers, welche wie die der Chipsatz zwei Phasen besitzt. Ebenfalls in unmittelbarer Umgebung befinden sich ein Taster zum Starten des Rechners.

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Der TPM-Chip von Infineon findet sich oberhalb des zweiten PCI-Express-x16-Steckplatzes neben dem "SLI/CrossfireX"-Schriftzug in unmittelbarer Nähe der Knopf-Batterie.

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