Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula - Wer macht das Rennen?

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Layout: Gigabyte P55-UD6 (Fortsetzung)



Anders als ASUS findet man im IO-Bereich keinen Taster zum Zurücksetzen der BIOS-Einstellungen. Schade, denn gerade Übertakter – also die Zielgruppe des P55-UD6 – werden häufiger einmal die BIOS-Einstellungen löschen und durch die gute Erreichbarkeit des Tasters wäre dies somit ein Kinderspiel. Einen entsprechenden Taster findet man beim P55-UD6 – wie auch den Taster für einen Neustart – in unmittelbarer Umgebung des PATA-Anschlusses.

Bild: Gigabyte P55-UD6 vs. ASUS Maximus III Formula – Wer macht das Rennen?

Das I/O-Shield zeigt sich ansonsten recht aufgeräumt und bietet mit acht USB-Anschlüssen wohl für jeden Nutzer genug externe Ports. Weiterhin sind zwei Firewire-, zwei Netzwerkanschlüsse sowie die üblichen Ports für PS2-Geräte und Lautsprecher zu finden. Letztere kann man auch digital, entweder über ein Coax- oder über ein optisches Kabel anschließen. Die beiden Netzwerkanschlüsse lassen sich auch zusammenschließen und in einem sogenannten Team mit bis zu 2 Gbit/s Bandbreite nutzen, doch dazu später mehr. Auch an zwei eSATA-Anschlüsse hat der Hersteller gedacht.

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Gigabyte setzt als Firewire-Controller ein Produkt von Texas Instruments ein, welches direkt neben den zwei BIOS-Bausteinen und den zwei JMicron-Controller, die normalerweise unterhalb eines großen Kühlers versteckt sind, platziert ist. Neben den zwei externen Firewire-Ausgängen gibt es einen zusätzlichen Anschluss am unteren Rand der Platine. Dieser ist mit einer Abdeckkappen versehen, damit niemand aus Versehen ein USB-Gerät ansteckt.

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Die zwei BIOS-Bausteine ermöglichen die Nutzung der DualBIOS-Technologie, welche einen Ausfall des Mainboards durch ein korruptes MainBIOS verhindern soll. In solchen Fällen wird das BIOS vom zweiten Baustein wiederhergestellt. Leider ist das Backup-BIOS im Moment nur über Umwege flashbar. Um zukünftigen Problemen vorzubeugen sollte man jedoch stets das Backup-BIOS aktuell halten. Hier ist also auch der Hersteller gefordert, einen einfachen Flash-Vorgang des zweiten BIOS-Bausteins zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu ASUS nutzt Gigabyte die Möglichkeit einen PATA-Port an den JMicron-363-Controller – der als GSATA bezeichnet wird – anzuschließen. Dieser ist jedoch, ähnlich wie der Floppy-Anschluss etwas ungünstig platziert. Die vier SATA-Anschlüsse der beiden JMicron-Controller markiert Gigabyte in weiß und hebt sie somit auch optisch von den sechs Anschlüssen ders P55-Chipsatzes ab. Alle Ports sind dabei abgewinkelt, um auch beim Einsatz einer langen Grafikkarte stets nutzbar zu sein. Direkt neben den zehn SATA-Schnittstellen findet sich noch ein Diagnose-Display, welches zahlreiche zu den Betriebszuständen passende Codes ausgibt. Auch wir lernten im Laufe der Tests das Display als Helfer in kritischen Situationen schätzen und können daher den Einbau nur gut heißen.

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Am Rand unterhalb des IO-Shields befinden sich die zwei Netzwerkcontroller von Realtek und der Soundchip 889A der selben Firma. Der Audio-Chip, welcher wie mittlerweile üblich den Sound in Form von High Definition Audio (HDA) umsetzt, hinterließ in unseren Tests einen durchaus positiven Eindruck, doch dazu an geeigneter Stelle mehr.

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Knapp unterhalb dieser Chips findet sich der Super-IO-Controller von iTE. Neben der Lüftersteuerung und dem Hardware-Monitoring ist dieser Chip auch für die Verwaltung der parallelen und seriellen Schnittstellen verantwortlich. Dies ist nötig, da Intel auf Grund der Legacy-Free-Bewegung eben jenen Support aus der Southbridge entfernt hat.

Abgesehen von dem ungeschickt platzierten Floppy- und PATA-Anschluss kann die Gigabyte-Platine beim Layout absolut überzeugen. Dank der sinnvoll platzierten Anschlüsse dürfte selbst in einem vollen System das Verlegen und Anschließen von neuen Kabeln kaum ein Problem darstellen. Leider verhindert allerdings der recht große Chipsatz-Kühler die Verwendung größere PCI-Express-x1-Steckkarten, welche somit nur in dem untersten eigentlich mit vier Leitungen angebunden PCI-Express-Anschluss passen.