CPU und Grafikeinheit vereint - Intel Core i5 "Clarkdale" im Test

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Leistung des Speichercontrollers


Mit der Integration des Speichercontrollers schaffte Intel den als Flaschenhals verschrieenen Frontside Bus ab und ermöglichte damit Speicherbandbreite von weit über 20 GByte/s für die Lynnfield- und sogar über 25 GByte/s für die Bloomfield-Prozessoren. Da bei den Clarkdale-Modellen der Speichercontroller nicht direkt an den L3-Cache angeschlossen ist, sondern sich zusammen mit der integrieren Grafikeinheit in einem separaten Die untergebracht ist, ist natürlich anzunehmen, dass diese Prozessoren eine geringere Speicherbandbreite als die Lynnfield-Versionen besitzen werden. Doch wie groß wird der Rückstand auf Grund der höheren Latenzen sein? Das nachfolgende Diagramm soll darüber Aufschluss geben.

SiSoft Sandra 2010c Speicherbandbreite
Speicherbandreite
Intel Ci7 870
16,6
Intel Ci5 750
16,4
AMD Phenom II X4 965 BE
12,8
AMD Athlon II X4 630
12,5
Intel Ci5 661
12,0
AMD Phenom II X2 550 BE
10,9
AMD Athlon II X2 250
10,8
Intel C2Q Q9650
7,5
GB/s (mehr ist besser)


Wie man sieht liegt der Core i5 661 auf Grund dieses Umstandes rund 40 Prozent bei der praktischen Speicherbandbreite hinter den Lynnfield-Prozessoren. Der Speichertest des PCMark wird diesen Abstand später ebenfalls aufzeigen. Bei Anwendungen, deren Performance stark von der Speicherbandbreite abhängt, werden die Lynnfield-Modelle sich somit sehr deutlich von den Clarkdale-Versionen absetzen können.

Natürlich liegt man mit den erzielten 12 GByte/s deutlich vor den ehemaligen Core 2 Duos und Core 2 Quads, die hier von dem Core 2 Quad Q9650 repräsentiert werden. Dies liegt jedoch nicht nur daran, dass der Speichercontroller nun wesentlich näher an den Prozessorkernen und dem Cache sitzt, sondern auch daran, dass die Clarkdale-Prozessoren DDR3-1333-Speicher nutzen und die Core-2-Modelle auf Grund der Chipsatzlimitierung maximal für DDR2/DDR-1066-Speicher freigegeben sind.

An dieser Stelle muss man dann auch anmerken, dass wir den Core 2 Quad Q9650 sowie alle AMD-Modelle mit DDR2-Speicher vermessen haben. Der Grund ist simpel, denn aktuell basiert unsere AMD-Testplattform noch auf einem AM2+-Mainboard. Mit DDR3-1333-Speicher wäre selbst ein Athlon II X2 250 schneller als der Core i5 661.