CPU und Grafikeinheit vereint - Intel Core i5 "Clarkdale" im Test

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Praxis: Leistung der GMA HD



Nachdem wir gesehen haben, dass die Beschleunigung von HD-Material kein Problem für die GMA HD ist, stellt sich nun natürlich die Frage wie es um ein gemütliches Spielchen auf dem neuen 24-Zoll-TFT bestellt ist. Dazu haben wir unseren Benchmark-Parcours bestehend aus Crysis, FarCry 2, STALKER Clear Sky, Prey, UT3 und Enemy Territory: Quake Wars, einmal mit der GMA HD und einmal mit einer Radeon HD 4350 in verschiedenen Qualitätsstufen und Auflösungen herangezogen.

Leistung iGPU - Crysis (niedrige Auflösung)
1280 x 1024 LQ
1280 x 1024 MQ
1280 x 1024 HQ
Intel Ci5 661 (HD4350)
26,3
14,4
6,8
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
24,6
10,1
3,7
Intel Ci5 661 (iGPU)
22,4
10,2
5,8
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - Crysis (hohe Auflösung)
1680 x 1050 LQ
1680 x 1050 MQ
1680 x 1050 HQ
Intel Ci5 661 (HD4350)
19,0
10,7
5,0
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
18,0
7,6
2,7
Intel Ci5 661 (iGPU)
14,8
6,9
3,9
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - Prey
800 x 600 LQ
1680 x 1050 HQ
Intel Ci5 661 (HD4350)
48,2
13,6
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
46,7
12,9
Intel Ci5 661 (iGPU)
30,9
15,8
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - EQTW
800 x 600 LQ
1680 x 1050 HQ
Intel Ci5 661 (HD4350)
31,1
6,5
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
18,0
4,6
Intel Ci5 661 (iGPU)
17,7
9,1
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - UT3
1280 x 1024 LQ
1680 x 1050 HQ
Intel Ci5 661 (HD4350)
34,7
17,4
Intel Ci5 661 (iGPU)
33,6
15,2
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
31,1
16,9
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - FC2
1280 x 1024 LQ DX9
1680 x 1050 MQ DX9
1680 x 1050 HQ DX10
Intel Ci5 661 (HD4350)
36,3
15,0
8,9
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
24,5
10,8
6,6
Intel Ci5 661 (iGPU)
23,5
11,5
5,0
Frames per Second (mehr ist besser)


Leistung iGPU - Stalker
800 x 600 Day
800 x 600 Rain
Intel Ci5 661 (HD4350)
11,0
17,0
AMD Phenom II 965 BE (790GX)
9,0
18,0
Intel Ci5 661 (iGPU)
8,0
20,0
Frames per Second (mehr ist besser)


Um es kurz zu fassen: Die GMA HD ist für sämtliche halbwegs aktuelle und anspruchsvolle Titel zu langsam, viel zu langsam. Die integrierte Grafikeinheit schneidet hierbei – je nach Spiel mehr oder weniger deutlich – schlechter ab als eine Radeon HD 4350, dem günstigsten und schwächsten Einsteiger-Modell des aktuellen AMD-Produktportfolio. Und dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass man schon mit einer Radeon HD 4350 hinsichtlich der Spielbarkeit kaum auf einen grünen Zweig kommt, wie wir in unserem letzten Low-Budget-Roundup gezeigt haben. Aber dies trifft derzeit auf alle erhältlichen iGPU-Lösungen zu und stellt damit klar, dass integrierte Grafikeinheiten im 3D-Spiele-Sektor (noch?) keine wirkliche Daseinsberechtigung haben.

In unserer Spieleauswahl reicht es für den GMA HD nicht einmal in den niedrigsten Qualitätseinstellungen und den kleinsten Auflösungen, welche dann natürlich auch noch mit unschönen Interpolationseffekten zu kämpfen haben, für spielbare Frameraten. Auch eine Erhöhung des Referenztaktes auf 155 MHz (statt 133 MHz) – und einem damit verbunden GPU-Takt von 1,05 GHz – sieht es nicht wirklich besser aus, wie wir im Abschnitt zum Übertakten sehen werden. Nicht vergessen darf man außerdem, dass bei den meisten Clarkdale-Modellen die iGPU nur mit 733 MHz taktet und die Ergebnisse für diese Ableger somit noch etwas schlechter ausfallen.

Auch AMDs schnellste iGPU-Lösung in Form des 790GX-Chipsatzes mit seiner integrierten Radeon HD 3300 in Kombination mit dem Phenom II X4 965 BE, dem derzeit schnellsten AMD-Prozessor, ist für aktuelle und halbwegs anspruchsvolle Titel schlicht und einfach zu langsam. Dass in diesem Vergleich mal die AMD-Plattform 10 Prozent vor der Intel-Lösung liegt und mal um den gleichen Betrag dahinter, sollte man daher auch nicht überbewerten. Schneller heißt in diesem Fall nämlich noch immer "zu langsam". Insgesamt kann man dennoch festhalten, dass die GMA HD mit 900 MHz Kerntakt auf dem Niveau eines 790GX-Chipsatzes agiert.

In Verbindung mit Abstrichen bei den Details mag die integrierte GPU vielleicht gerade noch für eine Runde FIFA oder Pro Evolution Soccer reichen. Für alles anderes muss man jedoch – wie zu erwarten war – nach wie vor zu einer diskreten Grafikkarte greifen.