Intel enthüllt "Sandy Bridge" - Technologie-Preview der neuen Prozessoren

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Modellpalette für den Sockel 1155 & Schlussworte



Bevor wir zu einer kurzen Bewertung der vorgestellten Fakten kommen, wollen wir noch einen Blick auf das Portfolio für den Sockel 1155 werfen, wie es aller Voraussicht nach aussehen wird.

ModellTaktTakt mit TurboKerneHyperthreadingGPU-TaktGPU-Takt mit TurboL3-CacheTDP
Core i3
Core i3 2100T2,5 GHz-2ja650 MHz1100 MHz3 MByte35 Watt
Core i3 21003,1 GHz-2ja850 MHz1100 MHz3 MByte65 Watt
Core i3 21203,3 GHz-2ja850 MHz1100 MHz3 MByte65 Watt
Core i5
Core i5 2390T2,7 GHz3,5 GHz2ja650 MHz1100 MHz3 MByte35 Watt
Core i5 2400S2,5 GHz3,3 GHz4nein850 MHz1100 MHz6 MByte65 Watt
Core i5 24003,1 GHz3,4 GHz4nein850 MHz1100 MHz6 MByte95 Watt
Core i5 2500T2,3 GHz3,3 GHz4nein650 MHz1250 MHz6 MByte45 Watt
Core i5 2500S2,7 GHz3,7 GHz4nein850 MHz1100 MHz6 MByte65 Watt
Core i5 25003,3 GHz3,7 GHz4nein850 MHz1100 MHz6 MByte95 Watt
Core i5 2500K3,3 GHz3,7 GHz4nein850 MHz1100 MHz6 MByte95 Watt
Core i7
Core i7 2600S2,8 GHz3,8 GHz4ja850 MHz1100 MHz8 MByte65 Watt
Core i7 26003,4 GHz3,8 GHz4ja850 MHz1350 MHz8 MByte95 Watt
Core i7 2600K3,4 GHz3,8 GHz4ja850 MHz1350 MHz8 MByte95 Watt


Wie die obige Tabelle dabei deutlich macht, verschlimmbessert Intel erneut das eigene Namensschema. Insbesondere der Core i5 2390T ist hierbei zu nennen. Statt wie bei einem Core i5 üblich verfügt dieses Modell nur über zwei Kerne, kann dafür aber auf Hyperthreading zurückgreifen – also eher ein Core i3. Doch im Gegensatz zu diesen Ablegern beherrscht der 2390T auch noch den TurboMode. Wie hier unbedarftere Nutzer durchblicken sollen, bleibt ein Rätsel. Selbiges gilt im Übrigen auch für die Energiesparversionen, denn ein Core i5 2500T hat eigentlich rein gar nichts mit einem Core i5 2500(K) zu tun, was die Namensgebung jedoch sehr deutlich suggeriert.

Bild: Intel enthüllt "Sandy Bridge" – Technologie-Preview der neuen Prozessoren

Schlussworte


"Sandy Bridge" zu deutsch "sandige Brücke" ist – anders als die meisten Codenamen bei Intel – kein Ort oder eine geographischen Begebenheit benannt sondern eine Metapher. "Sandy Bridge" ist der Brückenschlag zwischen dem "Pentium Pro"- und "Pentium 4"-Design sowie Intels Grafikbeschleuniger-Architektur. Das Ergebnis – ein Die gegossen in Silizium mit Hilfe der 32-nm-Technologie – kann sich dabei von den Eckdaten durchaus sehen lassen.

"Sandy Bridge" ist dabei revolutionärer als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht und doch weniger revolutionär als viele es sich möglicherweise erhofft haben. Dies gilt weniger für die reine Architektur der Prozessorkerne sondern vielmehr für den Aufbau des kompletten Prozessors mit Ringbus, von CPU und GPU gemeinsam genutztem Cache und integrierter Grafikeinheit.

Nicht zu Letzt hängt das Urteil über "Sandy Bridge" aber auch maßgeblich von der Leistung in den alltäglichen Anwendungen ab und nicht von der Anzahl an Veränderungen gegenüber der Vorgänger-Generation. Erste Benchmarks bescheinigen "Sandy Bridge" dabei ein durchweg bessere Leistung im Vergleich zur aktuellen Generation, wobei die Resultate noch stark schwanken. Es zeigt sich jedoch beispielsweise bereits, dass der LLC, der mit Kerntakt betrieben wird, gerade den Top-Modellen einen ordentlichen Leistungsschub verleihen kann.

Viel dürfte im Urteil über "Sandy Bridge" auch von der gebotenen Grafikleistung abhängen. Auch hier zeigen ersten Benchmarks Leistungssteigerungen. Die Vorzeichen sind somit positiv, bleibt abzuwarten, wie sich die neue Generation dann zum Start wirklich schlägt.


Update 03.01.2011: Hier gibt es den Test von Intels "Sandy Bridge"-Prozessoren zu lesen.


[fo], 30. September 2010

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