Intel X25-M G2 "Postville" im Test

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SSD vs. HDD: Ein kleiner Praxis-Vergleich



Schuldig geblieben waren wir bisher einen Vergleich, der die Vorteile von SSDs in der Praxis nachweist. Da dieses Thema äußert heikel ist und extrem vom persönlichen Nutzungsverhalten abhängt, wollen wir diesen Punkt an dieser Stelle weiterhin mit vorsicht genießen und mit sicherem Abstand begegnen. Für einen kleinen Eindruck in Zahlen sollen die folgenden Ergebnisse genügen.

Praxisvergleich
Win 7 Installation
Western Digital VelociRaptor
32,0
Intel X25-M G2 Postville
30,0
Zeit in Min


Praxisvergleich
Win 7 Kaltstart
Win 7 Wakeup
Western Digital VelociRaptor
62,0
47,0
Intel X25-M G2 Postville
43,0
39,0
Zeit in Sekunden


Deutlich wird an dieser Stelle der Vorsprung beim Systemstart von Windows 7 sowohl aus dem Ruhezustand als auch beim Kaltstart. Zu den Zahlen muss jedoch hinzugesagt werden, dass sie den gesamten Startvorgang vom Einschalten inklusive BIOS-Initialisierung beinhaltet. Diese Betrug bei unserem ASUS-Mainboard lange 29 Sekunden und verschlingt damit schon zwei Drittel der Startzeit. Hier liegt die Aufgabe bei den Motherboard-Spezialisten für Abhilfe zu sorgen und kürzere POST-Zeiten zu erreichen.

Windows selbst bescheinigt der SSD ebenfalls einen klaren Vorteil, wie der Windows-interne System-Test darlegt:

Praxisvergleich
Win 7 HDD Rating
Intel X25-M G2 Postville
7,7
Western Digital VelociRaptor
5,9
Punkte


Mittlerweile fast ein Jahr lang Praxiserfahrung mit mehreren SSDs erlauben die persönliche und subjektive Aussage, dass die kleinen Flash-Speicher durchaus ein gefühl flotteres Arbeiten ermöglichen. Das System bootet sehr zügig und die Wartezeit bis Anwendungen starten und laden ist äußerst gering. Besonders auf dem Notebook, wo sonst eine langsame Festplatte mit 4200 Umdrehungen werkelte, war die Umstellung deutlich spürbar.

Allerdings gibt es auch kleinere Auffälligkeiten, deren Ursache sich nicht direkt ermitteln lässt. So tut sich Firefox unter Windows XP ab und an immer noch schwer, besondes beim Download von großen Daten mit voller Geschwindigkeit "verrechnet" er sich und benötigt statt der eigentlich korrekten Zeit die dreifache oder vierfache Dauer. Auch zeigt sich auf dem Desktop ein Phänomen, dass Linux sich offenbar manchmal "verschluckt" und statt zu Booten einfach mehrfach neustartet. Ob diese Punkte aber tatsächlich auf die SSD zurückzuführen sind, lässt sich nur schwer herausfinden.