Reale Leistungsaufnahme der Core-i7-9xx-Prozessoren

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Anhang: Lasttools



Für alle Interessierten, wollen wir einen kurzen Überblick über die eingesetzten Lasttools und ihre besonderen Eigenschaften geben.

Core2MaxPerf


Unser Klassiker unter den Lasttools. Was es genau macht, ist leider ein Betriebsgeheimnis, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die durchweg sehr hohen Auslastungswerte führen zu einer konstant hohen Leistungsaufnahme. Dabei ist die Verwendung denkbar einfach. Der Nutzer muss lediglich die Kerne in der GUI aktivieren, die er stressen möchte. Einfacher geht es kaum.

Bild: Reale Leistungsaufnahme der Core-i7-9xx-Prozessoren

Prime95


Der Klassiker unter den Lasttools. Ursprünglich wurde Prime95 nicht für Belastungstests entwickelt, sondern sollte bei der Auffindung neuer Primzahlen der Form 2^p – 1 – sogenannte Mersenne Primzahlen – behilflich sein. Während der Berechnung wird auf die Fast Fourier Transformation (Stichwort: Lucas-Lehmer-Test) zurückgegriffen, welche sehr rechenintensiv ist. Für mathematisch interessierte Leser, die das Thema gerne vertiefen möchten, empfiehlt es sich die Homepage des GIMPS-Projektes zu besuchen.

Die Übertaktungsgemeinde stellte sehr schnell fest, dass Prime95 dank seines hohen Workloads im Gleitkomma-Sektor ein echter Prüfstein für übertaktete Rechner war bzw. ist. Der konfigurierbare Endlostest bietet drei Voreinstellungen:
  • Small FFTs: Belastet im wesentlichen den Prozessor samt seiner Caches. Der L3-Cache sowie der Speichercontroller werden jedoch kaum belastet.
  • In-Place large FFTs: Erzeugt die größte Belastung und beansprucht zudem auch den Speichercontroller.
  • Blend: Dieser Test dient im Wesentlichen zum Test des Arbeitsspeichers, da dieser den zur Verfügung stehenden Speicher kontinuierlich nutzt und somit etwaige Fehler erkennen kann. Die Prozessor-Belastung ist jedoch eher gering.


Bild: Reale Leistungsaufnahme der Core-i7-9xx-Prozessoren

Wir haben für alle Tests den "In-Place large FFTs"-Test verwendet. Die Parameter haben wir dabei nicht verändert. Die Anzahl der Threads haben wir auf die Anzahl der Kerne inklusive der Berücksichtigung von Hyperthreading (also 8 Threads bei einem Core i7 965) eingestellt.


LinX


Die Basis des LinX-Tools bildet der LinPack-Benchmark. Dieser misst die Gleitkomma-Rechenleistung eines Prozessors, während dieser ein lineares Gleichungssystem der Form Ax = b, wobei A eine NxN-Matrix, x der N-dimensionale Lösungsvektor und b ein N-dimensionaler Vektor ist. Als Lösungsverfahren kommt die sogenannte Gauß-Elimination mit Pivotisierung zum Einsatz.

LinX verpackt diesen Benchmark in eine einfach zu bedienende graphische Oberfläche und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten. So kann die Anzahl der Threads, die nutzbare Speichermenge sowie der Adressraum (32 Bit oder 64 Bit) eingestellt werden. Für unsere Tests haben wir stets die Threads auf die Anzahl an Rechenkerne respektive Nutzung von Hyperthreading eingestellt und die maximale Nutzung des Arbeitsspeichers zugelassen.

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IntelBurnTest


Wie LinX basiert auch der IntelBurnTest auf einem LinPack-Benchmark. Dank einer einfach zu bedienenden graphischen Oberfläche ist die Verwendung sehr intuitiv. Wir haben nur den 64-Bit-Modus mit maximalem Stress-Level verwendet.

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