MSI N465 GTX: NVIDIAs Dritte im Bunde greift an

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 30

Gesamtwertung und Fazit



Unsere nachfolgende Gesamtwertung bezieht sich ausschließlich auf den aktuellen Status Quo und das aktuelle Testfeld und spiegelt in der Zusammenfassung unsere Erfahrungen im Test wieder. Man gelangt mittels Klick auf die einzelne Wertungskategorie sofort in das entsprechende Testkapitel.

Testwertung MSI N465 GTX M2D12
Performance +
Lieferumfang o
Kühlleistung o
Lautstärke Idle ++
Lautstärke Last -
Leistungsaufnahme Idle +
Leistungsaufnahme Last --
Übertakten ++
Preis -
Mögliche Bewertungsmerkmale: -- / – / o / + / ++


Die MSI N465 GTX zeigte sich mit einigen Glanzpunkten im heutigen Test. Vorteilhaft hervorheben darf man sicherlich, dass die Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb, als auch unter der Wiedergabe von Blu-ray deutlich verbessert wurde. Die Performance liegt insgesamt auf einem guten Niveau.

Setzt man eigenmächtig noch einmal den Hebel mittels manueller Übertaktung an, was sich mittels des MSI Afterburner im Test sehr gut bewerkstelligen ließ, so kann man, mit etwas Glück an die Performance einer GeForce GTX 470 knapp heranreichen. Gerade in diesem Bereich erscheint diese GTX 465 noch einiges an Potential mit sich zu bringen.

Allerdings bleibt die heute gezeigte MSI N465 GTX erst einmal ein Produkt auf Basis einer NVIDIA-Referenzvorlage und damit gehen alle Stärken und Schwächen auf die NVIDIA-Vorlage zurück. Ab wann mit eigenen Designs seitens MSI zu rechnen sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Fazit NVIDIA GeForce GTX 465

Vergleicht man die NVIDIA GeForce GTX 465 lediglich im Verhältnis zur eigenen Produktpalette, so macht sie eine recht ordentliche Figur. Die Grafikkarte zeigt sich auf dem Leistungsniveau des ehemaligen Spitzenmodells GeForce GTX 285, welches bei Einführung den High-End-Markt bediente. Die GTX 465 soll allerdings den Performance-Bereich unter 300 US-Dollar anvisieren.

NVIDIA hat mit der GTX 480, der GTX 470 und nun der GTX 465 drei GF-100-Ableger im Markt, welche sich laut eigener Aussage jeweils um 25 Prozent in der Performance unterscheiden. Dies stellt eine vernünftige Staffelung dar und erscheint auch im Hinblick auf die eigene Preisgestaltung schlüssig.

Insgesamt entstand der Eindruck, dass die weitere Beschneidung des GF-100-Chips um Recheneinheiten dem Produkt "Fermi" in Bezug auf Kühlung, Lautstärke und Leistungsaufnahme nicht schlecht bekommen ist. Allerdings ist NVIDIA ja nicht alleine im Markt und muss sich gegenüber seinem Mitbewerber AMD positionieren.

Bild: MSI N465 GTX: NVIDIAs Dritte im Bunde greift an

Es könnte möglicherweise Absicht dahinter stecken, dass man sich mit den bisherigen GTX-400-Modellen zwischen den AMD-Pendants positioniert, um nicht erneut in eine unerwünschte Preisschlacht zu geraten. So sieht NVIDIA die GeForce GTX 465 zwischen dem Produkt ATI Radeon HD 5830 und Radeon HD 5850, was die Performance betrifft. Das können unsere Testergebnisse so auch bestätigen. Die Neuvorstellung ist nach unserem Gesamtleistungsindex über alle 3D-Benchmarks 6 Prozent schneller als eine Radeon HD 5830 und 17 Prozent langsamer als eine HD 5850. Verzichtet man auf die Resultate ohne Antialiasing und anisotropen Filter, wächst der Vorsprung zur HD 5830 auf 10 Prozent – der Abstand zur HD 5850 bleibt allerdings gleich.

An dieser Stellte passt die angezielte Preisregion nicht. NVIDIA zielt auf 279 US-Dollar, was in Anbetracht von Steuern, Kosten und des aktuellen Dollarkurs hierzulande sicherlich zu einer 1:1-Umrechnung führen wird. So werden sich die Grafikkarten wohl zu Preisen um 280 Euro einpendeln. Die ersten Händlerlistungen einen Tag vor der Vorstellung sind keinesfalls als repräsentativ zu betrachten und zeichnen ein Bild zwischen 290 und 300 Euro.

Eine ATI Radeon HD 5830 gibt es verfügbar aktuell zu Preisen von knapp unter 200 Euro, die Radeon HD 5850 zu Preisen ab 280 Euro. Damit zielt NVIDIA preislich exakt auf die Region einer Radeon HD 5850 ab.

Bei der Leistungsaufnahme kann sich die GeForce GTX 465 weder im lastfreien Betrieb, noch unter Spiele-Last wirklich mit der HD 5830 oder HD 5850 messen. Auf der Haben-Seite verzeichnet die GeForce GTX 465 ausschließlich den Cuda- und PhysX-Bonus, der diesen Produkten vorbehalten ist. Ob das den höheren Preis rechtfertigt, darf man hinterfragen und muss letzten Endes von den Interessenten entschieden werden.

[pg & ls], 31. Mai 2010

Diesen Artikel im Forum diskutieren.