NVIDIA GeForce GTS 450 im Test - NVIDIA präsentiert den leisen "Sniper"

Grafikkarten | HT4U.net | Seite 19

Leistungsaufnahme: Blu-ray-Widergabe und Multi-Monitor-Betrieb



Leistungsaufnahme Blu-Ray – So misst HT4U.net Das Thema HD-Video-Wiedergabe wird offenbar von immer größerer Bedeutung. Natürlich Wirbt man – auf Seiten von AMD oder NVIDIA – immer wieder mit Multimedia-Eigenschaften, doch wie will man sie eigentlich prüfen?

Wir haben auf unserem Testsystem ein paar Tests bei der Wiedergabe von HD-Video-Material – hier Blu-ray-Discs – vorgenommen. Und auch dort gibt es aktuell Unterschiede. Weiterhin gibt es den Video-Codec H.264, es gibt die Variante VC1 und ein verschwindender Kandidat ist MPEG-2. Der größte Teil der Titel setzt aktuell auf H.264, ein geringerer Teil auf VC1.

Bild: AMD Radeon HD 5870 – Runde 2

Für die heutigen Tests setzten wir schlicht auf zwei Varianten: Die Hard 4 als H.264 und Batman – The Dark Knight als VC1-Umsetzung. Und in beiden Fällen kommt nun aktuell die Werbetrommel beider Hersteller zum Einsatz, denn beide stehen dafür, dass man diese High-Definition-Videos mit einem entsprechenden Software-Player über die Grafikkarte in voller Qualität und ruckelfrei (gegenüber der CPU – absolut korrekt) wiedergeben kann.

Wir haben darum PowerDVD 9 Ultra konsultiert, was uns die Versprechungen auch bestätigte. Wir fanden dabei lediglich geringfügige Abweichungen bei der Lastverteilung der Grafikkarten auf die GPU. Während die AMD-Modelle HD4000 und HD5000 sich bei VC1 und H.264 immer in einem Bereich der CPU-Auslastung von zwei Prozent bewegten, war dies dann bei NVIDIA etwas anders.

Zwar liegen die NVIDIA-Karten bei H.264 mit den ATI-Modellen auf einem Niveau hinsichtlich der CPU-Auslasung, dafür bewegte man sich bei VC-1 um ca. 6 bis 7 Prozent, was wir mittels Perfmon.exe von Windows Vista nachgestellt haben. Der Grund hierfür liegt darin, dass die aktuellen Mainstream und Enthusiasten-Modelle von NVIDIA lediglich über den Video-Prozessor 2 (VP2) verfügen, welcher noch nicht sämtliche Schritte des Decoding bei VC-1 übernehmen kann. Lediglich wenige Einsteiger-Modelle bei NVIDIA verfügen über den VP3, welcher dann auch eine volle VC-1 Beschleunigung mitbringt.


Hinweis: Da unsere bisherigen, gesamten Referenzmessungen der verschiedenen Grafikkarten schlicht zu lange wurden, um in einem einzelnen Produkttest unterzubringen, haben wir diese in eine separate Chart-Liste ausgelagert. Sämtliche Resultate können ab sofort hier eingesehen werden.

Leistungsaufnahme – Grafikkarte
Blu-ray Wiedergabe
AMD ATI Radeon HD 4890
61,47
AMD ATI Radeon HD 4870 1024 MB
54,88
NVIDIA GeForce GTX 260 216
51,26
NVIDIA GeForce GTX 470
47,14
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
45,91
XFX Radeon HD 5830
44,98
ASUS EAH5830 DirectCU
44,56
AMD ATI Radeon HD 5870
44,05
Sapphire Radeon HD 5830
42,97
AMD ATI Radeon HD 5850
41,69
MSI R5830 TwinFrozr II
39,94
Zotac GeForce GTX 465
36,77
NVIDIA GeForce GTX 465
34,74
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 1)
32,46
PowerColor PCS++ HD 5770
32,36
AMD ATI Radeon HD 5770 (Rev. 2)
31,03
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
30,36
MSI Radeon R5770 HAWX
29,72
PowerColor PCS+ HD 5770
29,50
ASUS EAH5750 Formula
28,30
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
27,74
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell (Gehäuse)
26,84
XFX Radeon HD 5750 512 MB
26,20
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,00
AMD ATI Radeon HD 5670
24,60
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
24,40
AMD ATI Radeon HD 5750
23,30
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
22,30
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
21,04
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
20,22
MSI N450GTS Cyclone OC
16,92
Watt


Die GeForce GTS 450 kann die bereits gelobten, sehr guten Werte der GTX-460-Karten noch einmal unterbieten und zeigt sich als bislang sparsamste GPU in diesem Vergleich.

Multi-Monitor-Betrieb


Seit die beiden Grafikkarten-Hersteller mittels Taktabsenkungen bei GPU und Speicher die Leistungsaufnahme ihrer Grafikboards im Idle-Modus deutlich senken können, kommt es leider zu einem Ärgernis sobald man bei diesen Desktop-Boards einen zweiten Monitor anschließt. Die Taktraten werden entweder nicht mehr so tief oder überhaupt nicht abgesenkt. In aller Regel läuft der Speicher dann mit vollem Takt und vernichtet im Leerlauf schlagartig die erhofften Einsparungen.

Als Grund dafür nannte uns AMD, dass es im Betrieb mit mehr als einem Monitor zum Bildflackern kommen kann, wenn man den Speichertakt von GDDR5 absenkt. Die teils zu beobachtenden höheren GPU-Taktungen/ -Spannungen könnten dabei eine notwendige Zugabe für die Stabilität des Speichercontrollers sein.

Zwischenzeitlich gehört diese Messung zu unseren Standards bei Grafikkarten-Tests:

Leistungsaufnahme Grafikkarte Multi-Monitor-Betrieb
Multi-Monitor Idle
NVIDIA GeForce GTX 480
112,6
NVIDIA GeForce GTX 470
86,0
NVIDIA GeForce GTX295
80,9
NVIDIA GeForce GTX 465
75,7
Zotac GeForce GTX 465
72,9
AMD Radeon HD 4890
57,7
NVIDIA GeForce GTX 275 Gainward
56,4
PowerColor PCS+ HD5870
55,0
Gainward GTX 460 GS 1024 MB
54,9
AMD Radeon HD 4870
54,1
AMD ATI Radeon HD 5870
52,1
ASUS EAH5830 DirectCU
49,2
Gigabyte GTX 460 OC 1024 MB
47,4
Zotac GeForce GTX 460 AMP! 1024 MB
47,4
XFX Radeon HD 5830
47,3
Sparkle GeForce GTX 460 OC 1024 MB
47,0
Sapphire Radeon HD 5830
46,9
Sapphire Radeon HD5870 Vapor-X
46,8
Zotac GeForce GTX 460
46,8
MSI N460GTX Cyclone 1024 MB OC
45,7
NVIDIA GeForce GTX 260 216
44,9
PoV-TGT GTX 460 768 MB Ultra Charged
44,6
AMD ATI Radeon HD 5970
43,9
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 1
43,7
MSI R5830 TwinFrozr II
43,3
AMD ATI Radeon HD 5850
41,8
MSI N460GTX Cyclone 768 MB
39,1
Gigabyte Radeon HD 4850 1 GByte
36,5
AMD ATI Radeon HD 5770 Rev. 2
35,7
Gigabyte GeForce GTS 450 OC
35,1
Gigabyte Radeon HD 5770 Silent Cell
33,4
XFX Radeon HD 5770 Single-Slot
32,7
PowerColor PCS++ HD 5770
32,4
PowerColor PCS+ HD 5770
32,2
MSI N450GTS Cyclone OC
30,5
NVIDIA GeForce GTS 450 (Referenz)
30,1
ASUS EAH5750 Formula
29,6
MSI Radeon R5770 Hawk
28,3
AMD ATI Radeon HD 5750
27,4
HIS Radeon HD 5750 iCooler IV
26,9
Sapphire Radeon HD 5770 (Rev. 1)
26,1
AMD ATI Radeon HD 5670
24,6
Watt


Hier hätte sich NVIDIA mit der GTS 450 ein Stück besser präsentieren können, doch werden im Multi-Monitor-Betrieb die GPU-Taktraten nicht abgesenkt. Wie NVIDIA uns mitteilte, hat man hier keinen P3-Power-Stage gesetzt. Damit zeigt man sich etwas schlechter, als die passenden Radeon-Vergleichskandidaten.