Sharkoon Rebel 9 - Gehäuse-Klassiker mit reichlich Platz

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Betrieb & Fazit


Als letzter Schritt bleibt nach dem Zusammenbau noch der Druck auf den Powerbutton des Gehäuses. Was beim Einbau und bloßem Hinschauen nicht auffällt: Das Power-Knöpfchen macht einen äußerst labilen Eindruck und sitzt sehr locker in seiner Fassung. Die Funktion wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. Direkt über dem Powerbutton weist eine blaue LED den Betriebszustand des Systems aus und etwas weiter unten über dem Reset Knopf signalisiert eine rote LED die Zugriffe auf die Festplatte.

Eine Aussage über die Lautstärke ist nicht zu machen, auf Grund fehlender vorinstalliert Lüfter. Dem User bleibt somit die Wahl des Geräuschpegels selbst überlassen, je nach dem auf welche Lüfter die Wahl schlussendlich fällt.

Fazit

Während der Installation der Hardware konnte das Rebel 9 mit einer guten Verarbeitung glänzen, es störten keinerlei scharfe Kanten, an denen aufgepasst werden müsste, dass die Hände keine Schnitte davontragen. Dies gilt allerdings nur für das Gehäuse selbst, die Montageschienen für die Festplatten sind ziemlich rau an der Unterseite und könnten unachtsame Finger dennoch verletzen.

Ärgerlich ist allerdings, dass Sharkoon bedingt durch das Alter, einigen Trends hinterher ist, die mittlerweile auch in der unteren Preisklasse anzufinden sind. Da wären z. B. die Durchführung für Wasserkühlungsschläuche, die Öffnung im Mainboardtray die den Wechsel eines Schraubkühlers im montierten Zustand erlaubt oder die Montageposition des Netzteils. Hier wäre es an der Zeit für eine kleine Überarbeitung.

Bild: Sharkoon Rebel 9 – Gehäuse-Klassiker mit reichlich Platz

Nichts desto trotz ist das Rebel 9 ein solides und stabiles Gehäuse, das vor allem in der Kompatibilität zu großen Kühlern und Grafikkarten überzeugen kann. Der Einbau dieser klappte im Test ohne Probleme, was selbst bei teureren und vor allem größeren Gehäusen nicht immer der Fall ist. Auch die vier von vorn zugänglichen USB-Ports sind ein großer Pluspunkt für Nutzer die viel mit USB-Geräten arbeiten.

Wer auf der Suche nach einem günstigen Gehäuse ist und nicht viel Wert auf Zusatzfeatures wie Montagehilfen legt, findet im Rebel 9 ein guten Begleiter, der bereits um 35 Euro im Handel zu finden ist.

Dem Gehäuse fehlen allerdings noch die passenden Lüfter. Gute Silent-Lüfter liegen im Schnitt bei mehr als acht Euro für ein 120-mm-Modell, rechnet man diesen Preis hinzu lohnt es sich schon, einen Blick auf das Xigmatek Midgard zu werfen. Mit einem aktuellen Straßenpreis von 55 Euro bietet dieses Gehäuse Montagehilfen und vorinstallierte Silent-Lüfter. Lediglich bei langen Grafikkarten hat das Rebel 9 dann die Nase vorn.


[dg], 29. Februar 2010

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