AMD A6-3650 im Test - Die bessere Llano-APU?

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DDR3-1866 bei Vollbestückung


Schon im Launch-Artikel zu den Llano-APUs haben wir auf eine Besonderheit des integrierten Speichercontrollers hingewiesen. So gibt AMD diesen zwar für DDR3-1866-Speicher frei, doch nur wenn gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sind. Eine davon ist, dass nur ein Riegel pro Speicherkanal zum Einsatz kommt, also maximal zwei Riegel. Wer also acht GByte Arbeitsspeicher einsetzen möchte muss somit entweder zu DDR3-1600-Speicher greifen, oder sehr teure 4-GByte-DDR3-1866-Riegel kaufen. Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit die Llano-APU außerhalb ihrer Spezifikationen zu betreiben und vier 2-GByte-DDR3-1866-Riegel einzusetzen. Doch kann dieses Unterfangen gelingen?

Bild: AMD A6-3650 im Test – Die bessere Llano-APU?

Um dies zu überprüfen haben wir uns von Dual-Channel-Kit bestehend aus vier zwei GByte großen DDR3-1866-Modulen von G.Skill aus der Ripjaws-Familie (F3-14900CL9Q-8GBXL, Timings von 9-9-9-24) besorgt. Neben einem ausführlichen Speicher- und Stresstest haben wir außerdem zum Testen unseren kompletten Benchmark-Parcours absolviert um herauszufinden, ob diese Konfiguration im Zusammenhang mit dem A6-3650 stabil arbeitet.

Bild: AMD A6-3650 im Test – Die bessere Llano-APU?


Die Ergebnisse machen dabei zum einen Hoffnung, sind jedoch andererseits sehr ernüchternd. So meisterte der A6-3650 zwar die Hürden problemlos auch mit vier DDR3-1866-Riegeln und dies sogar bei 1,5 Volt, doch leistungsmäßig brachte der Einsatz von acht GByte Arbeitsspeicher rein gar nichts. Man kann also beruhigt auch zu lediglich vier GByte Speicher greifen, Leistung verschenkt man dadurch nicht. Wer dennoch unbedingt acht GByte verwenden möchte, muss nicht zwingend DDR3-1600-Speicher verwenden, mit passendem Speicher sind durchaus auch DDR-1866 möglich.