AMDs Llano-APU A8-3850 im Test - Gelegenheitsspieler aufgepasst

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Die iGPU: Technik


Lassen wir nun erst einmal die reine Prozessor-Leistung hinter uns und wenden uns dem vermeintliche Herzstück der Llano-APUs zu: der integrierten Grafikeinheit. Diese basiert auf der Evergreen-Architektur, welche auch bei allen Chips der Radeon-HD-5000-Desktop-Serie zum Einsatz kommt. Daher wollen wir an dieser Stelle nur auf die wichtigsten Details eingehen, für alle weiteren Informationen verweisen wir auf unsere zahlreichen Artikel zur Radeon-HD-5000-Serie.

Die integrierte Grafikeinheit des A8-3850 tauft AMD auf den Namen Radeon HD 6550D und spendiert dieser 400 Shader-Einheiten. Diese sind passend zur Evergreen-Architektur als VLIW-Einheiten (Very Large Instruction Word) angeordnet, wobei stets 5 Einheiten einen VLIW-Verbund bilden. Insgesamt gibt es folglich 16 dieser Vec5 genannten Rechenwerke. Diese sind in zwei SIMD-Cluster (Single Instruction Multiple Data) mit je acht Einheiten eingeteilt. Jedem SIMD-Cluster steht zudem eine Quad-Textur-Mapping-Unit (vier TMUs) zur Seite. Im Gesamten verfügt der Chip also über 20 Texturierungseinheiten. Hinzu kommt eine ROP-Partition mit 8 Raster-Operation-Einheiten.

Bild: AMDs Llano-APU A8-3850 im Test – Gelegenheitsspieler aufgepasst

Mit diesen Daten entspricht der integrierte Beschleuniger exakt dem RV830 alias Redwood, der unter anderem auf der Radeon HD 5570 zum Einsatz kommt. Somit unterstützt die iGPU auch DirectX 11. Allerdings besitzt die integrierte Grafikeinheit nur einen maximalen Takt von 600 MHz. Neben der Radeon HD 6550D basieren auch die Grafikeinheiten der kleineren Llano-APUs auf dem Redwood-Design, müssen jedoch mit teilweise weniger Shader-Einheiten oder weniger Takt auskommen.

EckdatenRadeon HD 6550DRadeon HD 6530DRadeon HD 5570Radeon HD 5550
CodenameBeavercreekBeavercreekRV830 (Redwood)RV830 (Redwood)
Fertigung32 nm32 nm40 nm40 nm
Transistorenunbekanntunbekannt627 Mio627 Mio
Taktrate GPU600 MHz433 MHz650 MHz550 MHz
Taktrate Speicher (MHz)933 MHz933 MHz900 MHz800 MHz
SpeicherartDDR3DDR3DDR3DDR3
Speicheranbindung128 bit128 bit128 bit128 bit
Shader Recheneinheiten400 (80xVec5)320 (64xVec5)400 (80xVec5)320 (64xVec5)
Fähigkeiten pro ShadereinheitMADDMADDMADDMADD
Textur-Einheiten (TMUs)20162016
Raster-Operation-Einheiten (ROP)8888
Shader-Model-Version5.05.05.05.0
DirectX-VersionDirectX 11DirectX 11DirectX 11DirectX 11
max. Rechenleistung480 GFlops277 GFlops520 GFlops352 GFlops
max. Speicherbandbreite29,8 GByte/s29,8 GByte/s28,8 GByte/s28,8 GByte/s
Video-ProzessorUVD3UVD3UVD2UVD2
Audio-Controller7.1 (HD-Bitstream)7.1 (HD-Bitstream)7.1 (HD-Bitstream)7.1 (HD-Bitstream)


Neben dem Unterschied bei den Taktraten zwischen der iGPU und einer Radeon HD 5570 darf man hinsichtlich der Performance aber auch nicht außer Acht lassen, dass die integrierte Grafikeinheit sich die Speicherbandbreite mit den Prozessorkernen teilen muss. Kommt eine Radeon HD 5570 hier auf 28,8 GByte/s bei Verwendung von DDR3-Speicher, so muss sich die iGPU die Bandbreite von maximal 29,8 GByte/s mit den Prozessorkernen teilen. Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Umstand in der Praxis auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Bild: AMDs Llano-APU A8-3850 im Test – Gelegenheitsspieler aufgepasst



 

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