Ein Lückenfüller mit Ambitionen - AMDs Brazos-Plattform im Test

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Testumgebung: Hardware



Anders als sonst üblich ist das Testfeld heute zwar recht überschaubar, dafür aber sehr weit gestreut was die Produkte betrifft. Grund hierfür ist, dass AMD die Zacate und Ontario-Prozessoren nicht einzeln anbietet. Stattdessen werden diese auf ein Mainboard gelötet und sind damit nur in einem Paket bestehend aus Platine, Chipsatz und dem Prozessor selbst zu bekommen. Dementsprechend mussten wir für unsere heutigen Testkandidaten nicht nur den Prozessorpreis und deren Leistung einbeziehen sondern auch etwaige Kosten für das Mainboard.

Unser Testsystem auf Basis eines Dual-Core-Zacate E-350 kostet dabei aktuell rund 125 Euro, weshalb wir diesen Preispunkt zur Auswahl des restlichen Testfeldes herangezogen haben. Somit finden sich schlussendlich ein Athlon II X2 240e, ein Pentium Dual-Core sowie ein Atom D525 als Gegner für den E-350 von AMD in unserem heutigen Testparcours. Darüber hinaus haben wir auch noch einen Pentium G6950 auf Clarkdale-Basis und einen Pentium G620 auf "Sandy Bridge"-Basis emuliert. Alle Kandidaten landen zusammen mit günstigen Mainboards in einem ähnlichen Preisfeld wie die Komplettangebote mit AMDs E-350. Als letzte CPU befindet sich dann auch noch ein Athlon 64 X2 im Testfeld. Dieser wird uns dazu dienen, einen Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der neuen Bobcat-Architektur des E-350 zu geben und erlaubt damit auch einen Vergleich zu AMDs "Turion X2 Neo"-Prozessoren.

AMD-Prozessoren:

Intel-Prozessoren:
  • Pentium G620 (Sockel 1155):
    D2-Stepping, 2,6 GHz, 2 Kerne, kein TurboMode, kein HT, 2x DDR3-1066 (4 GByte),
    emuliert mit Core i3 2120
  • Pentium G6950 (Sockel 1156):
    C2-Stepping, 2,8 GHz, 2 Kerne, kein TurboMode, kein HT, 2x DDR3-1066 (4 GByte),
    emuliert mit Core i5 661 (dadurch 4 statt 3 MByte L3-Cache, 2,4 GHz UnCore-Takt statt 2,0 GHz)
  • Pentium Dual-Core E6300 (Sockel 775):
    R0-Stepping, 2,8 GHz, 2 Kerne, FSB 1066 MHz, 2x DDR2-800 (4 GByte)
  • Atom D525:
    B0-Stepping, 1,8 GHz, 2 Kerne, Hyperthreading aktiv, 1x DDR3-800 (2 GByte)

Bild: Ein Lückenfüller mit Ambitionen – AMDs Brazos-Plattform im Test
Bild: Ein Lückenfüller mit Ambitionen – AMDs Brazos-Plattform im Test
Ungleiche Konkurrenten? Intels Atom D525 und AMDs E-350

An dieser Stelle ist noch ein Hinweis zu den beiden emulierten Pentium-Modellen G6950 und G620 angebracht. Letzterer basiert auf der neuen "Sandy Bridge"-Architektur – ist jedoch noch nicht offiziell vorgestellt worden. Den letzten Informationen nach, wird er jedoch rund 70 Euro kosten und damit ein Konkurrent des E-350 von AMD sein, weshalb wir uns entschlossen haben ihn zu emulieren. Der G6950 ist hingegen schon verfügbar, ist jedoch leider nicht in unserem Besitz. Daher müssen wir diesen ebenfalls emulieren. Da der Pentium G6950 jedoch eigentlich 3 MByte L3-Cache besitzt, wir aber nur über Prozessoren mit 4 MByte L3-Cache verfügen, besitzt unser emulierter Pentium G6950 folglich auch 4 MByte L3-Cache. Auch der Un-Core-Takt ist mit 2,4 GHz höher als normal (2,0 GHz). Dadurch wird er natürlich etwas mehr Performance besitzen als in Realität. Den Tests im Web zu Folge soll der Unterschied jedoch nur bei wenigen Prozent liegen.


Mainboards:
  • ASUS E35M1-M Pro (Brazos-System)
    BIOS: 0404, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • ASUS M4A89GTD Pro/USB3 (Sockel AM3):
    BIOS: 1606, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • Gigabyte MA790GP-UD4H (Sockel AM2+):
    BIOS: F7c, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • MSI H57M-ED65 (Sockel 1156):
    BIOS: 1.3, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • Gigabyte H67A-UD3H (Sockel 1155):
    BIOS: F7, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • MSI P45 Platinum (Sockel 775):
    BIOS: 1.5, alle Energiespar-Mechanismen aktiv
  • Intel D525MW
    BIOS: 17.12.2010, alle Energiespar-Mechanismen aktiv


Bild: Ein Lückenfüller mit Ambitionen – AMDs Brazos-Plattform im Test
Bild: Ein Lückenfüller mit Ambitionen – AMDs Brazos-Plattform im Test


Grafikkarten:
  • MSI Radeon HD 6950
  • Sapphire Radeon HD 5450
  • Radeon HD 6310 (integriert in E-350)
  • Intel GMA HD (integriert in Pentium G6950)
  • Intel HD (integriert in Pentium G620)
  • Radeon HD 4250 (integriert in AMD 890GX-Chipsatz)

Da heute auch die integrierte Grafikeinheit untersucht wird, benötigen wir natürlich auch einige Grafikkarten um die Leistung entsprechend einordnen zu können. Bei fast allen Tests kam – sofern vorhanden – die jeweils integrierte Grafiklösung zum Einsatz. Einzig bei der Betrachtung der Leistung der integrierten Grafikeinheit des E-350 haben wir zusätzlich die beiden diskreten Beschleuniger herangezogen.

Weitere Hardware:
  • Speicher:
    6 GByte (3 x 2 GB) OCZ Platinum Series DDR3-1333
    SPD-Betrieb: DDR3-1066 7-7-7-20 bei 1,5 Volt oder DDR3-1333 9-9-9-25 bei 1,5 Volt
  • 4 GByte (2x 2 GB) Corsair XMS2:
    Betrieb: DDR2-800 5-5-5-18 bei 1,8 Volt
  • 4 GByte (2x 2 GB) Kingston (SO-Dimm):
    Betrieb: DDR3-800 9-9-9-25 bei 1,5 Volt
  • Kühler:
    Scythe Kabuto für den Sockel LGA1366, LGA1156, LGA1155, LGA775 und AM3:
    eingesetzt für alle Tests
  • Festplatte:
    Seagate Barracuda 7200.11 SATA 500 GB (32 MByte Cache, AHCI-Modus aktiv)
  • Optisches Laufwerk:
    LG GSW H20L (Blu-ray/ DVD-Brenner)
  • Netzteil:
    Seasonic X-Series 760 Watt
  • LC-Power Pico-PSU mit 75 Watt


Leistungsaufnahme zweiter Gang – Wir servieren Intels Sockel 1156
Leistungsaufnahme zweiter Gang – Wir servieren Intels Sockel 1156
Leistungsaufnahme zweiter Gang – Wir servieren Intels Sockel 1156


Messtechnik: